Buchwissenschaft
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Lehrveranstaltungen Sommersemester 2008

Thomas Bez

Buchhandel im Wandel – Dynamik der Betriebsformen

Fr 9.5., 14–18 (Bez); Fr 16.5., 14–18 (Bez); Fr 23.5. 14 - 18 (Halff); Fr 30.5., 14–18 (Philipp Neie); Fr 11.7., 14–18 (Bez), Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 09.05.2008

Was in den 1980er Jahren einmal als „Strukturwandel“ im Buchhandel beschrieben worden ist, hat gewaltig an Fahrt gewonnen. Die Konzentration im verbreitenden Buchhandel hat die Konzentration beim herstellenden Buchhandel längst eingeholt, ja sogar überholt. Doch es geht nicht nur um die Konzentration auf Buchkaufhäuser und Filialisten, sondern auch um das Auftauchen neuer Betriebsformen (z. B. im Internetbuchhandel oder im Handel mit gebrauchten Büchern), auf die sich die Verlage einstellen müssen, denn der „verbreitende Buchhandel“ ist für die meisten Verlage immer noch der wichtigste Partner beim Absatz ihrer Bücher (und anderer Verlagserzeugnisse). Das Internet hat neuen Schwung in den Direktabsatz gebracht und die buchhändlerischen „Nebenmärkte“ werden für einige Verlage immer wichtiger. In Großbritannien zeigt sich, wie sehr diese Nebenmärkte wachsen, wenn die Preisbindung gefallen ist.

Das Seminar richtet sich an alle Studentinnen und Studenten, die später im verbreitenden Buchhandel oder im Marketing/Vertrieb von (Buch-)Verlagen Karriere machen wollen; aber auch für zukünftige Lektoren und Hersteller ist es wichtig zu wissen, wie und wo ihre Verlagserzeugnisse verkauft werden.

Aufbaustudiengang (1) Diplomstudiengang BK

 

PD Dr. Michaela Braesel

Text und Buch. Innen und Außen – Buchgestaltung um 1900

Di 13 – 15 Uhr, Zentnerstr. 31, Raum 510 DG
Beginn: 15.04.2008

Die europäische Buchkunst der Jahre um 1900 soll an Beispielen aus der Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek untersucht werden. Die Beschäftigung konzentriert sich auf die Anliegen der Privatpressen, die als Reaktion auf den industriellen Buchdruck entstanden, auf die Analyse des Erscheinungsbilds des Buches mit den Komponenten Einband, Layout, Type, Initialgestaltung, Ornament und Illustrationen, sowie auf den Zusammenhang zwischen dem Inhalt und der Gestaltung bzw. den Illustrationen des Buches.Im Mittelpunkt stehen die englischen und deutschen Privatpressen. Daneben sollen auch Beispiele „moderner“ französischer und deutscher Buchkunst sowie von Künstler gestaltete Bücher betrachtet werden.Die Übung erfolgt jeweils in zwei Schritten. Die Vorstellung der Bücher erfolgt am jeweiligen Original in der Staatsbibliothek, die Einordnung, d. h. Vergleiche und Analyse im Seminarraum.
Literatur: Hernad, Béatrice / Maur, Katrin von: Ausst. kat. Papiergesänge. Buchkunst im zwanzigsten Jahrhundert. Künstlerbücher, Malerbücher und Pressendrucke aus den Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek München, Ausst. kat. 60, München 1992

Kommentar Prof. Dr. Christine Haug:
Frau PD Dr. Michaela Braesel lädt Sie zur Teilnahme an dieser Übung ein. Frau Braesel ist Kunsthistorikerin und beschäftigt sich intensiv mit Fragen der Buchgestaltung und Buchillustration.  Sofern Sie sich für diese Fragestellungen interessieren, wird die Übung zweifelsohne ein Gewinn für Sie sein, zumal Frau Braesel mit den Seminarteilnehmern auch mit den Beständen der BSB arbeiten wird. Sie können sich selbstverständlich einen Übungsschein von Frau Braesel ausstellen lassen, allerdings können wir diesen nicht mit Scheinanforderungen in der Buchwissenschaft verrechnen.

 

Aufbaustudiengang Diplomstudiengang

 

Tobias Busl

Texten

Fr 6.6. 12–18 Uhr, Schellingstr. 3, 312 RG, Sa 7.6. 10–16 Uhr Schellingstr. 3, 306 RG
Beginn: 06.06.2008

Texten gehört zu den Schlüsselqualifikationen für Marketing, Presse und Vertrieb. In diesem Workshop lernen Sie, mehr aus Ihren Texten zu machen. Das beginnt mit wichtigen Basics zum Texten. Sie werden erfahren, wie aus Produktmerkmalen kundenbezogene Vorteile abgeleitet und aus diesen Vorteilen Argumentationsketten erstellt werden. Anschließend erhalten Sie ein "Redigiertool", mit dem Sie jeden Text am Ende nochmal stilistisch überprüfen können. Und da beim Texten Üben den Meister macht, wird im Kurs viel selbst getextet: Headlines, Katalogtexte für Endkunden, Vorschautexte Newsletter... Voraussetzung ist also die Bereitschaft, selbst zu texten.

Aufbaustudiengang (1) Diplomstudiengang BK

 

Robert Gigler

Herstellung für Aufbau-Buchwissenschaftler: Projektrealisation

Do 10-12 Uhr, Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 17.04.2008

Das Herstellungsprojekt des Aufbaustudiengangs wird mit diesem Seminar laut der Planung vom Wintersemester fortgesetzt und erfolgreich abgeschlossen.

