Zentrum für Buchwissenschaften
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Lehrveranstaltungen Wintersemester 2018 / 2019

Anmeldung für alle buchwissenschaftlichen Veranstaltungen ausschließlich über LSF!

Hier sind auch sämtliche Räume und Einzeltermine zu den Veranstaltungen angegeben.
Belegungsfristen beachten!!

Birgit Arteaga
Stand doch auf Facebook! Ist es egal, woher die Information kommt!? Medienbrüche und deren Auswirkungen in Zeiten von Twitter & Co.

Blockseminar

Lesen, drucken, ausfüllen, scannen, versenden, archivieren, ablegen.

Werden Medien innerhalb der Übertragungskette gewechselt kommt es zum Medienbruch. Was bedeutet das für die Inhalte und die weiteren Prozesse? Welche Gefahren bringt das mit sich?

Die Anzahl der unterschiedlichen Portale, wie Facebook, Twitter, Instagram, XING, YouTube, SPON, Zeit Online, FAZ net, SZ-Online, über die Informationen verbreitet werden, steigt ins Unermessliche.

Content kopieren, ändern, teilen, posten.

Inwieweit kann in diesem Zusammenhang von Medienbrüchen gesprochen werden?

Ziel der Übung ist es die Abhängigkeit von Inhalten, ihren ursprünglichen Quellen und den genutzten Medien anhand von konkreten Beispielen zu untersuchen, sowie deren Auswirkungen zu erarbeiten.


Dr. Gabriele von Bassermann-Jordan

Von der Handschrift zur Edition

Di 12 - 14 Uhr

In diesem Seminar werden zunächst die Grundzüge des Edierens erarbeitet. Sodann sollen anhand von Quellenmaterial selbständig kleine historisch-kritische Editionen erstellt und im Seminar besprochen werden. Einen Schwerpunkt sollen Autor-Verleger-Briefe bilden, die thematisch um die Familie Mann zentriert sein werden. Das Quellenmaterial wird den Studierenden bei Semesterbeginn zur Verfügung gestellt.


Theresa Bolkart
Buch-Marketing in Zeiten der Digitalisierung

Blockseminar

Die digitale Revolution verändert unsere Leben in allen Bereichen. Und das rasanter und umfassender als jede andere gesellschaftliche Veränderung, die die Menschheit bisher erlebt hat.
Die Buchbranche sieht sich durch sie vielen Herausforderungen gegenüber: Einer schrumpfenden Leserschaft, einem größeren Wettbewerb, geringeren Flächen im stationären Handel, einer anspruchsvollen Community, …..
In dieser Übung wird an praktischen Beispielen gezeigt, wie Verlage durch kluges Marketing den Herausforderungen einer Buchbranche im Wandel begegnen können und sich in einem immer umkämpfteren Markt behaupten können.


Ulrich Deurer

Marketing und Vertrieb für Buchverlage

Blockseminar

Das Seminar vermittelt aus der Sicht von Publikumsverlagen Grundlagen von Marketing und Vertrieb im Buchmarkt. Unter Berücksichtigung der aktuellen Marksituation im Handel mit Büchern (digital und Print) werden Vertriebswege beleuchtet, Kalkulation und optimale Preis- und Auflagenfindung sowie die die gesamte Organisation der Produkterstellung behandelt. Außerdem werden die Kommunikationsstrukturen innerhalb des Verlags und nach außen in Bezug auf die Handelspartner im Sinne eines optimalen Marketings und Vertriebs dargestellt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.


