Buchwissenschaft
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Lehrveranstaltungen Wintersemester 2013 / 2014

Birgit Bramlage
E-Publishing

Blockseminar

Digitale Formate wie E-Books, Apps, Blogs oder Online-Portalen sind aus der heutigen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken, werden ausprobiert und bieten vielfältige Optionen, Inhalte für das Internet, für Tabletts und Smartphones bereitzustellen. Gefragt sind neue, je nach Produktform ganz unterschiedliche Denk- und Planungsansätze. Diese Marktchancen fordern von Mitarbeitern in Medienunternehmen das grundlegende Umdenken in bestehenden Prozessen und Kommunikationsstrukturen, die Optimierung der Workflows, das Entwickeln neuer Vermarktungskonzepte sowie die Erweiterung der Kundenkreise. Medienunternehmen wie z.B. Verlage stehen deswegen vor der Herausforderung, E-Publishing Know-how im eigenen Unternehmen nachhaltig aufzubauen. In diesem Blockseminar E-Publishing wird es um Ansätze in der Strategieentwicklung und konzeptionellen Entwicklung von Online-Produkten, um die Vermarktung und redaktionelle Betreuung der Produkte sowie deren technische Umsetzung gehen.


Dr. Sandra Ebert
Markt- und Werbepsychologie

Blockseminar

Verlage stehen heute vor der Herausforderung, sich auf einem Markt behaupten zu müssen, der einerseits von starken Sättigungserscheinungen und andererseits von starken Veränderungen durch technologische und gesellschaftliche Umbrüche gekennzeichnet ist. Traditionelle Marketingmethoden zeigen hier immer öfter nicht mehr den gewünschten Erfolg. Einen Ausweg bietet die Markt- und Werbepsychologie. Sie stellt den Verlagen ein Bündel an Möglichkeiten zur Verfügung, um auf schwierigen Märkten erfolgreich agieren zu können.

Das Seminar verfolgt zwei Ziele:

  1. Bei den Studentinnen und Studenten ein Bewusstsein für die psychologischen Mechanismen zu schaffen, die häufig hinter Verhalten und Wahrnehmung der Buchkäufer stehen und
  2. das für das Verlagswesen relevante markt- und werbepsychologische Grundwissen praxisnah und anwendungsbezogen zu vermitteln, so dass das Erlernte später auch im beruflichen Alltag sicher eingesetzt werden kann.

Zahlreiche Übungen, Praxisarbeiten und anschauliche Beispiele sind deshalb fester Bestandteil des Seminars. Themen werden unter anderem sein: Psychologische Abläufe beim Konsumenten, Wahrnehmung (z.B. wahrnehmungspsychologisch sinnvolle Buchgestaltung), markt- und werbepsychologisch ausgerichtete Marketing-Mix-Instrumente, Markenbildung, Zielgruppenanalyse etc.


Bernhard Fetsch
Marketing und Vertrieb I: Marketing für Buchverlage. Theorie und Umsetzung aus Sicht von Publikumsverlagen

Blockseminar

Was meinen die deutschen Publikumsverlage, wenn sie von “Marketing” sprechen? Dieses Seminar vermittelt in einer abwechslungsreichen Mischung die theoretischen Grundlagen und zeigt, wie diese heute in der Praxis umgesetzt werden.

Lernziel: Vermittlung der Grundlagenkenntnisse zu Produktgestaltung, Preisfindung, Kommunikation und Distribution samt einem Exkurs zum Thema Marke. Ausgehend von zeitgemäßen Ansätzen der Zielgruppenbeschreibung wird die Analyse des Kundenverhaltens und der Marktentwicklung erarbeitet.

Erkenntnis des Seminars wird auch sein, wie Marketing die Abläufe eines Verlages zugleich steuert und grundlegend verändert: bisher bekannte Abläufe, Berufsbilder und Arbeitsweisen sind zu überdenken, um als Publikumsverlag auch in Zukunft erfolgreich zu bestehen.


Dr. Johannes Frimmel
Aktuelle Forschungsfragen

Do 12 - 14 Uhr

Das Forschungsseminar richtet sich an BA-Buchwissenschaftler, die ihre Abschlussarbeit vorbereiten. In diesem Seminar werden Forschungsthemen, Methodik und Aufbau der Arbeiten erörtert, wobei die Teilnehmer die wissenschaftlichen Exposés für angemeldete Abschlussthemen zur Diskussion stellen. Zusätzlich werden ausgewählte relevante wissenschaftliche Neuerscheinungen vorgestellt.