Aufbaustudiengang (1) UMB 

 

Dr. Wilhelm Haefs

Geschichte und Gegenwart der Bertelsmann AG: vom konfessionellen Kleinverlag zum Medien-Weltkonzern

Mo 16-18 Uhr, Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 21.04.2008

1835 im westfälischen Gütersloh gegründet, etablierte sich der C. Bertelsmann Verlag im 19. Jahrhundert im Bereich der (protestantischen) theologischen Literatur und der religiösen Volksaufklärung. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts erweiterte er sein Angebot um Belletristik und verlegte Romane aus dem Spektrum der Heimatliteratur und Völkischen Bewegung. Im Nationalsozialismus erzielte Bertelsmann mit Kriegsliteratur und ‚Bauernromanen’ hohe Auflagen, im 2. Weltkrieg avancierte er zum Marktführer im ‚Frontbuchhandel’ mit ‚Feldausgaben’ und ‚Feldpostheften’ und machte sogar dem Konzernverlag der NSDAP, Eher, Konkurrenz. Auf der zwangsweisen Schließung 1944 im Zusammenhang mit Korruptionsermittlungen fußte die nach dem Krieg verbreitete Legende vom ‚widerständigen’ Verlag, der problemlos die Lizenz von den Alliierten erhalten hatte. 1950 begann der neuerliche Aufstieg des Verlags, der immer wieder mit Erfolg neue Märkte erschloss, mit der Gründung einer Buchgemeinschaft; später kamen u.a. Lexika (im Bertelsmann Lexikon Verlag) und Zeitschriften hinzu, schließlich stieg der Verlag auch im Fernseh- (RTL) und Musikmarkt (BMG) ein. Ende des 20. Jahrhunderts vollzog der Bertelsmann-Konzern den Sprung zu einem modernen, global operierenden Medienkonzern.
Im Seminar soll es darum gehen, den Aufstieg eines kleinen deutschen Familienunternehmens zum Weltkonzern der Bertelsmann AG vor dem Hintergrund der politisch-sozialen Entwicklung sowie der Buch- und Mediengeschichte zu rekonstruieren und nachzuvollziehen. Dabei wird der Blick zu richten sein auf die sich verändernden Verlags- und Konzernstrukturen, auf Kontinuität und Wandel der Verlags- und Unternehmensphilosophie und auf die Konstruktion einer spezifischen ‚Unternehmenskultur’, auf die verlegerische Programmpolitik und auf den Stellenwert, der dem Medium Buch unter dem Konzerndach des Global Players noch zukommt: Die Verlagsgruppe ‚Random House’, bestehend aus insgesamt 120 Verlagen, darunter mehr als 30 deutschen – von DVA, Goldmann und Heyne bis zu Luchterhand, Manesse und Siedler – machte 2006 nur 10% des Gesamtumsatzes von knapp 20 Mrd. aus.

Aufbaustudiengang (3) Diplomstudiengang HS

 

Gernot Häublein

Arbeiten als freie(r) Lektor(in)

Fr 16.5. 10–14 Uhr, Fr 23.5. 10–14 Uhr, Fr 30.5. 10–14 Uhr, Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 16.05.2008

1992 gab es ca. 510.000 Freiberufler in Deutschland, 2002 waren es schon ca. 760.000, 2004 etwa 820.000. Davon stellen die Kulturberufe die größte Gruppe: ca. 187.000. Zu dieser Berufsgruppe gehört auch eine wohl vierstellige Zahl freier Lektor(inn)en, Tendenz: stark zunehmend, in den meisten Fällen "freigesetzt" von Verlagen, die fest angestellte Lektor(inn)en durch Produktmanager ersetzen und inhaltliche Lektorats-/Redaktionsarbeiten weitgehend an freie Dienstleister auf Honorarbasis delegieren.
Durch solch gezieltes Outsourcing und durch Hochschulabsolventen ohne Stellen wächst die selbständige Lektor(inn)enschar an und arbeitet zu krass unterschiedlichen Bedingungen in verschiedensten Tätigkeitsbereichen zwischen Korrekturlesen und Programmentwicklung. Im Jahr 2000 gründeten diese Freiberufler einen Berufsverband: Den "Verband Freier Lektorinnen und Lektoren (VFLL)".
Dieses Seminar wird sich sehr praxisorientiert mit dem Arbeitsalltag freier Lektor(inn)en, mit den Chancen und Problemen eines relativ jungen und kaum geregelten Berufsfeldes befassen:

  • Einstieg ins freie Lektorieren, Selbstorganisation, Starthilfen, Info- und Geldquellen, Steuern;
  • Soziales Netz für Freie: Künstlersozialkasse, Versicherungen, Interessenvertretung (Berufsverband, Gewerkschaft), Kooperationen;
  • Lektoratsprofil, Auftragsakquise, Kalkulation, Honorararten und Honorarverhandlung, Verträge;
  • Praktisches Arbeiten an nicht lektorierten und lektorierten Texten: Handwerkliche Ebenen und Hilfsmittel, Qualitäts- und Preisprobleme des "freien" Lektorats.

Zur Vorbereitung: Goetz Buchholz, Ratgeber Freie. Kunst und Medien. Berlin, 6. Aufl. 2002; links: www.ratgeber-freie.de, bzw. www.vfll.de, www.mediafon.net.

Teilnehmerbegrenzung: 16

Aufbaustudiengang (1) Diplomstudiengang BK

 

Günther Hansen

The Foreign Rights Business in Publishing

Sa 24.5. 10–18 Uhr, Schellingstr. 3, 306 RG, So 25.5. 10–16 Uhr, Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 24.05.2008

Selling translation rights is becoming more and more important  in a globalised publishing industry.

The seminar deals with the context of the foreign rights business within a publishing company; with the process of a translation agreement from marketing translation rights to final negotiations with foreign publishing houses and with global translation markets. The seminar will have a focus on cross-cultural communication as the basis of the customer relationship. Participants of the seminar will actively negotiate rights within different cultural perspectives. The seminar will have a focus on STM publishing. Participants are requested to prepare a little presentation on one country from “Richard D. Lewis, When Cultures Collide”.

The seminar will be held in English.    