Michael Döschner
Die digitale Transformation der Buchbranche

Di 18 - 20 Uhr

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft macht auch vor der klassischen Buchbranche nicht halt. Durch tiefgreifende Veränderungen bei den Konsumgewohnheiten der Menschen auch im Umgang mit der Produktgruppe Buch steigt der Druck auf Verlage und Handel, nicht nur ihre bestehenden internen Prozesse und Systemlandschaften zu optimieren, sondern vor allem auch, neue Wege zu den Kunden im digitalen Raum zu finden. Dieser Kurs und bietet einen umfassenden Einblick in die Aufgaben, der sich besonders die Verlage im Zuge der digitalen Transformation stellen müssen. Themenbereiche des Kurses sind dabei:

  • Einführung in den digitalen Buchmarkt
  • Klassische Wertschöpfungskette unter Druck
  • Bausteine einer digitale Strategie
  • Wege zum Kunden im digitalen Raum
    • Digitaler Vertrieb (Neue Erlösmodelle und ihre Schwierigkeiten)
    • Digitales Marketing (D2C, CRM, Marketing Automation)
    • Digitale Produktentwicklung (Customer Centricity)
  • Die Bedeutung der Metadaten
  • IT und Lektorat: Geht das zusammen?
  • Digitalisierung und kultureller Wandel: Neue Wege des Arbeitens (agile, Scrum, new work)

Katharina Eichler
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Publikumsverlagen

Blockseminar

Bei über 70.000 Neuerscheinungen pro Jahr kämpfen Verlage für Ihre Bücher und Autor*innen um die größtmögliche Sichtbarkeit: im Handel, auf Werbeplätzen – und in den Rezensionsspalten der Zeitungen und Zeitschriften. Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Journalisten und Presseabteilung generell in Buchverlagen aus? Wie müssen Themen aufbereitet sein, damit sie bei den Journalisten ankommen? Welche Medien – neben der Tagespresse – sind besonders für Publikumsverlage relevant?
Presseabteilungen sind Kommunikationsschnittstellen: extern und intern. Das Blockseminar bietet einen Überblick über die Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit rund um Bücher, schwerpunktmäßig im Bereich Belletristik und populäres Sachbuch.


Bernhard Fetsch
Methodische Grundlagen des Verlagsmanagements

Blockseminar

Was bedeutet Verlagsmanagement angesichts der Umbrüche der letzten Jahre, teils auch nur Monate? Wie „managet“ man einen Verlag? Was bedeutet hier Führung und Unternehmertum? Was sind die Teilbereiche des Verlagswesens? Welche Sparten -auch jenseits des Buchbereiches- sollte man dabei vor Augen haben? Und welchen Einfluss hat speziell die Digitalisierung auf Geschäftsmodelle, Inhalte und Produktform?
Neben diesen strategischen Fragen werden auch das Grundlagen-wissen Verlagswesen & Buchhandel aufgefrischt: Hierbei werden u.a. Marktdaten, relevantes Wissen zu Vertriebs-, Bestell- und Lieferwege sowie Grundlagen von A wie Auslieferung bis Z wie Zwischenbuchhandel behandelt.
Im Praxisblock werden use cases zur Bearbeitung stehen, anhand derer die erworbenen Kenntnisse aus Marketing & Vertrieb, zur Digitalisierung, über Wertschöpfungsstrukturen sowie die methodischen Grundlagen der gängigsten Analysemodelle angewandt und vertieft werden..


PD Dr. Gustav Frank
Druckorte – Druckordnungen

Do 12 - 14 Uhr

Anders als man zunächst vermuten könnte, handelt es sich nicht um ein sozialgeschichtliches Seminar im engeren Sinne: Druckorte werden deshalb nicht geographisch, Druckordnungen nicht politisch bestimmt. Vielmehr wird es konkret und empirisch um die (mindestens) sechs Printmedien als Organisationsform und Formatoption gehen, die dem Drucken jeweils einen Auftritt erlauben und dabei eine spezifische Ordnung geben. Wie diese Ordnungen des Druckens unterliegt auch die Tektonik, das Gefüge und die Wechselbeziehungen der Printmedien dem historischen Wandel. Dieser ist neben den sechs Druckorten (Blatt, Heft, Kalender, Zeitung, Zeitschrift, Buch) der zweite Schwerpunkt des Seminars. So wird etwa die Geschichte des Blattes von den Druckordnungen der frühen Einblattdrucke und Flugblätter bis hin zur Plakatkunst eines Tolouse-Lautrec oder Chéret im 19. Jahrhundert und ihrer Leitfunktion für die Druckgestaltung nachgezeichnet. Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft zur Mitarbeit und Übernahme eines Referates voraus.


