Buchwissenschaft
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Lehrveranstaltungen Sommersemester 2018

Anmeldung für alle buchwissenschaftlichen Veranstaltungen ausschließlich über LSF!

Hier sind auch sämtliche Räume und Einzeltermine zu den Veranstaltungen angegeben.
Belegungsfristen beachten!!

Jörg Alt
Herstellung im Buchverlag

14-tägig, Di 18 - 20 Uhr

Wie wird aus einem Manuskript ein Buch oder ein anderes Verlagsprodukt? Welche Stationen werden durchlaufen und welche Rahmenbedingungen sind nötig? Die Hersteller verantworten Gestaltung und Produktion des einzelnen Buches ebenso wie den Aufbau der nötigen Strukturen und Abläufe. Bei alldem soll das gut gemachte und schöne Buch nicht aus dem Blick verloren werden. Die Kunst ist, all dies im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen zu erreichen. Daraus ergeben sich die Themen der Veranstaltung:

  • Konzeption und Gestaltung: Satz, Lithografie und Layout
  • Druck und Bindung: Technik und Materialien
  • Produktionssteuerung und Terminplanung
  • Medienneutrales Produzieren
  • Datenhaltung: Produktions- und Metadaten
  • Kalkulation: Produktionskosten und Verlagskalkulation

Ulrike Altig
Buchmarkt- und Leseforschung / Marktforschung

Blockseminar

Erarbeitet werden die Grundlagen der Marktforschung sowie die Differenzierung der empirischen Forschung von qualitativen und quantitativen Methoden. Anhand von Beispielen wird der Kommunikationsprozess von der Aufgabenstellung, der Ermittlungsmethode bis zur Ergebnispräsentation erarbeitet. Die wichtigsten Fragen der Buchbranche werden aus Sicht der Buchhändler und der Buchverlage anhand eines Buchmarktforschungs-Tools erläutert und die entsprechenden Schlussfolgerungen daraus erarbeitet.


Dr. Ulrike Brandt
Redaktion und Lektorat

14-tägig, Di 14 - 16 Uhr

Wie arbeiten Redaktion und Lektorat in Verlagen? Wir erproben das grundlegende Handwerkszeug: wenden Korrekturzeichen und Manuskriptrichtlinien an, nehmen die wichtigsten Nachschlagewerke zur Hand, testen Lesestrategien, kollationieren Abzüge, beurteilen Exposés, verfassen Gutachten, Umschlag- und Vorschautexte, machen Titel- und Gestaltungsvorschläge, sammeln Produktideen, beobachten marktgängige Themen, analysieren Programmplanungen und vergegenwärtigen uns die Positionen von Autor, Herausgeber und Verleger ebenso wie von Herstellung, Grafik, Marketing und Vertrieb.


Susanne Brudermüller
Redaktion und Lektorat

14-tägig, Do 14 - 16 Uhr

Lektor – (noch) ein Traumberuf? Warum überhaupt noch Lektorat? Die Aufgaben von Lektoren und Redakteuren haben sich vor allem durch den digitalen Wandel und Restrukturierungen in Verlagen in den letzten Jahren stark verändert. Wie sieht der Arbeitsalltag aus? Arbeitsüberlastung und Kostendruck werden häufig genannt. Zugleich eröffnen veränderte Arbeitsbedingungen neue Möglichkeiten, das Lektorat zu gestalten, sei es angestellt in einem Sach- und Fachbuchverlag oder als Freelancer. Zentrale Arbeitsbereiche des Lektorats werden vorgestellt und besprochen: Lektorat ist (nicht) gleich Redaktion, Abläufe in Lektorat und Redaktion, Projektplanung und -durchführung, Zusammenarbeit und Umgang mit Autoren, Arbeiten im Team mit anderen Verlagsabteilungen, interne und externe Kommunikation, das Handwerkszeug: Arbeit am „Manuskript“ und am digitalen Produkt, Contentmanagement. Praxisbeispiele veranschaulichen die vielfältigen Aufgaben von Lektoren und Redakteuren sowie die Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie mitbringen sollten. Und schließlich: Wie sich Lektoren und Redakteure auf die sich stetig wandelnden Anforderungen einstellen können, um zunehmend als Produktmanager wie auch als Schnittstelle zwischen Autoren und Markt zu bestehen.