Literature:
Lynette Owen, Selling rights
Richard D. Lewis, When Cultures Collide

Teilnehmerbegrenzung: 30

Aufbaustudiengang (2) Diplomstudiengang BK

 

Prof. Dr. Christine Haug

Literaturpolitik im Nationalsozialismus

Di 8 s.t. - 9 Uhr, Schellingstr. 3, 002 VG
Beginn: 15.04.2008

Zur Zeit des Nationalsozialismus galt der Literaturpolitik ein besonderes Augenmerk, ein Interesse, das sich in der Vielzahl der verschiedenen Institutionen spiegelt, die mit der Lenkung und Überwachung des literarischen Marktes beauftragt waren. In der Vorlesung gilt es, die verschiedenen Betätigungsfelder und Kompetenzbereiche der einzelnen Institutionen (Schrifttumsabteilung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda und der diversen parteiamtlichen Schrifttumsstellen) vorzustellen, aber auch die Positionierung der buchhändlerischen Berufsverbände, der Schriftstellerorganisationen und der Bibliotheken innerhalb der nationalsozialistischen Literaturpolitik. Während sich die Vorlesung zur Aufgabe macht, die Organisation des Literaturbetriebs, die Effizienz der Überwachung und Formen der Literaturkontrolle und Literaturlenkung überblicksartig darzustellen, werden wir im begleitenden Hauptseminar die Entwicklung der Nebenmärkte des Buchhandels fokussieren.

Aufbaustudiengang (3) Diplomstudiengang VL

 

Prof. Dr. Christine Haug

Literaturpolitik im Nationalsozialismus – Die Bedeutung der Nebenmärkte des Buchhandels (u. a. Warenhaus, Bahnhofs- und Kioskhandel)

Mi 10-12 Uhr, Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 16.04.2008

Während die Vorlesung in die Literaturpolitik im Nationalsozialismus sowie in dessen Organisations- und Überwachungsstrukturen einführt, werden im Seminar ausgewählte Themenfelder intensiv aufgearbeitet. Im Fokus stehen hier die Nebenmärkte des Buchhandels. Während des Krieges konnte die Versorgung der Bevölkerung mit Unterhaltungsliteratur z.B. nur durch die Wiedereröffnung der großen Warenhausleihbüchereien gewährleistet werden, die kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten noch geschlossen worden waren. Der Bahnhofsbuchhandel wiederum entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil des Programms „Kraft durch Freude“, zum Verkaufsschlager des Reise- und Versandbuchhandels avancierten Titel wie Adolf Hitlers „Mein Kampf“ und der Straßen- und Kioskhandel schließlich gehörte zu einer der wichtigsten Vermittlungsinstanzen für populäre Lesestoffe. Neben den „klassischen“ Nebenmärkten gilt das Augenmerk der Bedeutung und Organisation des Leihbuchhandels sowie den Organisationsstrukturen des Frontbuchhandels, der – wie bereits während des Ersten Weltkriegs – u. a. von den Bahnhofsbuchhändlern als zweites wirtschaftliches Standbein aufgebaut wurde.
Voraussetzungen: Der Besuch der Vorlesung ist Teilnahmevoraussetzung für das Hauptseminar!

Teilnehmerbegrenzung: 30

Aufbaustudiengang (3) Diplomstudiengang HS

 

Prof. Dr. Christine Haug

„Jeder Text ist von seiner typografischen Repräsentation hochgradig abhängig“ – Zur Werk- und Publikationsgeschichte bei Stefan George

Mo 12-14 Uhr, Schellingstr. 3, 306 RG
Beginn: 21.04.2008

In jüngster Zeit rückte Stefan George und sein Kreis wieder verstärkt in das Blickfeld der Literaturwissenschaft. Es fällt aber auf, dass die Publikations- und Werkgeschichte sowie die Publikationsstrategien Stefan Georges und seiner Verleger noch immer nicht erschöpfend erforscht sind, und dies liegt zweifelsohne an der schwierigen Quellensituation gerade zum Verlagsgewerbe um 1900. Stefan George wandte sich mit seinem Engagement in der Pressendruckbewegung gegen die in seinen Augen negativen Folgen der fortgeschrittenen Industrialisierung auch des Literaturbetriebs, dem massenhaft gefertigten Buch, das preiswert und in hohen Auflagen auf den Markt gebracht wurde. Sein Publikationskonzept sah deshalb vor, die Erstauflage als exklusiven Privatdruck herauszugeben, dem schließlich öffentliche Ausgaben in mehreren Auflagen folgten. Hier zeigt sich, dass Georges Inszenierung einer marktfernen handwerklichen Buchproduktion im Zeitalter der Industrialisierung elementarer Bestandteil seiner Vermarktungsstrategie war. Die Konstituierung des Mythos von Einzigartigkeit, Exklusivität und kalkulierter Verknappung gehörte zu Georges „Strategie der werbewirksamen Antiwerbung“ (Blasberg). Das Seminar macht sich zur Aufgabe, insbesondere die buchhistorische Perspektivierung aufzuzeigen. Im Fokus stehen das Verlagsgewerbe, der Zeitschriftenmarkt, die Buchkunst und Typografie, die Vermarktungsstrategien und buchhändlerische Absatzsysteme Stefan Georges und seines Kreises, kurzum: die Werk- und Publikationsgeschichte.

Teilnehmerbegrenzung: 30

Aufbaustudiengang (3) Diplomstudiengang HS

 

Prof. Dr. Christine Haug

Oberseminar im SoSe 2008

Fr 25.4., 10–13 Uhr, Fr 9.5. 10–13 Uhr, Fr 20.6. 10–13 Uhr, Fr 11.7., 10–13 Uhr), Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 25.04.2008

Das Oberseminar bietet Raum für die Vorstellung und intensive Diskussion von entstehenden Diplom- und Promotionsarbeiten, zugleich ein Forum auch für einschlägige Forschungsvorhaben, die an anderen Universitäten entstehen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit konkreter Vorbereitung auf die mündlichen Abschlussprüfungen. Zugleich werden wir uns im OS auch mit wichtigen einschlägigen Verlagsneuerscheinungen und Forschungsliteratur beschäftigen. Die Teilnahme am OS ist für Diplomkandidaten verpflichtend und sollte auch genutzt werden, wenn Sie noch nicht zur Diplomarbeit angemeldet sind, sich aber bereits in der Vorbereitungsphase befinden. Gerade bei Fragen nach der Vorgehensweise bei der Themenfindung, Formulierung einer Fragestellung oder wissenschaftlichen Methodik können Sie von den Erfahrungen Ihrer Kommilitonen, die ihre Themen schon angemeldet haben, profitieren.