PD Dr. Johannes Frimmel
Grundlagen der Buchhandels- und Verlagsgeschichte

Do 12 - 14 Uhr

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die Geschichte des Buch- und Verlagswesens von 1450 bis zur Nachkriegszeit. Vorgestellt wird zunächst Johannes Gutenberg und seine Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, die Ausbreitung der neuen Technologie in Europa im 15 Jahrhundert und ihre Auswirkungen auf Humanismus und Reformation. Es folgt eine Darstellung der buchhandelsgeschichtlichen Epochen des Tausch- und Nettozeitalters und der vieldiskutierten „Leserevolution“ im Zeitalter der Aufklärung. Das anschließende Zeitalter der Industrialisierung brachte auch im Buchhandelsgewerbe technologische Neuerungen, die zu einer Professionalisierung der Branche und zu innovativen neuen Produkten und Vertriebswegen führten. Einen Schwerpunkt legt die Vorlesung auf die sogenannten Kulturverleger um 1900. Im Überblick wird auch die Buchhandels- und Verlagsgeschichte in der Weimarer Republik und in der NS-Zeit (insbesondere die „Arisierungen“) vorgestellt. Die Entwicklung in der Nachkriegszeit zeigt, dass diese Epoche auch verlagshistorisch keine „Stunde Null“ war. Gefragt wird in der Vorlesung abschließend danach, was das Jahr 1968 für den Buchhandel und die Verlage bedeutete.


PD Dr. Johannes Frimmel
Grundkurs Buchwissenschaft

Kurs A Di 16 - 18 Uhr, Kurs B Mi 14 - 16 Uhr

Der Grundkurs vermittelt eine Einführung in die verschiedenen Themenbereiche der Buchwissenschaft. Behandelt werden neben Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens unter anderem „Das Buch und seine Materialität“, „Das Buch im Verlag“ sowie „Das Buch und der Buchhandel“.


 PD Dr. Johannes Frimmel

Oberseminar für MA-Studierende

14-tägig, Di 12 - 14 Uhr

Das Oberseminar wendet sich an Abschlusskandidat/innen des MA Verlagspraxis und des MA Buch- und Medienforschung, die ihre Masterarbeit verfassen wollen. Im Seminar werden die Themen der MA-Arbeiten präsentiert und zur Diskussion gestellt. Begleitend wird mit allen Studierenden ein wissenschaftliches Exposé der MA-Arbeit entwickelt und intensiv besprochen.


PD Dr. Johannes Frimmel
Aktuelle Forschungsfragen

14-tägig, Di 12 - 14 Uhr

Das Forschungsseminar richtet sich an BA-Buchwissenschaftler/innen, die ihre Abschlussarbeit vorbereiten. In diesem Seminar werden Forschungsthemen, Methodik und Aufbau der Arbeiten erörtert, wobei die Teilnehmer die wissenschaftlichen Exposés für angemeldete Abschlussthemen zur Diskussion stellen.


Prof. Dr. Sven Hanuschek
Zwischen E und U? Der Diogenes Verlag

Mo 10 - 12 Uhr

Der Diogenes Verlag, 1952 in Zürich gegründet, ist bis heute einer der größten europäischen Verlage. Daniel Keel (1930-2011) gab ihm ein unverwechselbares Profil: ein Haus, in dem Cartoons, Klassiker der Weltliteratur, Kriminalromane (früher die ‘schwarzgelbe’ Reihe), hochwertige Anthologien und eine spezifische Mischung von internationaler Gegenwartsliteratur zusammenkamen. Der Diogenes Verlag hat damit möglicherweise, wenigstens vorübergehend, die sterile Trennung von E- und U-Literatur überwunden, die so in der angelsächsischen Literatur ohnehin nicht existiert. Hier erscheinen, um wenigstens einige wenige Namen zu nennen, Alfred Andersch und Friedrich Dürrenmatt ebenso wie Loriot, Sempé, Tomi Ungerer; die Kriminalromane von Raymond Chandler, Patricia Highsmith und (bis 2017) Georges Simenon; die beiden deutschen Bestseller schlechthin waren Süskinds “Parfum” (1985) und Schlinks “Vorleser” (1995). Das Seminar richtet sich an Studierende der Buchwissenschaft wie der NdL: Die Entwicklung und die Veränderungen des Verlags sollen von der Gründung bis heute analysiert werden, sowohl im Hinblick auf das Verlagsprogramm als auch auf herstellerische und Marketing-Aspekte; anhand der Programmgestaltung wollen wir aber auch über literarische Wertung und Kanonbildung sprechen.