Dr. Johannes Frimmel
Lektürekurs 1

Mi 14 - 16 Uhr

Im Lektürekurs werden Grundlagenwerke und Neuerscheinungen aus dem Themenfeld der Buch- und Medienforschung vorgestellt und kritisch diskutiert. Darüber hinaus werden für ausgewählte Bücher Literaturkritiken bzw. wissenschaftliche Rezensionen geschrieben. Ziel des Kurses ist es, die Fähigkeit zu verbessern, mit wissenschaftlicher Literatur umzugehen.


Prof. Dr. Christine Haug
Forschungsseminar für BA-Studierende (und Diplom-Buchwissenschaftler)

Mo 14 - 16 Uhr

Das Forschungsseminar richtet sich an Studierende des BA-Buchwissenschaft und Diplom-Buchwissenschaft im fortgeschrittenen Semester, die unmittelbar vor der Anmeldung zu ihrer BA-Arbeit stehen. Im Seminar wird über die Anfertigung eines wissenschaftlichen Exposés (als eine Vorstufe der BA-Arbeit), über wissenschaftliche Methoden und Theoriebildung gesprochen, die Teilnehmer haben die Gelegenheit, ihre Themen in der Gruppe zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Darüber hinaus wird die Anfertigung einer wissenschaftlichen Buchrezension geübt, die als eine Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss des BA-Abschlussmoduls darstellt.


Prof. Dr. Christine Haug
Echt oder falsch/ legal oder illegal - zwischen Reproduktion, Fälschung und Plagiat

Di 8 - 10 Uhr

Gehören Autorschaft und Literatur mit Beginn des digitalen Zeitalters bereits der Vergangenheit an? Ist nicht jeder Text, jeder Satz und jedes Wort nicht wenigstens einmal schon gesagt, geschrieben und gedruckt worden? Gibt es noch Raum für ein selbstschaffendes Subjekt? Leben wir längst in einer Gesellschaft des Teilens, wie Jeremy Rifkin in seinem Buch The Age of Access (2000) konstatierte? Welche Ideen haben wir von Originalität, Authentizität, Autorschaft und Arbeit im digitalen Zeitalter? Die Thematik Plagiat und geistiges Eigentum ist für die Zusammenführung der Problematik von Autorschaft mit dem ökonomischen und juristischen Gesellschaftsfeld von großer Bedeutung. Wo verlaufen denn die Konfliktlinien zwischen Autorschaft, Wirtschaftsinteressen und Recht.
(Bei Interesse besteht das Angebot der Teilnahme an der IBG-Jahrestagung Das Plagiat- Ein multidisziplinäres Forum am 07.-08.11.2013 in St. Gallen). Eine abschließende Blockveranstaltung findet am FR, 17.01./18.01.2014 mit Prof. Dr. Vincent Kaufmann (MCM Institut St. Gallen) und Prof. Dr. Philipp Theisohn (ETH Zürich) sowie Dr. Konstantin Wegener (Medienanwalt München) statt.


Prof. Dr. Christine Haug
Vertiefungskolloquium / Vertiefungsveranstaltung MA-Buch- und Medienforschung

Mi 10 - 12 Uhr

Im Vertiefungsseminar widmen wir uns der Marke. Marken gelten als Fetische des Konsums und sind Gegenstand soziologischer Untersuchungen. Längst haben sich Verlage als Marke bei den Konsumenten eingeprägt, denkt man nur an die Verlagsprodukte Dr. Oetker oder Baedeker. Es stellt sich nicht nur die Frage, ob die Produkte eines Verlages (u.a. Buchreihen, Ratgeberliteratur, etc.) als Marke fungieren, sondern auch die Verlage selbst. Wie sehen Markenpolitik und die Bewerbung von Markenprodukten im Literaturbetrieb aus? Grundlagentexte, die im Vertiefungsseminar durchgearbeitet werden (das Seminar geht also mit einer hohen Lesebereitschaft einher), sind die von Kai-Uwe Hellmann.


Prof. Dr. Christine Haug
Oberseminar für MA-Studierende (MA Verlagspraxis, MA Buch- und Medienforschung)

Blockseminar

Das Forschungsseminar richtet sich an Studierende beider MA-Studiengänge Buchwissenschaft (Buch- und Medienforschung und Verlagspraxis) im fortgeschrittenen Semester, die unmittelbar vor der Anmeldung zu ihrer MA-Arbeit stehen. Im Seminar werden mögliche wissenschaftliche Fragestellungen für eine MA-Arbeit ebenso entwickelt und diskutiert wie Forschungsansätze, Forschungsmethoden und Theorien. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit, ihre Themen in der Gruppe zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.