Diplomstudiengang OS

 

Mirza Hayit

Innovatives Vertriebsmarketing in Buchverlagen

Mo 18-20 Uhr, (Termine: 21.04., 28.04., 26.05., 09.06., 23.06., 07.07.), Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 21.04.2008

Im Multi-Channel-Marketing moderner Verlage sind die "indirekten" Vertriebswege neben dem Direktmarketing die wichtigsten Absatzkanäle. In dieser Praxis-Übung erlernen Sie - an konkreten, selbst zu erarbeitenden Praxisbeispielen - innovatives Vertriebsmarketing in einem Buchverlag zu betreiben.

Aufbaustudiengang (1) Diplomstudiengang BK

 

Alexander Herrmann

Basisseminar Vertrieb und Marketing im Publikums- und Ratgeberverlag

Fr 25.4. 14–18 Uhr, Schellingstr. 3, 312 RG, Sa 26.4. 12–18 Uhr, Schellingstr. 3, 306 RG
Beginn: 25.04.2008

Das Seminar bearbeitet praxisnah die grundsätzlichen Fragen der Vertriebs- und Marketingarbeit in Publikums- und Ratgeberverlagen.
Die Teilnehmer(innen) sollen die Bedürfnisse und Notwendigkeiten erfolgreicher Vertriebsarbeit verstehen lernen.

Die Themen:

  • aktueller Situationsbericht  und Analyse des Konzentrationsprozesses auf Handelsseite, konkrete Betrachtung der wichtigsten Marktteilnehmer, Besonderheiten der einzelnen Vertriebswege
  • der Vertrieb an der Schnittstelle zwischen Programmentwicklung  und  den  Absatzwegen,
  • Kommunikationsmethoden vom Verlag zum Buchhandel,  veränderte Anforderungen in der Kommunikation  (media contol Auswertungen, Telefonverkauf) 
  • Erarbeiten der Anforderungen aus Sicht des Handels und der Verlage
  • Organisationsformen, Servicemodule und Zuständigkeiten einer kundenorientierten Vertriebsabteilung,  
  • die  sich verändernde Rolle des  Verlagsvertreters zwischen Kulturvermittlung und  themenorientierter Kundenberatung 
  • Perspektiven für kleine und mittlere Verlage aus vertrieblicher Sicht in einem enger werdenden Buchmarkt.

 

Die "Zielgruppe" des Seminars sind Studierende, die eine Tätigkeit in Vertrieb und/ oder Lektorat anstreben.

Aufbaustudiengang (2) Diplomstudiengang BK

 

Dr. Martin Hielscher

Programmarbeit im Verlag/ Tendenzen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Mo 18-20 Uhr, (Termine: 5.5., 19.5., 2.6., 16.6., 30.6., 14.7), Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 05.05.2008

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen Einblick in die Programmarbeit eines Lektors und die Arbeit an den Manuskripten der Autoren. Sie werden über Entscheidungswege und Kriterien, Akquisition und Verträge, interne Strukturen und Marktstrategien informiert. Es werden praktische Übungen angeboten zum Begutachten von Manuskripten und der Lektoratsarbeit selbst.
Außerdem werden einige Titel der aktuellen deutschsprachigen Literatur untersucht, sowohl literaturwissenschaftlich als auch nach Fragestellungen im Zusammenhang mit aktuellen Trends, dem Buchmarkt und den Strategien der Verlage.
Gelesen werden sollen: Ilija Trojanow: „Der Weltensammler“ (Hanser), Julia Franck: „Die Mittagsfrau“ (S. Fischer), Katja Lange-Müller: „Böse Schafe“ (Kiepenheuer & Witsch) und Robert Menasse: „Don Juan de la Mancha“ (Suhrkamp).
Die Romane sollten durch Teilnehmer in Form von Kurzreferaten vorgestellt werden.
Dr. Martin Hielscher hat als Lektor beim Luchterhand Literaturverlag und bei Kiepenheuer & Witsch gearbeitet und ist seit 2001 Programmleiter für Literatur im Verlag C.H. Beck.

Aufbaustudiengang (2) Diplomstudiengang BK

 

Bettina Kaltenbach
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Verlag

Do 16-18 Uhr (Termine: 24.4., 8.5., 5.6., 19.6., 3.7., 17.7.), Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 24.04.2008

Bei über 90.000 Neuerscheinungen im Jahr reicht es nicht, dass die Bücher in der Buchhandlung stehen und auf den Kunden warten. Um den Buchverkauf anzukurbeln, müssen potentielle Leser informiert werden. Das funktioniert am besten über die Medien, sie garantieren große Reichweiten. Eine positive Besprechung in der FAZ, eine Bildstrecke im Stern, ein Buchtipp in Bild oder eine Talkshoweinladung zu Beckmann sind das Ziel. Aber auch Veranstaltungen sind wirkungsvoll, fördern das Image eines Verlags und müssen detailliert geplant werden. Und damit Sie auch wissen, ob Sie es mit Burda, Springer oder Gruner+Jahr zu tun haben, wird in jeder Stunde ein wichtiges Medienhaus aus dem deutschsprachigen Raum vorgestellt.

Aufbaustudiengang (1) Diplomstudiengang (BK)

 

Klaus Kluge

Autorenmarketing in belletristischen Verlagen

Fr 27.6. 10–18 Uhr, Sa 12.7. 10–18 Uhr, im Haus der Verlagsgruppe Droemer Knaur
Beginn: 27.06.2008

Autoren sind die "Markenartikel" eines belletristischen Verlags. Sie zu entdecken, im Wettbewerbsumfeld zu positionieren und dauerhaft zu etablieren, stellt die eng verzahnte Aufgabe von Lektorat und Marketing dar.
An beispielhaft ausgewählten Autorenkarrieren wird gezeigt, wie dieser Prozess im Idealfall funktioniert – und warum er auch mal scheitern kann. Im Mittelpunkt stehen hierbei die individuell auf den Autor abgestimmten Marketingkampagnen (incl. Presse-, PR- und Vertriebsaktivitäten). Gezeigt und diskutiert wird das erste bundesweit durchgeführte "ARG - Alternate Reality Game" im Rahmen einer viralen Marketingkampagne.