Prof. Dr. Christine Haug
Materialität des Buches und Digitalkultur

Di 14 - 16 Uhr

Im Lektürekurs werden wissenschaftliche Texte gemeinsam gelesen, kritisch reflektiert und diskutiert. Fokus dieses Lektürekurses werden Fragestellungen zur Materialität des Buches u.a. auch im Kontext der Digitalkultur erarbeitet und diskutiert. Eine Zusammenstellung der zu lesenden Texte wird den Teilnehmer/innen bis Mitte September zur Verfügung gestellt. Im Rahmen dieses Lektürekurses besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit der Münchner Illustratorin Susanne Rotraut Berner in das Medienzentrum nach Memmingen zu fahren und dort vor die Herstellung eines der Tollen Hefte zu verfolgen; darüber wird die Geschäftsführung mit uns über die Fragen zur Nachhaltigkeit im Druckbereich sprechen, u.a. Healthy Printing und Bio-Buchreihen als Herausforderung an Druckerei und Verlag.


Prof. Dr. Christine Haug
Die Geschichte des Taschenbuchs von seinen Anfängen bis zur Nachkriegsbundesrepublik

Mo 12 - 14 Uhr

Im Fokus dieses Seminars steht die Geschichte des Taschenbuchs von seinen Anfängen bis in die Bundesrepublik. Die ersten Taschenbuchserien entstanden bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Industrialisierung. Es werden einerseits die vielfältigen Taschenbuchreihen untersucht (Zielsetzung, inhaltliche Zusammensetzung, Covergestaltung) wie ihre oftmals sehr speziellen Vertriebssysteme ihre Vertriebswege. Während die ersten Buchserien im Kontext der Entstehung des Eisenbahnbuchhandels auf den Markt kamen, waren die städtischen Fußgängerzonen in den 1970/1980-er Jahren noch von speziellen Taschenbuch-Verkaufsgeschäften (u.a. Montanus) geprägt. Taschenbuchreihen stellen eine verlegergelenkte inhaltliche Zusammenstellung dar, so dass Buchreihen stets eine Form von Kanonisierung von Literatur darstellen. Diese vielfältige Geschichte, Bedeutung und Funktiondes Taschenbuchs wird im Seminar behandelt.


Prof. Dr. Christine Haug
Der globale Blick auf das Buch - Handelsgeschichte als Buch- und Verlagsgeschichte

Di 10 - 12 Uhr

Die Globalgeschichte hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine deutliche Konjunktur erlebt. Es stellt sich die Frage, ob bereits im 18. Jahrhundert von einem globalen Buchmarkt gesprochen werden kann oder dies erst für das Zeitalter des 19. Jahrhunderts zutrifft. Im Fokus des Seminars stehen einerseits Grundlagentexte zur Globalisierungsgeschichte, andererseits gilt es die Buchhandels- und Verlagsgeschichte in Etappen vom 17. bis 19. Jahrhundert auf entscheidende Globalisierungsentwicklungen hin zu untersuchen. Während bereits im 17. Jahrhundert renommierte Kaufmanns- und Bankiersfamilien weitreichende literarische Handelsnetzwerke über Hausierer in Europa installiert hatten, scheinen im 18. Jahrhundert wieder nationale buchhändlerische Handelsusancen in den Vordergrund zu treten. Im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation überschreiten Bücherballen bspw. allein innerhalb der preußischen Territorien bis zu 30 Grenz- und Zollstationen, bevor sie - erheblich teuerer als als Produktionsort - in den Handel kommen. Im Seminar werden an Fallbeispielen Bedeutung und Effizienz von transnationalen Austauschprozessen, von grenzübergreifenden Handelssystemen und damit einhergehend Standardisierungs- und Professionalisierungsprozessen eingehend untersucht (Verdichtung von Kommunikation, Informationsaustausch, Standardisierung und Verlagslogistik, etc.). Welche Kommunikations- und Handelskette existierten bereits seit dem 16./17. Jahrhundert innerhalb Europas und zwischen den Kontinenten, welche Handels- und Distributionssysteme wurden von Verlagen genutzt und inwiefern besaß der transnationale Handel mit Literatur für einzelne Unternehmen bereits eine Nennwerte wirtschaftliche Relevanz.