Dr. Johanna Büchel
Das Festival des erzählten Falls

14-tägig, Mo 18 - 20 Uhr

Das Festival des erzählten Falls wird 2018 in die dritte Runde gehen und am 5.10. 2018 in den Räumen des Evangelischen Bildungswerkes als Abendveranstaltung stattfinden. Wieder werden Schriftsteller eine Expertenrunde bilden, Fünf Fallerzähler miteinander um den rang Bester Fallerzähler 2018 ringen. Gleichzeitig findet im Rahmen des Festivals eine Lyrikpreisverleihng unter dem Thema ’Mein erster Mord‘ unter der Schirmherrschaft von Anton G. Leitner statt. Im Rahmen des Praxisseminars werden wir nach einer Einführung ins das Thema Projektmanagement gemeinsam das Festival organisieren und uns anhand dieses ‚echten‘ Projektes mit Projektmanagement und Eventmanagement befassen. Dabei werden wir folgende Themen im Zentrum unserer Arbeit stehen:

1) Erstellen des Projektplans mit folgenden Schwerpunkten:

  • Projektstrukturplan
  • Meilensteinplan
  • Terminliste

2) Pressearbeit (Nach Projektplan)

3) Onlinemarketing: Websitebetreuung, SocialMediabetreuung (nach Projektplan)

4) Künstlerbetreuung

5) Moderation


Ulrich Deurer
Marketing und Vertrieb für Buchverlage

Blockseminar

Das Seminar vermittelt aus der Sicht von Publikumsverlagen Grundlagen von Marketing und Vertrieb im Buchmarkt. Unter Berücksichtigung der aktuellen Marksituation im Handel mit Büchern (digital und Print) werden Vertriebswege beleuchtet, Kalkulation und optimale Preis- und Auflagenfindung sowie die die gesamte Organisation der Produkterstellung behandelt. Außerdem werden die Kommunikationsstrukturen innerhalb des Verlags und nach außen in Bezug auf die Handelspartner im Sinne eines optimalen Marketings und Vertriebs dargestellt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.


Clara Fernández López
Kooperationen und Lizenzen

14-tägig, Mi 16 - 18 Uhr

Das Seminar vermittelt die Grundlagen für die Planung oder Erweiterung des Verlagsgeschäfts auf internationalen Märkten. Erarbeitet werden die Methode für die Analyse der Potentiale - unter Berücksichtigung der Faktoren zielgerichtete Planung der Programmstrategie, Unternehmensziel, Vertriebswege und Kosten - sowie die Wege zur Umsetzung der Positionierung im internationalen Verlagsgeschäft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Analyse von praktischen Beispielen sowie der Erarbeitung spezifischer Vorschläge für eigene Geschäftsmodelle.
Bearbeitet werden die Themen
• Strategische tools zur Analyse des verlagsspezifischen Potentials im internationalen Geschäft
• Entwurf der Programmstrategie: die wichtigsten Anforderungen
• Zielformulierung im Unternehmen
• Formen der Kooperation: marktspezifisch, technisch, rechtlich
• Wettbewerber als Partner: Identifizierung von Kooperations- und Vertriebspartnern in internationalen Märkten
• Lizenzmodelle zur internationalen Vermarktung
• E-Publishing und Open Access als Plattform für internationale Märkte
• Spezifika und Strukturen der strategisch wichtigsten Märkte


PD Dr. Gustav Frank
Weimar Pop: “Bücherkrise” und Konkurrenzmedien

Mi 10 - 12 Uhr

Nach den gravierenden sozioökonomischen Einschnitten des Ersten Weltkriegs (1914-18) und der Hyperinflation (1923) steht der Buchmarkt in Deutschland vor einer schweren Absatzkrise. In der Zwischenkriegszeit entstehen zudem neue Trägerschichten, die die endgültige Durchsetzung einer schon geraume Zeit bestehenden massendemokratischen Populärkultur begünstigen. Die Künste und die Unterhaltungsindustrie gehen dabei auf dem Parkett der urbanen Öffentlichkeit vielfach wechselseitige Verbindungen ein. Vor allem in den neuen Medien der 1920er und 30er Jahre tritt die populäre Kultur auf eine neue Stufe. Diese Verbindungen durch Genre- und Medienkombinatorik gehen weit über einfache Rezeptionsverhältnisse hinaus. Sie produzieren und reflektieren eine neue Gesellschaft und eine erneuerte Wahrnehmung. Die populäre Kultur der Zeit ist die lebendige Schnittstelle von gesellschaftlichem Umbruch mit der begleitenden Verständigung über ihn. Diese Schnittstelle gilt es, mit text-, bild- und kulturwissenschaftlichen Instrumentarien für die Forschungsdiskussion erst noch zu erschließen. Vor diesem Hintergrund zeichnet das Seminar zum einen die Diskussion um die Bücherkrise und die Konsequenzen, die daraus zu ziehen wären, nach. Es zeigt zum anderen exemplarisch, wie eine Reihe von neuen Medien traditionelle Aufgaben des Buches und die kreative Intelligenz an sich zu ziehen verstehen. Unsere Gegenstände reichen vom Schlager über die Revue zur Kammeroperette und Zeitoper, vom Illustriertenroman, der Bestseller-Literatur und ihrer Verfilmung über die Radio-Avantgarde zum frühen Tonfilm.