Ablauf des Seminars:
1. Block: Praxisbeispiele belletristischer Hardcover- und Taschenbuchautoren von Droemer Knaur. Beispieleines "ARG".
Aufgabenstellung: Entwicklung eigener Ideen und konzeptionelle Ansätze zu den oben präsentierten Kampagnen (Gruppenarbeit), Präsentation.
2. Block: Briefing und Konzeption eigener Marketingkampagnen zu zwei Spitzentiteln des kommenden Herbstprogramms bei Droemer Knaur (Gruppenarbeit). Präsentation der Ergebnisse und kritischer Vergleich mit den Verlagskampagnen.

Aufbaustudiengang (1) Diplomstudiengang BK

 

Stephan Landshuter

Die Geschichte des Verlags C. H. Beck

Fr 2.5. 13-18 Uhr, Schellingstr. 3, 312 RG, Sa 3.5. 12-18 Uhr, Schellingstr. 3, 306 RG, Vorbesprechung Di 22.4. 18-20 Uhr, Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 22.04.2008

In diesem Proseminar wird die Geschichte des Verlags C H. Beck von seinen Anfängen bis zur Gegenwart beleuchtet: Gegründet im Jahre 1763, zählt dieser Verlag zu den wirklich traditionsreichen Namen im deutschen Verlagswesen. Mit über 7000 lieferbaren Werken, darunter auch zahlreichen elektronischen Publikationen, mit rund 50 Fachzeitschriften und einer jährlichen Produktion von mehr als 1000 Neuerscheinungen und aktualisierten Neuauflagen rangiert der Verlag C. H. Beck auch quantitativ unter den großen deutschen Buch- und Zeitschriftenverlagen. Am früheren Sitz des Verlags in Nördlingen, einer Kleinstadt im bayerischen Schwaben, arbeiten die firmeneigene Buch- und Zeitschriftendruckerei, eine Setzerei und eine Multimedia-Abteilung. Die Buchhandelskette Schweitzer Sortiment mit Fachbuchhandlungen in mehreren Groß- und Universitätsstädten Deutschlands ergänzt die Beck’sche Firmengruppe. Inhaber und Leiter sind heute die Brüder Dr. Hans Dieter Beck und Dr. h.c. Wolfgang Beck, die in sechster Generation in direkter Linie vom Firmengründer Carl Gottlob Beck abstammen.
Aufbau-Studierende, die einen Leistungsnachweis möchten, müssen auch an der Informationsveranstaltung im Beck-Verlag (30.4.) sowie an der Exkursion nach Nördlingen (24.7.) teilnehmen. Achten Sie bitte darauf, dass hier die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Aufbaustudiengang (3) Diplomstudiengang PS

 

Stephan Landshuter

Messevorbereitung

Do 16-20 Uhr (Termine: 17.4., 12.6., 26.6. plus weitere Treffen in den Semesterferien), Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 17.04.2008

Der Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse ist ein fester und überaus wichtiger Bestandteil der Buchwissenschaft. In diesem Kurs wird dieser Auftritt in allen Facetten organisiert, was natürlich bedeutet, dass von den Teilnehmern dieses Kurses auch und vor allem erwartet wird, auf der diesjährigen Frankfurter Messe (15.-19.10.2008) für die Standbetreuung zur Verfügung zu stehen. In diesem Kurs werden u.a. Ideen für Veranstaltungen gesammelt und entwickelt, zudem sollen ein Plakat und Flyer entworfen werden u. Ä. Die Art und Weise des Messeauftritts hängt somit ausschließlich von Ihrer Kreativität ab. Melden Sie sich für diesen Kurs also bitte nur dann, wenn Sie sich für ideenreich und engagiert halten und Spaß an der Standbetreuung haben.
Außer den drei Sitzungen im Semester werden gewiss noch zwei weitere Treffen im Vorfeld der Messe nötig sein (vermutlich Anfang August sowie Ende September/Anfang Oktober – die Termine werden wir dann gemeinsam festlegen). Somit wäre zusätzlich die Bereitschaft vonnöten, auch in den Semsterferien an diesen Tagen anwesend zu sein.

Aufbaustudiengang   Diplomstudiengang

 

Stephan Landshuter

Übung: Prüfungsvorbereitung in Buchhandelsgeschichte (Aufbau und Vordiplom)

Mi 16-18 Uhr, Schellingstr. 3, 306 RG
Beginn: 16.04.2008

Diese Übung soll eine gezielte Vorbereitung für die mündlichen wie schriftlichen Prüfungen im Bereich "Buchhandelsgeschichte" bieten, indem relevanter Stoff wiederholt und vertieft wird und mögliche Fragen durchgegangen werden. (Es werden keine Leistungsnachweise oder Teilnahmescheine ausgestellt.)
Literatur zur Vorbereitung:
Reinhard Wittmann: Geschichte des deutschen Buchhandels. München 1991 (oder spätere Auflagen).
Des Weiteren einschlägige Aufsätze aus den Bänden der Reihe "Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur" wie z. B.: Ulrich Schmid: Buchmarkt und Literaturvermittlung. In: Gerd Sautermeister, Ulrich Schmid (Hgg.): Zwischen Restauration und Revolution 1815-1848 (Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur, Bd. 5). München 1998, S. 60-93; oder: Stephan Füssel: Das Autor-Verleger-Verhältnis in der Kaiserzeit. In: York-Gothart Mix (Hg.): Naturalismus - Fin de siècle - Expressionismus 1890-1918. (Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur, Bd. 7). München 2000, S. 137-154.