Irene Held
Verkaufen im Sortiment

Mi 18 - 20 Uhr

Der Kurs gibt eine Einführung in den Sortimentsbuchhandel mit dem Schwerpunkt Verkauf. Es werden alle Formen und Modelle und deren Anforderungen erläutern, Warenwirtschaftssysteme und Barsortimente werden auch berücksichtigt.


Fabian Kern
Chancen und Herausforderungen im Online-Vertrieb von Büchern, eBooks und anderen Verlagsprodukten

Blockseminar

Online-Handel und eCommerce haben seit dem Durchbruch des Internet die Wirtschaft so sehr verändert, dass kaum eine Rahmenbedingung des ökonomischen Handelns unberührt geblieben ist. Auch der Buchhandel ist, wenn auch mit gewissem Zeitverzug gegenüber anderen Branchen, von diesen tiefgreifenden Umwälzungen betroffen – denn neben einem neuen Vertriebsweg entwickeln sich auch zahlreiche neue Konkurrenten, die das Geschäftsmodell der Branche grundlegend verändern. Stellt die Online-Welt den traditionellen Buchhandel in Frage? Oder stehen wir vor einer Transformation, die am Ende mehr Chancen als Gefahren bietet? Im Seminar wollen wir diesen Fragen anhand eines aktuellen Blicks in den Markt diskutieren, unter anderem mit folgenden Aspekten:

  • Rahmenbedingungen des Online-Buchhandels: neue Konkurrenten, neue Chancen
  • eBooks als zentraler Faktor: Digitales Lesen vs. Online-Verkauf von Print-Titeln
  • Internationale Player und deutsche Plattformen: Who is who in der Online-Welt
  • Vermarktung im Web: neue Channels, neue Herausforderungen
  • Discoverability: Sichtbarkeit und Reichweite als die neue Währung

Andreas Kurzal
Digital Marketing: Ein Blick hinter den digitalen Angeboten

Blockseminar

Das Marketing der „alten Schule“ tritt mehr und mehr in den Hintergrund. “Marketing 4.0” wird durch die Digitalisierung des Alltags vor allem aus der Sicht des Internets beschrieben. Durch die Bedeutung der Social Media beinhaltet es zugleich eine methodische Verschiebung weg von der Verkaufsorientierung hin zu PR- und Image-Management. Dies schlägt sich etwa in den Anforderungen an das Content-Marketing nieder: Inhalte sollen aus Sicht der Beteiligten informierend und unterhaltend sein. Doch was ist Digitales Marketing überhaupt? Die Übung beantwortet u.a. die Fragen „Wie werden Kaufentscheidungen getroffen?“, „Wie werden Werbebotschaften wahrgenommen und welche Kaufimpulse lösen diese aus?“ oder „Welche Emotionen erleben Kunden an welchen Touchpoints?“