PD Dr. Gustav Frank
Materialität der Printmedien

Mi 12 - 14 Uhr

Das HS will Einblicke in die Theoriegeschichte der ‚Materialität‘ und deren Relevanz für die Buchwissenschaft geben, die sich bislang anders als die Book Studies wenig systematisch damit auseinandergesetzt hat. Der Schwerpunkt wird dabei auf dem bislang kaum erschlossenen Bereich der Materialität der Veröffentlichung in (periodischen) Printmedien und audiovisuellen Medien liegen. In dem dreiteiligen Seminar werden Einblicke 1) in die Theoriegeschichte der Materialität seit den 1980er Jahren, 2) in die Sachgeschichte der Gestaltung zwischen 1890 und 1930 gegeben, bevor 3) im Projektteil des Seminars konkrete Objekte diskutiert werden: Peter Altenbergs Kunst. Halbmonatsschrift für Kunst und alles andere; Walter Benjamins Einbahnstraße, Bertolt Brechts Lindbergh und Arthur Schnitzlers Traumnovelle.


PD Dr. Johannes Frimmel
Methodische Grundlagen der Buchwissenschaft

Kurs A Di 16 - 18 Uhr, Kurs B Mi 16 - 18 Uhr

In dem Seminar werden gemeinsam Grundlagentexte zur Buchwissenschaft gelesen. Unter anderem werden in Grundzügen Pierre Bourdieus Feldtheorie sowie Luhmanns Systemtheorie vorgestellt und auf ihre Anwendbarkeit auf die Buchwissenschaft befragt. Weiters werden verschiedene theoretische Modelle der Buchwissenschaft erörtert. Daran schließt sich die Diskussion aktueller Themen der Buchbranche wie Urheberrechtsfragen, Zensur und Medienkontrolle oder die Stellung des Buches zu den Neuen Medien an.


PD Dr. Johannes Frimmel
Oberseminar für MA-Studierende

Mi 18 - 20 Uhr

Das Oberseminar wendet sich an Abschlusskandidat/innen des MA Verlagspraxis und des MA Buch- und Medienforschung, die ihre Masterarbeit verfassen wollen. Im Seminar werden die Themen der MA-Arbeiten präsentiert und zur Diskussion gestellt. Begleitend wird mit allen Studierenden ein wissenschaftliches Exposé der MA-Arbeit entwickelt und intensiv besprochen.


PD Dr. Johannes Frimmel
Aktuelle Forschungsfragen

Mi 18 - 20 Uhr

Das Forschungsseminar richtet sich an BA-Buchwissenschaftler, die ihre Abschlussarbeit vorbereiten. In diesem Seminar werden Forschungsthemen, Methodik und Aufbau der Arbeiten erörtert, wobei die Teilnehmer die wissenschaftlichen Exposés für angemeldete Abschlussthemen zur Diskussion stellen.


PD Dr. Johannes Frimmel
Lektürekurs zu buchwissenschaftlichen Forschungstexten

Do 16 - 18 Uhr

Im Lektürekurs werden Grundlagenwerke und Neuerscheinungen aus dem Themenfeld der Buch- und Medienforschung vorgestellt und kritisch diskutiert. Ziel des Kurses ist es, zentrale Forschungsansätze unseres Fachs kennenzulernen und die Fähigkeit zu verbessern, mit wissenschaftlicher Literatur umzugehen. Der Lektürekurs wird mit einer Klausur abgeschlossen.


Götz Fuchs
Programmplanung im Verlag und Sortiment

Blockseminar

Ein paar Bestseller und Verleger und Buchhändler sind glücklich.
Wirklich? Und was macht das übrige Programm? In diesem Seminar erarbeiten wir in Gruppen, was Erfolg für Sie ausmacht und warum tolle Ideen und betriebswirtschaftliches Know-how nicht im Widerspruch stehen müssen. Wir schauen uns dazu fünf Buchideen von Ihnen genauer an, schlüpfen in bestimmte Lesertypen (sog. Personas) und schmieden daraus ein starkes Portfolio. Das klingt ganz einfach. Oder?


Ina Fuchshuber
Digitalisierungstechniken und ihr Einsatz

Blockseminar

Welche Auswirkungen haben neue Technologien und Digitalisierung auf die Wertschöpfung im Verlag und wie nutzt man die Chancen, die daraus entstehen? Das ist die zentrale Frage dieses Blockseminars.

Die Studierenden lernen

  • die wichtigsten Treiber von bloßen Buzzwords der Digitalisierung zu unterscheiden
  • wie große Ökosysteme weitreichende Veränderungen im Tages- und strategischen Geschäft von Verlagen bewirken
  • wie Arbeitsweisen der Softwareindustrie zum Verlagswesen passen
  • Methoden des Design Thinking und Lean Development kennen
  • Methoden der Generierung und Bewertung von Geschäftsmodellen kennen und diese anzuwenden

Mitzubringen ist ein digitales Geschäftsmodell aus der Medienbranche, das einen selbst überzeugt (und das man idealerweise sogar nutzt!).