Anmerkung: Eine Prüfung im Oberseminar ist erst in dem Semester zu erbringen, in dem auch die Masterarbeit verfasst wird (i.d.R. im vierten Semester).


Prof. Dr. Christine Haug
Grundlagen der Buchhandels- und Verlagsgeschichte von der Erfindung des Buchdrucks bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Mo 8 - 10 Uhr

Die VL führt in die Geschichte des Buchhandels- und Verlagswesens im deutschsprachigen Raum von seinen Anfängen (hier vom Übergang von der Handschriftenkultur zum Buchdruck im 15. Jh.) bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein. Es gilt die wichtigen Entwicklungsphasen, Innovationsschübe und Zäsuren im Buch- und Verlagswesen darzustellen, die Herausbildung von buchhändlerischen Handelsmodellen und Geschäftsusancen aufzuzeigen und am Beispiel von einzelnen Verlagsfirmen zu verifizieren. Einen wichtigen Stellenwert nehmen die Ausgangsbedingungen für die allmähliche Entstehung des Urheberrechtsgedankens im ausgehenden 18. Jahrhundert sowie der wirkungsmächtige Modernisierungs- und Professionalisierungsprozess ein, den die Verlagsbranche im 19. und 20. Jh. durchlaufen hat (bspw. Gründung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Entstehung von Bahnhofs-, Reise- und Warenhausbuchhandel). Ein letzter Blick richtet sich auf die Entwicklung der Verlagsbranche vor dem Hintergrund der hochvirulenten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Diskurse und rechtlichen Rahmenbedingungen in den Jahren der Weimarer Republik und während des Nationalsozialismus.


Dr. Harald Henzler
Projekt zur Marktforschung

Blockseminar

Die Medienlandschaft existiert schon längst nicht mehr in den Grenzen derVerlagswelt. Jeder Leser ist auch Autor und damit Produzent. In diesem Projekt soll mit praktischen Übungen gezeigt werden, wie man einen Einblick in den Markt erhält. Denn für Medienunternehmen gilt es ja nach wie vor, dass sie Geld verdienen wollen. Sie müssen den Markt und seine Kunden also richtig einschätzen, um das passende Geschäftsmodell für ihr Unternehmen daraus abzuleiten.


Fabian Kern
Medienbrüche/Medienkongruenzen

Blockseminar

Ausgelöst durch den Durchbruch des Internet als Kommunikationsmedium und die dadurch bedingte Digitalisierung aller zentralen Medien hat sich in den letzten Jahren eine Medienrevolution angebahnt, die in ihren ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen nur der Erfindung des Buchdrucks vergleichbar ist. Die Transformation vom gedruckten zum digitalen Medium über alle Informationsbereiche hinweg ist dabei die Folie, vor der das Thema Medienbrüche und Medienkongruenzen zu denken ist. Vor welchem technischen Hintergrund und auf Basis welcher digitalen Ökosysteme spielt sich die momentane Entwicklung ab? Wie verändert die ubiquitäre Verfügbarkeit von Medien über das mobile Internet die Medienrezeption? Welche Auswirkungen haben die Vermischung der Rollen von Autoren und Lesern und der weitgehende Wegfall von Gatekeepern auf die Medienproduktion? Verschwimmen in der Durchmischung von Medien mit sozialen Netzwerken auch die Grenzen der Medien an sich? Dies sind nur einige der Fragen, die wir anhand von vielen aktuellen Fallbeispielen aus den unterschiedlichsten Bereich der modernen Medienwelt diskutieren wollen.


Stephan Kilian / Andreas Kurzal
Mediennutzungs- und Leserforschung

14-tägig, Mi 18 - 20 Uhr

Abgestimmt auf zweite Übung im Modul P6 (Theorien und Methoden der empirischen Sozialforschung) werden hier konkrete Studien zur Offline- und Onlinemediennutzung durchgesehen und auf die praktische Verwertbarkeit geprüft. Dabei werden die Unterschiede zwischen beruflicher Lektüre (in Fachmedien) und privaten Lesegewohnheiten genauso betrachtet wie die Herausforderung bei der Umsetzung der Erkenntnisse in konkrete Verlagsprodukte und –angebote.