Carina Leitner
Adobe InDesign

Blockseminar


Dr. Wolfgang Lent
Urheber- und Medienrecht für Verlage

Do 18 - 20 Uhr

Welche Rechte hat ein Autor? Was steht in einem Buchvertrag? Welche Bildrechte sind beim Abdruck und bei der Online-Publikation von Fotos zu beachten? Diese und andere Fragen spielen in der Verlags- und Medienpraxis eine große Rolle. Die Lehrveranstaltung bietet anhand von Übungsfällen und Beispielen eine Einführung in die entsprechenden Rechtsgrundlagen. Sie gibt Hilfestellungen für die spätere Verlagsarbeit, vermittelt aber auch rechtliches Basiswissen für freie Tätigkeiten in der Verlags- und Medienbranche. Die Lehrveranstaltung gliedert sich in zwei Teile:
Teil A: Urheberrecht
Geschützte Werke, Leistungsschutzrechte, Schutzdauer
Urheberschaft, Urheberpersönlichkeitsrecht und wirtschaftliche Verwertungsrechte
Schranken des Urheberrechts
Typische Buchverträge
Teil B: Medienrecht
Publikationsfreiheiten (z.B. Meinungs-, Informations-, Presse- und Kunstfreiheit)
Persönlichkeitsrechte (z.B. Recht am eigenen Bild, Schutz der Ehre, Schutz der Intim- und Privatsphäre)
Abwägung zwischen Publikationsfreiheiten und Persönlichkeitsrechten
Buchtitelschutz
Buchpreisbindung


Dr. jur. Agnès Lucas-Schloetter
Urheberrecht für Geisteswissenschaftler

Fr 10 - 12 Uhr


Dr. Andreas Meyer / Tom Erben
Marke und Marketing in Zeiten der Digitalisierung

Blockseminar

Die Buchindustrie befindet sich in einem Umstrukturierungsprozess, der nicht nur die bisherigen Wertschöpfungs-Modelle, sondern die Identität der Branche als solche in Frage stellt. Treiber dieses Prozesses sind – in der öffentlichen Diskussion gerne vergessen – die Leser und ihre stark veränderten Bedürfnisse und technischen Möglichkeiten. Das Seminar bezieht sich auf aktuelle Fragen des Marketingmix und der Markenführung:

  • Wie sehen die zentralen Elemente des „digitalen Marketingmix“ aus?
  • Veränderung des Absatzmarketing: „Point of Sales goes digital“ – werden Verlage zu Händlern, und wenn ja, was bedeutet das?
  • Veränderung der Marketingkommunikation: wie lassen sich welche Zielgruppen in Zukunft optimal ansprechen?
  • Welche Bedeutung hat das Thema „Marke“ zukünftig im Buchmarkt - zunehmend ohne physisch-haptische Produkte?
  • Welche neuen Chancen bietet “digitale Markenführung“ – und wie kann dennoch eine Einbindung des Sortimentsbuchhandels aussehen?

Methodik: Praktische Übungen und Analysen anhand konkreter Beispiele und Case Studies bestimmen die Arbeit im Seminar.


Dr. Helen Müller
Heine und Campe. Eine editorische Erfolgsgeschichte

Mi 18 - 20 Uhr

Von 1826 an, dem Jahr des Erscheinens der „Reisebilder“, verband Heinrich Heine und Julius Campe nicht nur eine bis zum Tod Heines im Jahr 1856 währende enge Freundschaft, sondern auch die erfolgreiche Geschäftsbeziehung eines „modernen Verlegers“ mit einem „modernen Berufsschriftsteller“. Diese Beziehung soll im Seminar aus zwei Perspektiven beleuchtet werden. Einmal lässt sich an ihr die Geschichte des deutschen Buchhandels am Beispiel eines großen Verlages unter den Bedingungen der politischen Zensur im Deutschland des Vormärz darstellen. Zum anderen soll am Beispiel der Publikationsgeschichte des bekannten heineschen Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“ der Blick auf die Bedingungen und Möglichkeiten des modernen Berufsschriftstellers gelenkt werden.


Michael Muselmann
Verlagsmanagement

Blockseminar

Das Management eines Verlages hat viele Facetten und kann aus
unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Vom Top-Management auf
Ebene der Geschäftsführung bis hin zu einzelnen Projektteams werden in
einem Verlag ganz unterschiedliche Themen und Herausforderungen
„gemanagt“.

In diesem Seminar geht es darum, Einblicke in das operative Management
eines fiktiven Verlagsalltags zu erhalten und den (strategischen) Umgang
mit verschiedenen Herausforderungen im Buchmarkt zu diskutieren.