Prof. Dr. Sven Hanuschek
Literaturpreise in Deutschland (mit einem Seitenblick auf den Nobelpreis)

Mo 10 - 12 Uhr

Welche Funktion haben Literaturpreise in der heutigen Gesellschaft? Inwiefern sind sie tatsächlich Stufen auf dem Weg zur Kanonisierung von Werken und Autorinnen/Autoren, also ästhetischen Kriterien verpflichtet - oder sind sie nicht mindestens ebenso eng mit der jeweiligen Zeitgeschichte, der jeweiligen Gesellschaft verknüpft, gestalten sie womöglich gesellschaftliche Wirklichkeit? Das Seminar soll sich mit diesen (ästhetischen wie soziologischen) Fragen vor allem anhand des wichtigsten deutschen Literaturpreises widmen, des Georg Büchner-Preises (von 1923 bis heute); außerdem wird es um die regionale Literaturpreis-Landschaft gehen. Zu Beginn werfen wir einen Blick auf den Nobelpreis für Literatur, Arno Schmidt zufolge ein Stigma der Mittelmäßigkeit...


Dr. Harald Henzler
Geschäftsmodelle im digitalen Zeitalter

Blockseminar

Die Printerlöse wachsen nicht, digitale Angebote nehmen zu und die Verlage sind längst nicht mehr die alleinigen Anbieter von Inhalten. Wie findet man da die richtigen Geschäftsmodelle? Die Teilnehmer entwickeln selber Ideen beispielhaft weiter, um so zu erfassen, was alles zu einem Geschäftsmodell gehört.


Dr. Tobias Heyl
Redaktion und Lektorat für Masterstudierende

14-tägig, Mo 18 - 20 Uhr

Das Seminar soll Ihnen einen möglichst realistischen Einblick in die Arbeit des Sachbuchlektorats vermitteln. Dort ist der Veränderungsdruck, der von der Digitalisierung ausgeht, besonders stark zu spüren. Wir wollen uns einen Überblick über die aktuelle Sachbuchproduktion verschaffen, wir werden uns fragen, wer überhaupt Sachbücher schreibt (und warum), wir besprechen die Beurteilung und Akquise von Projekten, außerdem die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Herstellung, Vertrieb, Werbung und Presse. Dabei werden wir auch diskutieren, welche Rolle das Sachbuch in der Konkurrenz zu anderen Informationsquellen spielt und in Zukunft spielen könnte. Wo immer es geht, sollen Sie die Möglichkeit haben, praktische Arbeiten auszuprobieren. Damit wir gleich loslegen können, sollten Sie sich schon vor Beginn des Semesters in der Presse, im Internet und in Buchhandlungen über die aktuelle Sachbuchszene informieren. Außerdem ist bis zur ersten Sitzung mindestens eines dieser drei Sachbücher zu lesen: Harald Welzer: Die smarte Diktatur (Fischer Tb.), Josef H. Reichholf: Ornis. Das Leben der Vögel (Ullstein Tb.), Yuval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit (Pantheon Pb.) Am besten, Sie lesen gleich alle drei.


Georg Kessler
Ratgeberliteratur im deutschsprachigen Vergleich

Blockseminar

Ratgeber zählen zu den wichtigsten Literaturgattungen der Buchindustrie. Das Seminar beleuchtet nicht nur ihre wirtschaftliche Bedeutung für den Sortimentsmarkt und die private Buchnachfrage, sonder vermittelt auch einen Überblick über die nationale und europäische Ratgeberlandschaft. Dabei werden gattungsspezifische Unterschiede zum Sachbuch ebenso thematisiert wie die Rolle von Marken oder entscheidende programmpolitische Einflußfaktoren wie der Medienwandel. Vorgesehen ist darüber hinaus ein Besuchstermin beim Marktführer Gräfe und Unzer Verlag einschließlich eines Vortrages über das Lizenzgeschäft mit Ratgebern.


Christine Kluge
Einführung in die Programmplanung

Blockseminar

Die Buchbranche unterliegt einem starken Wandel. Insbesondere im Ratgeberbereich sind Internet und auch Zeitschriften eine große Konkurrenz - und Titel zu verlegen, die die Zielgruppe begeistern, ist anspruchsvoller denn je. Doch trotz zahlreicher kostenloser Inhalte gibt es noch immer noch gedruckte Bestseller in diesem Marktsegment.

  • Wo suche ich nach innovativen neuen Ideen für erfolgreiche Ratgeber?
  • Welche Themen interessieren meine Zielgruppe und wie müssen diese aufbereitet sein?
  • USPs – was muss ein Ratgeber mitbringen, um am Markt Erfolg zu haben.
  • Wie finde ich die richtigen Autoren?
  • Wie setzt sich ein Buchteam zusammen?
  • Was zeichnet ein gutes Manuskript aus?
  • Von der Idee bis zum Buch – Wie sieht ein Projekt- und Zeitplan aus?

Mit diesen Inhalten beschäftigt sich das Seminar ganz praxisbezogen. Wir werden für 2 unterschiedliche thematische Schwerpunkte einen mit Einzeltitel und Reihentitel planen. Am Ende des Seminars sollen die Ergebnisse in einer kleinen Präsentationen vorgestellt werden und zuhause weiter ausgearbeitet werden.