Aufbaustudiengang Diplomstudiengang

 

Dr. Wolfgang Lent / Dr. Konstantin Wegner

Urheber-, Verlags- und Medienrecht II

Do 18 s.t.-20 Uhr (Termine: 24.4., 8.5., 15.5., 5.6., 19.6., 3.7., 10.7., 17.7.), Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 24.04.2008

Was muss ich bei der Veröffentlichung von Personenfotos beachten? Wer steht in einem Impressum? Wann ist ein Buchtitel geschützt? Diese und andere Fragen spielen in der Verlags- und Medienpraxis eine große Rolle. Die Lehrveranstaltung bietet anhand von Übungsfällen und Beispielen eine Einführung in die entsprechenden Rechtsgrundlagen. Sie gibt Hilfestellungen für die spätere Verlagsarbeit, vermittelt aber auch rechtliches Basiswissen für freie Tätigkeiten in der Verlags- und Medienbranche.
Die Lehrveranstaltung geht über zwei Semester. Im letzten Wintersemester wurden Grundzüge des Urheberrechts und Urhebervertragsrechts erläutert (Kursteile A und B). Im Sommersemester werden folgende Themen behandelt:
Kursteil C: Presserecht und Persönlichkeitsrechte
Kursteil D: Preisbindung, Titelschutz
Kursteil E: Vertragsrecht, Wettbewerbsrecht, Datenschutz, Jugendmedienschutz

Die Kursteilnehmer erhalten ausführliche Studienunterlagen. Wahlweise kann ein Leistungsschein oder ein Teilnahmeschein erworben werden. Einzelheiten dazu werden in der ersten Unterrichtsstunde erläutert.

Aufbaustudiengang (2) GBO Diplomstudiengang BK

 

Dr. Franziska Mayer

Autorenbriefwechsel im 19. Jahrhundert

Mo 16-18 Uhr, Schellingstr. 3, 309 RG
Beginn: 21.04.2008

Das Seminar widmet sich dem Thema literarischer Netzwerke anhand der Auswertung exemplarischer Briefe von Autorinnen und Autoren des deutschsprachigen literarischen Realismus. Die schreibenden Protagonisten des Literaturbetriebs tauschen sich regelmäßig (zumindest auch) über poetologische Fragen sowie Normen und Werte des Literatursystems aus. Vor allem die Kommunikation zwischen Autoren über ihre eigenen Produkte legt spezifische Rede- und Schreibregeln des Literatursystems Realismus offen. Verständnisprozesse literarischer Lektüre sollen in dem Seminar ebenso untersucht werden wie deren erkenntnistheoretische Bedingungen etwa aufgrund von Wahrnehmungs- und Benennungstabus. Vor allem die Reaktion der Kollegen auf scheinbare oder tatsächliche Verletzung der Grenzen des Systems lenkt den Blick auf die impliziten Poetologien der Epoche. Die besprochenen Texte werden daher im Seminar zunächst analysiert, um schließlich Kritik und Änderungsvorschläge der Briefpartner einordnen zu können.Zur Vorbereitung: Gerhard Plumpe: Das Reale und die Kunst. Ästhetische Theorie im 19. Jahrhundert. In: Edward McInnes/Gerhard Plumpe: Bürgerlicher Realismus und Gründerzeit 1848–1890. München: dtv 1996 (= Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart 6), S. 242–307, 773–775.

Aufbaustudiengang (3) Diplomstudiengang PS

 

Dr. Franziska Mayer

Der Münchner Verlag Albert Langen und die Zeitschrift Simplicissimus

Mi 12-14 Uhr, Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 16.04.2008

Albert Langen gründete 1893 in Paris seinen Verlag, der zwei Jahre später nach München umzog und zunächst vor allem mit französischen und skandinavischen Autoren, allen voran Knut Hamsun, Erfolg hatte. Im Verlag erschien die Satirezeitschrift „Simplicissimus“ – nach Erscheinen der berühmten „Palästina“-Nummer mußte Langen 1899 für vier Jahre ins Exil, Korfiz Holm leitete kommissarisch unterdessen die Geschäfte. Neben den Verlagsmitarbeitern Frank Wedekind und Ludwig Thoma bestimmten vor allem die Illustratoren Th. Th. Heine, Eduard Thöny und Ferdinand von Reznicek das Erscheinungsbild des Blattes. Buchgestaltung spielte den künstlerischen Ambitionen des Verlegers entsprechend eine große Rolle. Aber auch auf dem Gebiet preiswerter Buchreihen und neuer Vertriebswege erwies sich Langen als innovativ.Das Seminar beschäftigt sich mit dem Verlagsprogramm, mit Fragen der Buchgestaltung und Vermarktungsstrategien. Dabei soll der Ende des 19. Jahrhunderts neue Typus des Kulturverlegers – gerade auch in Konkurrenz zur entstehenden Massenliteratur – näher untersucht werden. Im Zusammenhang mit der Zeitschrift „Simplicissimus“ werden wir uns daneben der Zensur im Kaiserreich widmen. Ein Ausblick auf die Verlagsgeschichte nach dem Tod Albert Langens – die Fusion mit dem Georg Müller Verlag und den Aufstieg zu einem der führenden Verlage im Nationalsozialismus – schließt das Seminar ab. Zur Vorbereitung: Helga Abret: Albert Langen – ein europäischer Verleger. München: Langen Müller 1993.

Aufbaustudiengang (3) Diplomstudiengang PS

 

Dr. Wolfgang Müller

Handschriften, Inkunabeln, Drucke der frühen Neuzeit: Ausgewählte Marksteine der Buchgeschichte.

Di 16-18 Uhr
Beginn: 15.04.2008

Die Übung wird in die Geschichte des geschriebenen und gedruckten Buches des Mittelalters und der frühen Neuzeit einführen. Zunächst sollen Entstehung und Eigenheiten mittelalterlicher Handschriften demonstriert werden: Beschreibstoffe und Buchform, Schrift, Einband, Buchmalerei und inhaltliche Gattungen. Es folgt eine Darstellung des gedruckten Buches des Spätmittelalters (Blockbücher und Inkunabeln) sowie der frühen Neuzeit: Erfindung und Ausbreitung des Buchdrucks, Buchherstellung und –vertrieb, Illustrationstechniken, Literaturgattungen usw. Exemplarisch sollen dabei bedeutende Werke der Kultur-, Literatur- und Wissenschaftsgeschichte vorgestellt werden: Minnesängerhandschriften, die älteste deutsche Naturgeschichte des Konrad von Megenberg, Stundenbücher, frühe Pilger- und Reiseführer, Gutenberg- und Luther-Bibel, Schedelsche Weltchronik, das „Narrenschiff“ des Sebastian Brant, Jost Ammans „Ständebuch“, der sog. „Hexenhammer“, die Anatomie des Vesalius, Sebastian Münsters „Cosmographia“, Länderbeschreibungen von Merian und Wening usw. Das Thema wird durch Originale und Faksimiles insbes. der Universitätsbibliothek München veranschaulicht werden. Die Veranstaltung ist für interessierte Hörer aller Semester und Studiengänge geeignet. Literatur wird jeweils in der Übung angegeben.
Anmeldung: In der ersten Sitzung. Kein Scheinerwerb.