Christine Knödler
Schreiben für den Rundfunk – Konzept einer Kinderliteratur-Sendung

14-tägig, Di 18 - 20 Uhr

Jährlich fluten bis zu 8.500 Neuerscheinungen den Kinder- und Jugendbuchmarkt. Doch wie verschafft man sich einen Überblick? Wie wählt man aus? Und vor allem: Wie bringt man die (richtigen) Bücher an die Kinder? Nach wie vor wird weitgehend darüber spekuliert, was Kinder lesen, was sie freiwillig lesen, welche Themen sie von sich aus interessieren. Erschwerend hinzu kommt, dass Kinder- und Jugendliteraturkritik und -vermittlung nicht in jedem Medium gleich funktioniert. Folgende Fragen ergeben sich also: Für welches Publikum soll die Sendung sein? Wie spricht man mit Kindern, wie spricht man sie an? Wie baut man einen Beitrag – im Radio, für Kinder? Wie schreibt man ein Manuskript? Wie liest man ein? Wer macht was im Studio?

Diese und andere Fragen werden der Leiter des BR Kinderfunks, Kai Frohner, und die Kritikerin Christine Knödler beantworten. Dafür werden diverse Beiträge und Sendungen angehört und analysiert, eigene Texte geschrieben und aufgezeichnet, Interviews geführt, ein BR-Studio besucht, sowie ein Sendungs-Konzept erstellt. Ziel der Übung ist es, eine ½-Stunden-Sendung über Kinderliteratur für den Kinderfunk zu entwickeln und zu produzieren.


Dr. Wolfgang Lent / Dr. Konstantin Wegner
Urheber-, Verlags- und Medienrecht

14-tägig, Do 18 - 20 Uhr

Welche Rechte hat ein Autor? Was steht in einem Verlagsvertrag? Welche Bildrechte sind beim Abdruck von Fotos beachten? Diese und andere Fragen spielen in der Verlags- und Medienpraxis eine große Rolle. Die Lehrveranstaltung bietet anhand von Übungsfällen und Beispielen eine Einführung in die entsprechenden Rechtsgrundlagen. Sie gibt Hilfestellungen für die spätere Verlagsarbeit, vermittelt aber auch rechtliches Basiswissen für freie Tätigkeiten in der Verlags- und Medienbranche. Die Lehrveranstaltung gliedert sich in zwei Teile:

Teil A: Urheberrecht

  • Geschützte Werke, Leistungsschutzrechte, Schutzdauer
  • Urheberschaft, Urheberpersönlichkeitsrechte und wirtschaftliche Verwertungsrechte
  • Schranken des Urheberrechts
  • Typische Verträge (z.B. Verlagsvertrag, Übersetzervertrag, Lizenzvertrag)

Teil B: Presserecht und Persönlichkeitsrecht

  • Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit, Pressefreiheit
  • Fallgruppen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts (z.B. Recht am eigenen Bild, Schutz der Intim- und Privatsphäre)

Dr. Andreas Meyer / Tom Erben
Marke und Marketing in Zeiten der Digitalisierung

Blockseminar

Die Buchindustrie befindet sich in einem Umstrukturierungsprozess, der nicht nur die bisherigen Wertschöpfungs-Modelle, sondern die Identität der Branche als solche in Frage stellt. Treiber dieses Prozesses sind – in der öffentlichen Diskussion gerne vergessen – die Leser und ihre stark veränderten Bedürfnisse und technischen Möglichkeiten.

Das Seminar bezieht sich auf aktuelle Fragen des Marketingmix und der Markenführung:

  • Wie sehen die zentralen Elemente des „digitalen Marketingmix“ aus?
  • Veränderung des Absatzmarketing: „Point of Sales goes digital“ – werden Verlage zu Händlern, und wenn ja, was bedeutet das?
  • Veränderung der Marketingkommunikation: wie lassen sich welche Zielgruppen in Zukunft optimal ansprechen?
  • Welche Bedeutung hat das Thema „Marke“ zukünftig im Buchmarkt - zunehmend ohne physisch-haptische Produkte?
  • Welche neuen Chancen bietet “digitale Markenführung“ – und wie kann dennoch eine Einbindung des Sortimentsbuchhandels aussehen?

Methodik: Praktische Übungen und Analysen anhand konkreter Beispiele und Case Studies bestimmen die Arbeit im Seminar.


Dr. Katharina Osterauer
Grundkurs Buchwissenschaft

Do 10 - 12 Uhr

Der (Pflicht-)Grundkurs führt Erstsemester in Fachstruktur, Geschichte und Inhalte der Buchwissenschaft ein und vermittelt allgemeine Studienfähigkeiten wie Recherchieren und Bibliographieren, wissenschaftliches Arbeiten und gängige wissenschaftliche Präsentationstechniken.