Als Rahmenbedingungen werden Grundlagen zum Buchhandel, die aktuelle
Marktentwicklung sowie der Aufbau und die Aufgaben in einem klassischen
Publikumsverlag behandelt. Ein Schwerpunkt ist zudem die Kalkulation
eines Werkes und die Zusammensetzung der Produktionskosten eines Buches.

Im Praxisteil des Seminars wird anhand von Case Studies die Frage
bearbeitet, wie man den unterschiedlichen Herausforderungen, vor denen
die Buchbranche steht, womöglich begegnen kann.


Sabine Pfefferer
Grundlagen des Verkaufens im Buchhandel

Do 16 - 18 Uhr

Ziel der Veranstaltung ist es, Ihnen einen komprimierten Überblick über den Sortimentsbuchhandel und deren Zusammenhänge und unterschiedliche Formen zu geben. Im Vordergrund steht die Vermittlung fachpraktischen Wissens. Der Kurs erfasst dabei alle fachspezifischen Inhalte rund um die Geschäftsprozesse des Buchmarkts in Zeiten des Strukturwandels, von kaufmännischer Steuerung und Kontrolle, über Wirtschafts- und Sozialkunde, Warenwirtschaft, Beschaffungsorganisation und Einkauf, Marketing, Beratung und Verkauf, Buch- und Medienwirtschaft, die Arbeit im Verlag, die rechtlichen Grundlagen, die Warengruppe Belletristik bis hin zur Herstellung des Produktes Buch.


Stefan Salamonsberger
Inside the mind of a Buchkäufer - Vom Suchen und Finden einer Zielgruppe

Mi 12 - 14 Uhr

 


Stefan Salamonsberger
Planen, Befragen, Auswerten: Methoden der empirischen Sozialforschung

Mo 14 - 16 Uhr

Ergebnisse von empirischen Befragungen und Studien bestimmen, welche Waren und Dienstleitungen angeboten werden, sie beeinflussen mit dem dargebotenen Meinungsbild Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Im Buchmarkt geben sie Auskunft über Trends, Tendenzen, Käufer, Leser und dem ökonomischen Nutzwert eines Marktteilnehmers und sie somit Grundlage für strategische Entscheidungen.

Grundlegende Kenntnisse der Methoden der empirischen Sozialforschung werden daher nicht nur benötigt, um eigene (empirische) Untersuchungen erfolgreich durchführen zu können. Sie sind auch erforderlich, um die Ergebnisse anderer empirischer Forschung rezipieren, interpretieren und kritisch betrachten zu können.

Inwieweit können wir Forschungsergebnissen in den Medien oder in wissenschaftlichen Studien glauben? Welches Forschungsdesign ist für den Untersuchungsgegenstand angemessen? Wie werden Daten erhoben und ausgewertet? Welche Gütekriterien gilt es zu beachten?

Das Seminar vermittelt einen allgemeinen Überblick über gängige Methoden empirischer Sozialforschung und ihren theoretischen Hintergrund. Der Fokus liegt dabei auf dem Spektrum buchwissenschaftlicher Fragestellungen und Forschungsfelder. Die Studierende sollen in der Lage sein, empirische Untersuchungen nachzuvollziehen und kritisch zu hinterfragen sowie eigenen Forschungsfragen nachzugehen und theoretische Annahmen zu überprüfen.


Stefan Salamonsberger
Buch(stark) in Leipzig

Mo 16 - 18 Uhr


Dr. Jürgen Schechler
BWL in der Verlagspraxis

14-tägig, Kurs A Mi 8 - 10 Uhr, Kurs B Mi 10 - 12 Uhr

Das Seminar wendet sich an fortgeschrittene Studenten mit großem Interesse an Fragen der Betriebswirtschaft. In der Kürze der Zeit können aus den BWL-Funktionsbereichen nur spezifische Ausschnitte der gesamten Betriebswirtschaftslehre behandelt werden (u.a. Führung, Planung, Controlling, Marketing). Auf die reale Verlagswelt zugeschnittene Konzepte, Modelle und Systematiken werden besprochen und anschließend im Hinblick auf folgende Fragen diskutiert:

  • Welche betriebswirtschaftlichen Konzepte werden in der Verlagspraxis wie (pragmatisch) angewendet?
  • Wie sehen Abläufe und Verantwortungsbereiche aus?
  • Können damit zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden?