Aufbaustudiengang Diplomstudiengang

 

Thomas Narr

Produktion in Buchverlagen: Tipps und Tricks aus der Praxis

Mi 18-20 Uhr (Termine: 16.4., 23.4., 14.05., 21.05., Di 27.05. und Abschlussbesprechung Do 12.06. 18-20 Uhr), Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 16.04.2008

Herstellungskosten sind ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtkosten in Verlagen. Format und Ausstattung, Papier und unterschiedliche Produktionsarten wirken sich auf die Kalkulation eines Buches entsprechend aus.
Ziel der Veranstaltung ist, auf kostenrelevante Faktoren der Buchproduktion aufmerksam zu machen und den Herstellungsprozess von der Programmidee bis zur Auslieferung beispielhaft zu veranschaulichen. Die Frage, welches Papier eignet sich für welches Printprodukt, steht im Mittelpunkt der Vorstellung der gängigsten Papiersorten sowie deren Verwendung sowohl aus technischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht.
Außerdem werden im Hinblick auf Produktionsvorteile die Basiselemente eines Corporate Design Konzeptes vorgestellt und praktische Hinweise zur Reduzierung der Herstellungskosten durch Nutzung von Synergie-Effekten bei der Vergabe von Druck- und Bindeaufträgen gegeben (Gang-Produktion).

Diplomstudiengang BK

 

Prof. Dr. Willie van Peer

Empirische Forschungsmethoden für Kulturwissenschaftler

Di 14-16 Uhr, Raum wird bekanntgegeben

Die Vorlesung führt ein in die wichtigsten empirischen Forschungsmethoden und bildet dadurch die unmittelbare Vorbereitung auf das wissenschaftliche Forschen im Hauptstudium bzw. auf die Magisterarbeit. Vor allem bei letzterer entstehen für die Studenten oft Probleme, die durch Lücken im Wissen über die Wissenschaftsmethodologie bedingt sind. Ziel der Vorlesung ist es, diesen Problemen vorzubeugen.
Die Teilnehmer werden nach einem erfolgreichen Abschluss der Vorlesung über ein solides Wissen in den folgenden Bereichen verfügen:
1. Grundbegriffe aus der Wissenschaftsphilosophie und Methodologie
2. Typen von Forschung und Untersuchungsdesign
3. Untersuchungsplanung und Datenerhebung
4. Eingabe und Manipulation von Daten in SPSS
5. Beschreibende Statistik (inkl. Herstellen von Graphiken und Tabellen)
6. Prüfungsstatistik (parametrisch, nicht-parametrisch)
7. Berichterstattung der Forschungsergebnisse (mündlich, schriftlich).

Die Veranstaltung beinhaltet zugleich eine Einführung in das Statistik-Programm SPSS. Sie ist aber vor allem praktisch angelegt: am Ende der Vorlesung sollte man über genügend Methodenwissen verfügen, um eigenständig eine Untersuchungsplanung zu entwerfen und die Studie auch durchzuführen. Deshalb wird mit vielen Fallbeispielen gearbeitet. Die Methodologie wird auf transparente Weise vermittelt, und es wird zahlreiche Möglichkeiten zur Selbststudie geben. Dabei wird ein englischsprachiges Skript verwendet, wodurch die Vorlesung indirekt auch in die englische Wissenschaftssprache einführt. Die erfolgreiche Teilnahme an der Vorlesung ist Voraussetzung für die Anmeldung zu den Magisterkolloquien der Professoren van Peer und Roche.

Literatur:
W. van Peer, J. Hakemulder und S. Zyngier (2007)Muses and Measures: Empirical research methods for the Humanities. Cambridge Scholars Publications

Kommentar Prof. Dr. Christine Haug:
Diese Vorlesung möchte ich Ihnen dringend empfehlen, sofern Sie sich im Rahmen Ihrer Diplomarbeit mit der Erstellung und Auswertung von Fragebogen beschäftigen möchten bzw. müssen.
Die Buchwissenschaftler sind von Prof. van Peer ausdrücklich eingeladen worden, an dieser Veranstaltung teilzunehmen!

Näheres beim Institut für Deutsch als Fremdsprache

Aufbaustudiengang Diplomstudiengang

 

Dr. Jürgen Schechler

Betriebswirtschaftliche Praxis im Verlag

Mi 8 - 10 Uhr, (Termine: 16.4., 23.4., 30.4., 7.5., 4.6. , 25.6.), Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 16.04.2008

Das Seminar wendet sich an fortgeschrittene Studenten mit Erfahrungen und Vorwissen in Fragen der Betriebswirtschaft. In den Grundstudium-Vorlesungen zur BWL (Internes und Externes Rechnungswesen, Investition und Finanzierung, Produktion und Organisation sowie Marketing und Unternehmensführung) wurden betriebswirtschaftliche Konzepte, Modelle und Systematiken gelehrt. In diesem Seminar werden hieraus für den Verlag praxisrelevante Einzelthemen ausgewählt.

 Dabei stehen die folgenden Fragen im Mittelpunkt:

  • Welche betriebswirtschaftlichen Konzepte sind für einen Verlag relevant? Werden die relevanten Konzepte in der Verlagspraxis vollständige oder auf "pragmatische" Weise realisiert?
  • Wie sehen diese Praxislösungen aus?
  • Können damit zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden?