Dr. Katharina Osterauer
Messekurs

14-tägig, Do 14 - 16 Uhr

Der Auftritt auf den Buchmessen in Frankfurt/M. und Leipzig ist längst ein fester und überaus wichtiger Bestandteil der Buchwissenschaft. Auf den Messen treten Sie nicht nur in Kontakt zur Branche, sondern auch zu den buch- und medienwissenschaftlichen Studiengängen anderer Universitäten.
In dem Kurs wird dieser Auftritt in allen Facetten organisiert und vorbereitet. Dies bedeutet, dass von den Teilnehmern des Kurses auch erwartet wird, auf der Leipziger Messe vom 13. bis 16. März 2014 für die Standbetreuung zur Verfügung zu stehen, um dort unseren Studiengang zu vertreten. In diesem Kurs werden u.a. Ideen für Veranstaltungen gesammelt und entwickelt, Subventionsmittel organisiert und Werbe- und Infomaterial erarbeitet. Die Art und Weise des Messeauftritts hängt somit wesentlich von Ihrem Engagement und Ihrer Kreativität ab. Melden Sie sich für diesen Kurs also bitte nur dann, wenn Sie Freude an der Konzeptentwicklung, Standbetreuung und vor allem Zeit für einen Messebesuch haben. Außer den geplanten Sitzungen im Semester können weitere Treffen im Vorfeld der Messe nötig sein. Der Kurs ist sowohl für BA-Studenten als auch für MA-Studenten gedacht. Bitte bedenken Sie, dass die aktive Teilnahme an diesem Kurs für diejenigen Studenten, die mit unserem Messeteam den Studiengang Buchwissenschaften der LMU auf der Leipziger Messe vertreten wollen, obligatorisch ist.


Dr. Katharina Osterauer
Wissenschaftliches Schreiben/Argumentieren

14-tägig, Fr 14 - 16 Uhr

Der Kurs ist ein Zusatzangebot für alle Studenten der Buchwissenschaft. Sowohl MA-Studenten als auch BA-Studenten haben hier die Möglichkeit grundlegende Kompetenzen im wissenschaftlichen Schreiben und Argumentieren zu erwerben und zu vertiefen. Für das Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten - egal ob Hausarbeiten, Thesenpapiere oder Abschlussarbeiten (Bachelor und Master) - gibt es allgemeine Regeln. Das Seminar soll anhand konkreter Textbeispiele und praktischer Übungen mit den verschiedenen Anforderungen wissenschaftlichen Schreibens vertraut machen: Kritischer und korrekter Umgang mit Quellen- und Forschungsliteratur, wissenschaftliche Sprache, Verknüpfung von Thema und Theorieansätzen bzw. theoretischen Argumenten, Verfolgen von klaren Argumentationslinien. Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, praktische Übungen aktiv mitzugestalten und eigene Texte zu erstellen.


Dr. Slávka Rude-Porubská
Übersetzungsanthologie

Di 10 - 12 Uhr

Das Publikationsformat der Anthologie wird im Allgemeinen mit der Vorstellung einer Auslese verbunden. Hier werden - unter dem Siegel literarischer Qualität - häufig neue literarische Strömungen, Gattungen oder Regionen vorgestellt. Bei Anthologien mit übersetzten Texten fallen sodann zwei Auswahlakte zusammen: Der Übersetzungswissenschaftler Anthony Pym siedelt die Übersetzungsanthologien an dem Ort der “intersection of translating and anthologizing” an.
Im Seminar werden Übersetzungsanthologien als Medien des internationalen Literaturtransfers betrachtet. Dabei stehen die Fragen nach den unterschiedlichen Kriterien der Textauswahl sowie nach (möglichen) Tendenzen anthologischer Rezeption im Vordergrund: Inwieweit spielen politische Vorgaben oder Erwartungen des Absatzmarktes in der Zielkultur eine Rolle? Wie findet die (Re)Kontextualisierung der übersetzten Texte in der Zielkultur statt? Welche Lektüremuster lassen sich ausmachen, welche Instrumente der Leserlenkung kommen zum Einsatz?
Die SeminarteilnehmerInnen werden gebeten, sich in der vorlesungsfreien Zeit einen Überblick zu Übersetzungsanthologien fremdsprachiger Literaturen ins Deutsche (vorrangig aus dem 20. und 21. Jahrhundert) zu verschaffen. Ein ausgewählter Anthologietitel ist in die erste Seminarsitzung mitzubringen - Der im Seminar zu behandelnde Korpus wird in der ersten Sitzung aus den Vorschlägen der SeminarteilnehmerInnen erstellt.