Silke Kords
Programmgestaltung im erzählenden Kinder- und Jugendbuch

Blockseminar

Die Planung eines erfolgreichen Kinder- und Jugendbuchprogramms erfordert strategisches Denken und Flexibilität. Außerdem gilt es schwer kalkulierbare Trendwellen zu berücksichtigen, die der Titelplatzierung innerhalb eines Programmes vorausgehen. Druckauflagen sinken, die Konkurrenz auf dem Print-Markt sowie auf dem Digitalen Markt steigt. Immer mehr Verlage ergänzen ihr Buchprogramm mit digitalen Produkten. Inwieweit diese Formate in klassischen Verlagsprogrammen berücksichtigt werden ist sehr unterschiedlich und unterliegt ständigem Wandel. Nach einem kurzen Überblick zum aktuellen Status Quo auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt zu diesem Thema werden Perspektiven für die Programmgestaltung von Morgen diskutiert. Außerdem soll an konkreten Beispielen herausgearbeitet werden, welchen Marktbewegungen das erzählende Kinder- und Jugendbuch (Alter 8 – 14) aktuell unterworfen ist. Darauf aufbauend dürfen die Teilnehmer in kleinen Workshops für die Zukunft tragfähige Methoden der Programmplanung entwerfen. Ziel des Seminars ist es ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Fragen sich Programmgestalter im Bereich des Kinder- und Jugendbuchs stellen und welche Wege Verlage beschreiten können, um weiterhin erfolgsversprechend Titel im Markt zu platzieren.


Andreas Ländle
Digital Publishing - Strategien, Produktmanagement und neue Geschäftsmodelle

Blockseminar

Das Digitalgeschäft hat sich in den letzten Jahren zu einer wichtigen wirtschaftlichen Säule der Publikumsverlage entwickelt. Entsprechend sollte sich das digitale Publizieren in der Unternehmensstrategie niederschlagen. Wie formuliert man eine solche Strategie und definiert die relevanten Handlungsbereiche? Welche Rolle spielen dabei Unternehmensstruktur und -kultur? Bei der Umsetzung der Strategie in die Praxis ist zu entscheiden, welche digitalen Verlagsprodukte den Kundenbedürfnissen gerecht werden. Das Projektmanagement bedient sich bei deren Realisierung immer häufiger agiler Methoden. Und schließlich gilt es, neue Wege bei Vermarktung und Vertrieb zu beschreiten. Wie steuert man also die Umsetzung von eBooks? Wie sinnvoll sind Apps? Wie erreicht man sein digitales Lesepublikum? Neben allen Herausforderungen für das klassische Verlagsgeschäft und dem Transfer alter Modelle ins digitale Zeitalter, ermöglicht der Wandel auch, komplett neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Doch wo setzt man an? Und wie gelangt man von einer ersten Idee zu einem konkreten, strukturieren Business Model? Ziel des Seminars ist es, die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für Verlage zu diskutieren. Anhand konkreter Fallbeispiele werden verschiedene digitale Produktformen auf ihre Planung, Umsetzung und Vermarktung hin beleuchtet. Als Kernaufgabe soll schließlich ein digitales Geschäftsmodell mit Verlagsbezug definiert und präsentiert werden.


Dr. Wolfgang Lent
Urheber- und Medienrecht für Verlage

Do 18 - 20 Uhr

Welche Rechte hat ein Autor? Was steht in einem Verlagsvertrag? Welche Bildrechte sind beim Abdruck und bei der Online-Publikation von Fotos zu beachten? Diese und andere Fragen spielen in der Verlags- und Medienpraxis eine große Rolle. Die Lehrveranstaltung bietet anhand von Übungsfällen und Beispielen eine Einführung in die entsprechenden Rechtsgrundlagen. Sie gibt Hilfestellungen für die spätere Verlagsarbeit, vermittelt aber auch rechtliches Basiswissen für freie Tätigkeiten in der Verlags- und Medienbranche. Die Lehrveranstaltung gliedert sich in zwei Teile:
Teil A: Urheberrecht

  • Geschützte Werke, Leistungsschutzrechte, Schutzdauer
  • Urheberschaft, Urheberpersönlichkeitsrechte und wirtschaftliche Verwertungsrechte
  • Schranken des Urheberrechts
  • Typische Verträge (z.B. Verlagsvertrag, Übersetzervertrag, Lizenzvertrag)

Teil B: Presserecht und Persönlichkeitsrecht

  • Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit, Pressefreiheit
  • Fallgruppen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts (z.B. Recht am eigenen Bild, Schutz der Intim- und Privatsphäre)