Mit dieser Veranstaltung kann auch ein "BWL im Verlag"-Schein (für das Haputstudium) erworben werden

Teilnehmerbegrenzung: 30

Aufbaustudiengang (2) GBO Diplomstudiengang ÜFF

 

Thomas Tebbe / Ulrich Wank

Alles Lügen oder: Fakten Fakten Fakten. Sachbuch- und Belletristiklektorat in Publikumsverlagen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Fr 18.7. 12–17 Uhr und Sa 19.7. 9:30–16 Uhr  im Piper Verlag, Konferenzraum, Georgenstr. 4
Beginn: 18.07.2008

Ein Name – zwei Berufe? Ganz so ist es nicht, aber dennoch unterscheiden sich die Arbeitsweisen eines Sachbuchs- und eines Belletristiklektors erheblich. In einem Blockseminar werden die Grundzüge und Gemeinsamkeiten der jeweiligen Lektoratsarbeit dargestellt und kritisch miteinander verglichen. Die Besonderheiten des Sachbuch- bzw. des Belletristiklektorats werden im Laufe des zweiten Seminarteils am Samstag vertieft und an aktuellen Beispielen veranschaulicht. Das Seminar ist mit Arbeitsgruppen, Planspielen und Diskussionsrunden praxisnah ausgerichtet.

Aufbaustudiengang (1) BRM Diplomstudiengang BK

 

Silke Weniger

Die Arbeit einer literarischen Agentur

Mi 18-20 Uhr (Termine: 4.6., 11.6., 18.6., 25.6., 9.7., 16.7.), Schellingstr. 3, 312 RG
Beginn: 04.06.2008

Angesichts einer sich ständig verändernden Verlagslandschaft suchen Autoren persönliche Kontakte, die ihnen den Eintritt in die zunehmend anonymisierte Buchwelt ermöglichen. Immer häufiger lassen sie ihre Interessen von einer Literaturagentur vertreten. Ausländische Verlage hingegen bedienen sich schon seit Jahrzehnten der Erfahrung und Branchenkenntnis von Sub-Agenten, um ihre Titel an deutschsprachige Verlage vermitteln zu lassen.
Welche Funktion erfüllen Literaturagenturen im internationalen und nationalen Buchgeschäft? Welche wichtigen Agenturen gibt es im deutschen Sprachraum? Wie gestalten sich die Kontakte mit Autoren und Verlagen? Wie laufen Vertragsverhandlungen ab? Wie sehen Verlags- und Lizenzverträge aus? Ziel ist, den Studierenden einen Eindruck von den verschiedenen Rollen einer Literaturagentur im internationalen und deutschen Verlagswesen zu vermitteln.

Aufbaustudiengang (2) Diplomstudiengang BK

 

Eberhard Wolf

Titelbildgestaltung und Fotografie

Sa 28.6. 12–18 Uhr, Sa 12.7. 10–18 Uhr, IT-Räume Schellingstr. 3 RG, Untergeschoss
Beginn: 28.06.2008

In dem Blockseminar "Titelgestaltung und Fotografie" werden exemplarisch die wichtigsten Stationen des Kreativprozesses bei der Gestaltung und Entwicklung eines Titelbildes durchgespielt.
Besonderen Wert wird hierbei auf den praktischen Umgang mit den gestalterischen Werkzeugen wie Photoshop, Indesign und Digitalfotografie gelegt. Grundkenntnisse in den genannten Bereichen sind von Vorteil, aber nicht Vorraussetzung. Die Mitnahme einer digitalen Kamera, sofern vorhanden, wird empfohlen.

Teilnehmerbegrenzung: 20
Aufbaustudiengang (1) Diplomstudiengang BK

 

Christiane Wolff

Web 2.0 - Evolution oder Revolution?

Fr 13.6. 14–18 Uhr, Schellingstr. 3, 312 RG, Sa 21.6. 11–18 Uhr Schellingstr. 3, 306 RG
Beginn: 13.06.2008

Was steckt hinter den Buzzwords "Blogs", "Communities", "Podcast" und "Social Web"? Und wie verändert sich die klassische PR-Arbeit durch die neuen Kommunikationsformen? Wie reagiert ein Kommunikations-Profi auf die neuen Herausforderungen des Social Webs? Und ist die Marke noch zu retten oder bestimmt heute der Konsument, wo die Reise hingeht?
Anhand von Beispielen aus der Praxis soll erläutert und diskutiert werden, inwiefern die neuen Tools die klassische PR-Arbeit ersetzen oder doch nur ergänzen und wie in Krisenfällen im Netz reagiert werden kann.

Aufbaustudiengang (1) Diplomstudiengang BK

 

Thomas Zirnbauer

Pressearbeit im Taschenbuchverlag
oder: Wie kommen die Bücher in die Medien?

Di 18 s.t. -19:30 Uhr, (Termine: 15.4., 29.4., 6.5., 3.6., 17.6., 1.7.), Schellingstr. 3, 309 RG
Beginn: 15.04.2008

Themen dieser Einführung in die Grundlagen von Verlagspressearbeit sind u.a.: Diener vieler Herren: Die Presseabteilung als Schnittstelle / Grenzgänge: Zwischen Information und Manipulation / Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Die Planung von PR-Arbeit (und ihre Grenzen) / Telefon und Tastatur: PR-Werkzeuge / Zwischen 'Stern' und 'Bäckerblume': Der Platz des Buches in der Medienlandschaft / Wer liest eigentlich noch Zeitung? Aktuelle Tendenzen der Mediennutzung / Wie man hineinruft... Kontaktpflege / Warum soll das jemanden interessieren? Journalistisches Denken / Zu viele Wörter: Texten und Redigieren / Was unterscheidet die PR für ein Taschenbuchprogramm mit Lizenzen, deutschen Erst- und Originalausgaben von der im Hardcover-Verlag? / Und nicht zuletzt: Ist Pressearbeit das Richtige für mich?
Leistung: Aktive Mitarbeit, u.a. Verfassen verschiedener Arten von Pressetexten

Aufbaustudiengang (1) Diplomstudiengang BK