Dr. Slávka Rude-Porubská
Theorien und Methoden der empirischen Sozialforschung

Di 14 - 16 Uhr

Der Kurs ist als eine grundlegende Einführung in das methodische Repertoire der empirischen Sozialforschung in der Buchwissenschaft konzipiert. Durch die Lektüre und kritische Auseinandersetzung mit aktuellen, empirisch-basierten Studien wird erstens das thematische Spektrum von buchwissenschaftlichen Fragestellungen und Forschungsfeldern erschlossen, das mit Hilfe empirischer Methoden erfasst und analysiert werden kann. Zweitens werden für die eigenen Untersuchungen der Studierenden (beispielsweise für Seminar- oder Masterarbeiten) entsprechende Forschungsdesigns entwickelt, die die Seminarteilnehmer befähigen, im Rahmen eigenständig geplanter und durchgeführter empirischer Forschungsvorhaben Daten zu generieren, auszuwerten und zu präsentieren.
Im Zentrum steht dabei das Verfahren der Befragung (mittels Fragebögen oder Interviews); die Studierenden werden bei der Erstellung von Fragebögen, bei der Durchführung von Befragungen sowie bei der Auswertung des gewonnenen Datenmaterials begleitet. Ebenso werden auch die Techniken der sachgerechten Aufarbeitung der Daten/der Befragungsergebnisse und deren grafische Präsentation vermittelt und eingeübt.


Dr. Jürgen Schechler
BWL in der Verlagspraxis

Mi 8 - 10 Uhr

Das Seminar wendet sich an fortgeschrittene Studenten mit großem Interesse an Fragen der Betriebswirtschaft. In der Kürze der Zeit können aus den BWL-Funktionsbereichen nur spezifische Ausschnitte der gesamten Betriebswirtschaftslehre behandelt werden (u.a. Führung, Planung, Controlling, Marketing). Auf die reale Verlagswelt zugeschnittene Konzepte, Modelle und Systematiken werden besprochen und anschließend im Hinblick auf folgende Fragen diskutiert:

  • Welche betriebswirtschaftlichen Konzepte werden in der Verlagspraxis wie (pragmatisch) angewendet?
  • Wie sehen Abläufe und Verantwortungsbereiche aus?
  • Können damit zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden?

Dr. Christina Scherer
Fantasy-Kinder- und Jugendliteratur im Medienverbund

Blockseminar

Das (Sub-)Genre der Fantasyliteratur erfreut sich bei Kindern und Jugendlichen seit einiger Zeit ungebrochener Beliebtheit. Dabei spielen die zunehmende intermediale Vernetzung und der Medienwechsel beispielsweise in Form von Verfilmungen und Computerspielen eine wichtige Rolle. Im Seminar sollen Strukturen, Themen und Motive der Fantasy untersucht und anhand von Beispielen die historische Entwicklung des Genres nachverfolgt werden: von Alice’s Adventures in Wonderland über The Chronicles of Narnia und The Lord of the Rings bis hin zu Die unendliche Geschichte (1979), Harry Potter, der Twilight-Serie und weiter. Dabei wird auch zu fragen sein, wie sich die ‘Skripts’ literarischer Fantasy im Medienverbund verändern.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit an allen Terminen des Blockseminars.


Rainer Schmitz / Prof. Dr. Christine Haug
Literaturbetrieb in den Medien

Di 10 - 12 Uhr

Wie bekommen Bücher eine Öffentlichkeit?Kurze Übersicht über den Buchmarkt (Zahl der Titel, Verlage, Buchhandlungen); Überblick über die Medien (Print, Hörfunk, TV, Internet); ein Blick in andere Länder
Was ist Literaturkritik?Was ist „gute“ Literatur, was „schlechte“?Selektionskriterien; Formen der Literaturkritik; Balkanisierung der Literaturkritik
Glanz und Elend der Bestsellerei:Bestsellerlisten und Bestenlisten;
Inszenierung globaler Bestseller; die Rolle der Agenten; Verfilmungen, Übersetzungen und kultureller Transfer
Poesie und Polizei:Bücher vor Gericht (die großen Prozesse: von Madame Bovary bis Esra);
Bücherverbote und Zensur früher und heute; Literaturkritik vor Gericht
Literatur als Skandal:Schlüsselromane und Verletzung von Persönlichkeitsrechten; Fälschungen und Plagiate; Mystifikationen und Pseudonyme; Ghostwriting
Literatur als Event:Literaturpreise, Netzwerke der Juroren; Lesungen; Festivals; Buchmessen;Literaturhäuser; creativewriting: Kann man literarisches Schreiben lernen?
Medien-Hypes:Literarische Ereignisse, Sensationen, Meisterwerke, krachende Debüts, neue Kafkas, Fräuleinwunder, literarische Wunderkinder (Beispiele aus Vergangenheit und Gegenwart)
Kampf um den Olymp:Szeneliteratur, Kultbücher und Kultautoren; Kanon-Debatten; Dichterfürsten und Literaturpäpste; Dichterverehrungen; literarische Gesellschaften
Literatur digital:e-books und e-publishing: Revolutionierung des Buchmarktes; verändert das Netz das literarische Schreiben? Tendenzen im Netz: Projekt Gutenberg, Google Book Research, europeana.eu, andere Digitalisierungsprojekte und mögliche Folgen
Moderiertes Fachgespräch:Zwei bekannte Journalisten aus Rundfunk und
Fernsehen berichten aus ihrer Praxis