Laura Mokrohs
„Verlegertypen” - vom Kulturverleger zum Independent Verlag

Do 16 - 18 Uhr

Um 1900 entwickelte sich im Bereich der literarischen Verlage der Typus des Kulturverlegers. Für diese Verleger waren wirtschaftliche Interessen nachrangig, wichtiger war die Förderung des Kulturbuchs, enge Autor-Verleger-Beziehungen oder politische Überzeugung. Das Seminar will einige dieser Verleger in den Blick nehmen und vor dem Hintergrund von Bourdieus Theorie des literarischen Feldes analysieren. Betrachtet werden neben den bekannteren Kulturverlegern Samuel Fischer, Georg Müller, Reinhard Piper und Kurt Wolff, auch Kleinverlage, wie der Verlag Heinrich F.S. Bachmair oder Erich Mühsams Kain-Verlag. Davon ausgehend blicken wir auf einige der zahlreichen unabhängigen Kleinverlage der heutigen Verlagslandschaft, wie etwas den Blumenbar Verlag, den Verbrecher Verlag, den Verlag edition fünf oder den Maro Verlag. Auch hier sind Leidenschaft oder Affinität die treibende Kraft; die Verleger und ihre Mitarbeiter bewegen sich oft auf einem schmalen Grat zwischen Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung. In ihrem Selbstverständnis nehmen sich die heutigen Verleger die Verlegerpersönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts zwar nicht zum Vorbild, betonen aber immer wieder ihre Anerkennung für sie. Mit der folgende Aussage Kurt Wolffs (1887 – 1963) über sein verlegerisches Konzept stimmen junge Independent Verlage vielfach im Geist überein: „Man verlegt entweder Bücher, von denen man meint, die Leute sollen sie lesen, oder Bücher, von denen man meint, die Leute wollen sie lesen. Verleger der zweiten Kategorie, das heißt Verleger, die dem Publikumsgeschmack dienerisch nachlaufen, zählen für uns nicht – nicht wahr?“


Laura Mokrohs
Ausstellbarkeit von Zensur


Johannes Monse / Tom van Endert
Einfluss und Auswirkungen von Selfpublishing auf den Belletristikmarkt

Blockseminar

Die Anzahl der Veröffentlichungen durch Selfpublisher in der Belletristik wächst stetig und hat mittlerweile enorme Ausmaße angenommen. Ein Ende dieser Entwicklung ist keinesfalls in Sicht. Der immense Longtail-Umsatz dieser großen Titelmasse und zudem immer häufiger aufkommende Selfpublishing-Bestseller zwingen die etablierten Strukturen des Buchmarktes, sich des Phänomens anzunehmen - und zu reagieren. Der Kurs soll Ihnen einen Überblick über diese hochdynamische Entwicklung geben.


Dr. Helen Müller
Was ist ein Autor? Geschichte und Konzepte von Autorschaft

Mi 14 - 16 Uhr


Dr. Margit Roth
Das Sachbuch - Auslauf- oder Zukunftsmodell?

14-tägig, Fr 10 - 12 Uhr

Seit den 1960iger Jahren gibt es in den Spiegel-Bestseller-Listen eine eigene Kategorie „Sachbuch“. Nach einer Definition des damaligen Econ-Verlgers Erwin Barth von Wehrenalp versteht man unter Sachbuch „ein Werk, das, sachkundig geschrieben, einen oder mehrere Wissensbereiche einem breiten Leserkreis erschließt.“ Das Themenspektrum reicht von Politik über Psychologie zu Kochen, Gesundheit, Wirtschaft und Technik. Ziel des Seminars ist es, die unterschiedlichen Bereiche des Sachbuchs kennenzulernen und herauszuarbeiten, nach welchen Marktgesetzen die jeweiligen Warengruppen funktionieren. Folgende Fragen werden behandelt: Welche Bereiche wachsen, welche Bereiche verlieren durch die Informationsflut im Internet? Wer ist bereit, für welche Art von Information zu bezahlen und wie müssen diese Informationen aufbereitet sein? Wie wichtig ist die Person des Autors? Lässt sich Sachwissen heute nur noch über Prominenz verkaufen? Wir werden versuchen anhand unserer Erkenntnissen Strategien für die Programmplanung eines Sachbuchverlages abzuleiten.


Stefan Salamonsberger
Messekurs “Buch (wissen) stark in Frankfurt”

Mo 16 - 18 Uhr

Konzipieren, organisieren und repräsentieren: das Messeteam der Buchwissenschaft, die Munich Bookster, planen wieder einen starken Studiengangsauftritt auf der Buchmesse in Leipzig. Der Kurs ist für Studierende geeignet, die ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit, Kreativität und Teamfähigkeit mitbringen. Zu den Aufgaben zählen: Buchung von Reise und Unterkunft, Konzeption von Veranstaltungen und kreativen Events, Akquise von finanziellen Mitteln, Erarbeiten von Werbe- und Infomaterial und schließlich die Standbetreuung auf der Frankfurter Messe vom 10. bis 14. Oktober 2018. Darüber hinaus sollen Blog (munichbookster.wordpress.com), Facebook, Twitter und Instagram öffentlichkeitswirksam über das Team berichten. Melden Sie sich für diesen Kurs also bitte nur dann an, wenn Sie Spaß an der Konzeptentwicklung, Standbetreuung und vor allem Zeit für einen Messebesuch haben. Außer den geplanten Sitzungen im Semester können weitere Treffen im Vorfeld der Messe nötig sein.


Stefan Salamonsberger
Neukäufer, Buchabwanderer und Vielleser -Quo vadis Buchmarkt?

Blockseminar

Der Buchmarkt ist im Wandel. Die Digitalisierung verändert Produktion, Distribution und nicht zuletzt das Kauf- und Leseverhalten. Was sind die Gründe dafür? Warum finden immer weniger Menschen Zeit zum Lesen? Welche Rolle spielen (Print-) Bücher noch in der Gesellschaft? Die Übung gibt einen Einblick in unterschiedliche Studien und Statistiken, die gemeinsam analysiert und besprochen werden. Im Vorfeld bekommen die Teilnehmer kleine Aufgaben gestellt, die bis zu ersten Sitzung selbstständig erarbeitet werden müssen.


Dr. h. c. mult. Klaus G. Saur / PD Dr. Johannes Frimmel
Der Wissenschaftsverlag

Do 12 - 14 Uhr

Der Umbruch durch die Digitalisierung hat sich innerhalb der Verlagsbranche wohl auf kaum einen Bereich so stark ausgewirkt wie auf den Fach- und Wissenschaftsverlag. In den letzten Jahren entwickelten sich dort zahlreiche innovative und erfolgreiche Verlagsprodukte, Vertriebswege und Geschäftsmodelle. In der Vorlesung berichten Vertreter führender Fachverlage über ihr Unternehmen und die aktuelle Situation auf dem Fach- und Wissenschaftsbuchmarkt. Auch das Verhältnis der Verlage zu den Universitäten und wissenschaftlichen Bibliotheken soll thematisiert werden. Dazu kommt ein historischer Überblick über die Geschichte des Wissenschaftsverlages und seine Ausdifferenzierung im 19. Jahrhundert. Klaus G. Saur wird schließlich am Beispiel seines von ihm seit 1966 geleiteten Unternehmens die Geschichte des Wissenschaftsverlages in den letzten Jahrzehnten schildern.Der Umbruch durch die Digitalisierung hat sich innerhalb der Verlagsbranche wohl auf kaum einen Bereich so stark ausgewirkt wie auf den Fach- und Wissenschaftsverlag. In den letzten Jahren entwickelten sich dort zahlreiche innovative und erfolgreiche Verlagsprodukte, Vertriebswege und Geschäftsmodelle. In der Vorlesung berichten Vertreter führender Fachverlage über ihr Unternehmen und die aktuelle Situation auf dem Fach- und Wissenschaftsbuchmarkt. Auch das Verhältnis der Verlage zu den Universitäten und wissenschaftlichen Bibliotheken soll thematisiert werden. Dazu kommt ein historischer Überblick über die Geschichte des Wissenschaftsverlages und seine Ausdifferenzierung im 19. Jahrhundert. Klaus G. Saur wird schließlich am Beispiel seines von ihm seit 1966 geleiteten Unternehmens die Geschichte des Wissenschaftsverlages in den letzten Jahrzehnten schildern.


Stefanie Schelleis
Technik und Ästhetik der Buchherstellung (print und digital)

Blockseminar

Texten eine den Inhalten angemessene Form und Gestalt für unterschiedliche Publikationen zu geben, ist die Kernaufgabe der Herstellung eines Verlages. Design und Ausstattung, Qualität und Haltbarkeit, Kosten und Kalkulation spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die folgenden, daraus resultierenden Fragen werden in 2 Blockseminaren beantwortet:

  • wann ein Buch „schön“ gestaltet und qualitativ hochwertig ist
  • welche Möglichkeiten an Materialien, Ausstattungen, buchbinderischen Verarbeitungen, aber auch, welche verschiedenen Druckarten genutzt werden können und
  • wann welche dieser Möglichkeiten im Einsatz sinnvoll sind
  • wie man gute Gestaltung und Qualität eines Buches erkennen, benennen und beurteilen kann
  • ob ein Buch, weil es schön gestaltet ist, teuer sein muss
  • wie sich Kosten, Ladenpreise und Auflagenhöhen auf die Kalkulation auswirken
  • welche Rolle das e-Book spielt
  • warum das e-Book immer noch so aussieht, wie es aussieht und
  • warum das e-Book auch ein Segen für das gedruckte Buch ist

Das Seminar wird durch Skizzierung von Produktionsabläufen, Entscheidungsstrukturen und das Zusammenspiel der verschiedenen Abteilungen in einem Verlag ergänzt. Kleine praktische Übungen inklusive.