Rossi Schreiber
Aspekte der Buchbranche

14-tägig, Mi 14 - 16 Uhr

Gastredner aus der Praxis stellen ihre speziellen Ansätze und Tätigkeitsfelder vor und beantworten Fragen. Wir hören z.B. Literaturagenten, Rezensenten, freie Lektoren, Nischenverleger. Ziel der Veranstaltung ist es, wichtige Bereiche der Branche in konkreten Fallbeispielen vorzuführen. Es dürfen inhaltliche Wünsche geäußert werden.


Sabine Schulz
Transformationsprozesse in der Buch- und Medienbranche: Programmplanung Fachbuch- vs. Ratgeberverlag

Blockseminar

Sie lernen wichtige Werkzeuge für die Programmanalyse und -planung in Verlagen und erarbeiten die Parallelen und Unterschiede in der Programmplanung zwischen Fachbuch- und Ratgeberverlagen. Wie im richtigen Lektorat konzipieren Sie eine neue Reihe oder einen Einzeltitel unter Beachtung der entsprechenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Praktische Übungen sollen zuhause und im Seminar inkl. kleiner Präsentationen gemacht werden.


Klaus-Peter Stegen
Grundlagen des Verkaufens im Buchhandel: “Ganzheitliches Zielgruppen-Marketing und beispielhafte Geschäftsmodelle aus der Praxis”

Blockseminar

Anhand von Praxisbeispielen aus den Bereichen Fachmedien, Kinder-und Jugendbuch sowie Wörter-und Sachbuch werden erfolgreiche Kampagnen vorgestellt und mit einer Projektaufgabe konsequentes und ganzheitliches Zielgruppen-Denken erarbeitet.


Alexander Strathern
Verlegerischer Weitblick und kaufmännische Umsicht: die Kunst des Verlagsmanagements

14-tägig, Di 18 - 20 Uhr

Die Anforderungen an das Verlagsmanagement haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Hunderttausend Neuerscheinungen im Jahr allein in Deutschland und die steigende Anzahl an (konkurrierenden) Verlagen erfordern eine klare Unternehmensstrategie, die es einem Verlag ermöglicht, sich am Markt zu platzieren und zu halten. Das Seminar soll anhand zahlreicher Praxisbeispiele zeigen, welche Aufgaben im Management eines kleinen Verlags anfallen (Unternehmensstrategie, Programmplanung, Arbeitsfelder, Personalführung, Auf- und Ausbau des Geschäftsfelds E-Book, Kalkulation von Projekten usw.) und wie diese sinnvoll in ein Gesamtkonzept integriert werden können.


Patrick Tümmers
Aktuelle Fragen der Mediengestaltung

14-tägig, Fr 10 - 12 Uhr

Medien vermitteln ihre Botschaften vor allem durch Bilder, durch Schrift und auch durch Töne. Die Anforderungen an die Mediengestaltung sind dabei nicht nur dem wandelnden Zeitgeist unterworfen, auch der technische Wandel stellt permanent neue Herausforderungen.
Die Fragen an die Typografie und speziell an die Lesetypografie sind, trotz des technischen Wandels, seit dem 15 Jh. nahezu die gleichen geblieben. Es haben sich im Laufe von Jahrhunderten Gesetzmäßigkeiten der Lesbarkeit und Leseführung gebildet, gegen die man nicht ungestraft verstoßen darf und die wir in dem Kurs durch Typografie-Sensibilisierung kennenlernen wollen.