Rainer Schmitz / PD Dr. Johannes Frimmel
Der Literaturbetrieb und die Medienrevolution – Strukturen, Positionen, Perspektiven

Di 10 - 12 Uhr

Die literarische Öffentlichkeit in Deutschland in Zahlen und Fakten
Die Institutionen des Literaturbetriebs
Medienrevolution – was heißt das für die Literatur?
Wie das Netz das Schreiben verändert
Von Bestsellern, Bestsellerlisten und Ladenhütern
Literatur als Skandal, Ereignis und Inszenierung
Starmania und die Aufmerksamkeit als neue Währung
Wie kompetent, wie korrupt ist Literaturkritik?
Ersetzen Blogs, Fan-Sites, Facebook, Twitter & Co. die Literaturkritik?
Von Plagiaten und Fälschungen
Poesie und Polizei: Die Grenzen der Kunstfreiheit
Political correctness und die Folgen für die Literatur
Von Ghostwritern und Pseudonymen


Sabine Schulz
Einführung in die Buchmarkt- und Leserforschung/Marktforschung

Blockseminar

Big Data – Kundendaten ohne Ende. Je mehr davon, desto besser und glaubwürdiger! Ist das wirklich notwendig? Oder kann Marktforschung auch mit kleinem Budget valide Ergebnisse liefern? In diesem Seminar lernen Sie unterschiedliche Methoden in Theorie und Praxis kennen, die sich schnell in den Verlagsalltag integrieren lassen. Lernen Sie Ihre Kunden besser kennen. Produktideen und Konzepte können während des Entstehungsprozesses laufend bei der Zielgruppe abgefragt und getestet werden. Das führt zu mehr Sicherheit in der Produktentwicklung. Entscheidungsgremien werden leichter überzeugt und der Kostenaufwand bleibt in einem überschaubaren Rahmen. Programm
Warum überhaupt Marktforschung?
Was verbirgt sich hinter Big Data?
Small Data – kann man den Ergebnissen wirklich trauen?
Zielgruppen zum Anfassen
Marktforschungsmethoden mit Bordmitteln
Datenschutz nicht vergessen!
Praktische Anwendung


Ulrich Störiko-Blume
Wie funktioniert ein Kinder- und Jugendbuchverlag? – Motive, Macher, Mechanismen, Medien, Märkte

14-tägig, Mi 10 - 12 Uhr

Viele halten das Kinder- und Jugendbuch für eine niedliche Nische im deutschen Buchmarkt; tatsächlich stellt es seine zweitgrößte Sparte. Neben dem ökonomischen Gewicht spielt es eine entscheidende Rolle für den Lesernachwuchs. Die Forschung zeigt, dass nur diejenigen zu begeisterten Buchlesern und -käufern werden, die als Kind gern gelesen haben. Kinder- und Jugendbuchverlage gehören zu den Publikumsverlagen, stellen jedoch eine eigene „Szene“ dar. Noch nie wurden so viele (gute wie fragwürdige) Kinder- und Jugendbücher verlegt wie heute; die Bandbreite des Angebots reicht von Trivialität über solides Handwerk bis zu literarischer Finesse. Ausgehend von der Rahmenbedingung, dass die Adressaten dieser Bücher in den meisten Fällen nicht die Käufer sind, wird die Spannung zwischen Qualität und Quantität, zwischen Profil und Profit sowie zwischen immer gleichen Grundbedürfnissen von Heranwachsenden einerseits und verkündeten wie tatsächlichen Trends andererseits ausgelotet. Grenzen und Möglichkeiten der Adressierung an Zielgruppen (z. B. geschlechtsspezifisch) werden untersucht. Die Berufsbilder in einem Kinder- und Jugendbuchverlag werden auch im Hinblick auf vermeintlich typische Männer- oder Frauenrollen analysiert. Es erfolgt ein Überblick über die wichtigsten Buchgenres und ihre Spezifika: Bilderbücher, Kinderbücher, Jugendbücher und Bücher für junge Erwachsene. Der Blick in die Szene umfasst auch die neueren Entwicklungen und Herausforderungen, z. B. Auswirkungen der Digitalisierung auf Buchhandel und Verlage sowie auf die Rollen der Autoren, Lektoren und Vermittler.


Martin Thierer
Das Kunstbuch

14-tägig, Di 18 - 20 Uhr

Das verlegerische Vorgehen im Bereich des Kunstbuchs unterscheidet sich teils deutlich von den Anforderungen und Strategien in der Belletristik oder dem wissenschaftlichen Verlagswesen, zudem eröffnen sich zusätzliche Aufgabengebiete und Berufsfelder. Alle Komponenten einer erfolgreichen Verlagswirtschaft - von der Programmplanung und Finanzierung über die Vertragsgestaltung, Rechteklärung und Herstellung bis hin zu internationalen Koproduktionen und Vertriebswegen - sollen in dieser Veranstaltung unter dem speziellen Aspekt Kunstbuch vorgestellt und analysiert werden. Anhand von praktischen Beispielen werden die notwendigen Schritte erläutert, vom Konzept bis zum fertigen Buch.


Bettina Wörgötter
Lektorat in der Praxis

Blockseminar

Akquise, Redaktion, Autorenbetreuung, Vertragsverhandlung, Kalkulation, Promotion ... In dieser Übung soll nicht nur theoretisch gezeigt und verdeutlicht werden, wie der tatsächliche Arbeitsalltag im Lektorat (Buchverlag) aussieht, sondern es werden auch ganz konkrete Aufgaben des Lektorats erarbeitet und erprobt. Vom Verfassen eines Gutachtens über die Erfindung von Titelvorschlägen und Coverideen bis hin zur Produktion eines Vorschautextes und zur Vorstellung eines Buches in der Vertreterkonferenz.