Dr. Elisabeth Tworek
Literaturvermittlung auf der Basis der Exilbestände der Monacensia

Di 17 - 17 Uhr

Ein zeitgemäßes Literaturarchiv ist ohne ein fundiertes Konzept, wie die wertvollen Originalbestände der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, nicht denkbar. In der Monacensia werden die Exil-Nachlässe der Kinder von Thomas Mann - Klaus, Erika, Monika, Michael und Elisabeth Mann-Borgese - betreut.
Des weiteren besitzt die Monacensia die literarischen Nachlässe der Schriftsteller Oskar Maria Graf, Annette Kolb, Grete Weil, Bruno Frank, Hermann Kesten, Max Mohr u.v.m. Mit der Neukonzeption der Monacensia wird die Attraktivität der wissenschaftlichen Einrichtung als Lehr-, Lern- und Veranstaltungsort ausgebaut. Gleichzeitig ist die Monacensia seit vielen Jahren Impuls- und Ideengeber für Wissenschaft und Bildung.
Schwerpunkt des Seminars ist die Auseinandersetzung mit der Frage, wie eine zeitgemäße Literaturvermittlung der Exil-Bestände aussehen könnte und welche verschiedenen Zugänge bzw. Medien sich zur Literaturvermittlung am besten eignen. Die moderne Wissensvermittlung in multimedialer Art und Weise wird dabei ebenso berücksichtigt, wie der sorgfältige Schutz der Originalmaterialien. Im Seminar wird des weiteren die Möglichkeit geboten, den wissenschaftlichen Umgang mit Originalmaterialien kennenzulernen und zu vertiefen. Die Referentin Dr. Elisabeth Tworek leitet seit 1994 die Monacensia, das Literaturarchiv der Stadt München.


Ursula Welsch
Tutorium XML

Blockseminar Freitags


Armin Th. Wirth
Online-Buchhandel

14-tägig, Mo 16 - 18 Uhr

In sechs Veranstaltungen werden die Chancen und Herausforderungen im Online-Buchhandel betrachtet. Wer spielt welche Rolle? Welche Geschäftsmodelle und welche Technologien kommen aktuell zum Einsatz? Im Rahmen eines bewerteten, eigenen kleinen Projektes sollen sich die Studenten mit den aktuellen Konzepten aktiv auseinandersetzen.

  • Die großen und die kleinen Player: Amazon, Weltbild, Buch.de vs. der kleine regionale Spezialist
  • Die digitalen Player: Ciando, Libreka, texttunes mit Ihren eBooks und Apps
  • Die Shops der Verlags-Websites. Wie sehen mögliche Prozesse aus und welche Partner sind nötig? CMS, Auslieferungen, Payment, DRM, etc.
  • Social Media Marketing - vom Fan zum Käufer, Social Media Monitoring
  • Digitale Verlagsinhalte und Produkte im B2B: Lizenzen, Webservices, Affiliate-Programme
  • Online-Bibliotheken und Portale - mit beliebigen Geräten auf kostenpflichtige Inhalte zugreifen (Beispiel: Beck-Online)

Eberhard Wolf
Angewandte EDV: Von der Idee zum Cover.

Blockseminar Samstags

In diesem Seminar werden grundlegende kreative Schritte zur Umsetzung eines Buchcovers vermittelt. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Kunst der Covergestaltung und einem Blick in des aktuellen Designs werden Grundlagen in der Arbeit mit Adobe Indesign und Photoshop vermittelt. Diese gehen nicht in die Tiefe der Programme, sondern befähigen die Teilnehmer einen Coverentwurf zu realisieren.
Anhand eines vorgegebenen Themas werden Bilder recherchiert oder selbst produziert und anschließend zusammen mit der Typografie zu einem oder mehreren Buchumschläge vereinigt. Nach der Gestaltung erfolgt ein kurzer Exkurs in die Vorbereitung der Ergebnisse für den Druck. Anschließend werden die Ergebnisse in der Gruppe besprochen.


Ellen Zimmermann
Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Kommunikation im Wandel

14-tägig, Mi 14 - 16 Uhr

Grundlagen der Kommunikation und PR, Anforderungen an die Kommunikationspolitik/ mediengerechtes Kommunizieren, Klärung Begriffe und Abgrenzungen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im kompletten Marketing-Mix, Public Relations im Wandel der Zeit: von der klassischen PR zur Online-PR und Social Media (öffentlichkeitswirksame Aktionen)
PR im Alltag (Analyse, Strategie, Konzeption, Methoden, Instrumente), Rolle der Medien, Kommunikation mit Journalisten resp. Bloggern, Auftritt auf Messen: Produkt- und Event-PR, Vorbereitung Interviews, Pressekonferenzen etc.PR im Unternehmen – Unterschied externe zur internen PR (Mitarbeiterkommunikation) Krisenkommunikation, Zusammenarbeit mit Agenturen (Outsourcing, Agentur-Briefing)

Leistung:
Aktive Mitarbeit (Übungen zu den PR-Instrumenten und PR-Konzeption, Erstellung Pressetexte und Interaktion mit Journalisten, Bloggern bis zu social media Plattformen, Netzwerken mit Opinion leadern, Prüfungsform: Klausur zum Abschluss des Seminars