Peter Schnid-Meil / Jördis-Beatrix Schulz
Online-Buchhandel

Blockseminar

 

  • Struktur des Buchhandels in Deutschland
  • Rolle des Online-Buchhandels
  • Wer sind die Big Player im Markt?
  • Platzhirsch amazon
  • Besondere Märkte: Direktgeschäft der Verlage, SelfPublishing, Bibliotheken, Streaming-Angebote
  • Was verkaufen Verlage? Physische und digitale Produkte
  • Wie kommen Produkte in die Shops? Metadaten und Prozesse
  • Wer sind eigentlich die Kunden? Zielgruppen und wie man sich ein Bild von ihnen macht
  • Wie erreicht man die Kunden? Website, Newsletter, Social Media
  • Was sind die wichtigsten Faktoren für erfolgreichen Onlinehandel?
  • Identifikation der wichtigsten Contentanbieter (z. B. Verlage)
  • Auswahl der Produktformen und Preisgestaltung (digital, physisch, innovativ)
  • Kurzbeschreibung der Zielgruppe(n)
  • Verkaufskanäle (z. B. eigener Shop, Partner, klassischer Online-Handel)

 


Katharina Scholz / Liesa Arendt
Marketing und Vertrieb I

Blockseminar

Was meinen die deutschen Publikumsverlage, wenn sie von Marketing und Vertrieb sprechen? Dieses Seminar vermittelt in einer abwechslungsreichen Mischung die theoretischen Grundlagen und zeigt, wie diese heute in der Praxis umgesetzt werden.

Lernziel: Vermittlung der Grundlagenkenntnisse zu Produktgestaltung, Preisfindung, Kommunikation und Distribution. Ausgehend von zeitgemäßen Ansätzen der Zielgruppenbeschreibung wird die Analyse des Kundenverhaltens und der Marktentwicklung erarbeitet.

Schwerpunkt des Seminars wird auch sein, die Abläufe und Prozesse in einem Publikumsverlag kennenzulernen und zu verstehen. Was braucht ein Verlag, um auch in Zukunft erfolgreich zu bestehen?!

 


Rossi Schreiber
Aspekte der Buchbranche

Mi 12 - 14 Uhr

Gastredner aus der Praxis stellen ihre speziellen Ansätze und Tätigkeitsfelder vor und beantworten Fragen. Wir hören z.B. einen der weltweit wichtigsten Literaturagenten, einen Experten für Modernes Antiquariat (verantwortlich für Restauflagen aus über 40 Verlagen), einen Schriftendesigner, eine Social Media-Managerin und andere. Ziel der Veranstaltung ist es, interessante Bereiche der Branche in konkreten Fallbeispielen vorzustellen.


Sabine Schulz
Big Data - Small Data: Marktforschung mit kleinem Budget

Blockseminar

Wie gut kennen Sie Ihre Kunden? Wo finden Sie gute Informationen zum Thema? Mit welchen Methoden lässt sich Zielgruppenforschung mit geringen Kosten betreiben?

In diesem Seminar lernen Sie unterschiedliche Methoden in Theorie und Praxis kennen, die sich schnell in den Verlagsalltag integrieren lassen. Produktideen und Konzepte können während des Entstehungsprozesses laufend bei der Zielgruppe abgefragt und getestet werden. Ergänzende Studien werden ausgewertet. Das führt zu mehr Sicherheit in der Produktentwicklung. Entscheidungsgremien werden leichter überzeugt und der Kostenaufwand bleibt in einem überschaubaren Rahmen.

Programm
Warum überhaupt Marktforschung?
Big Data – was steckt dahinter? Small Data – kann man den Ergebnissen wirklich trauen?
Praxis: Marktforschungsmethoden mit Bordmitteln Medienverhalten
Exkurs: Datenschutz in der Marktforschung Gruppenübungen und Präsentationen


Patrick Tümmers
Anforderungen an die Lesetypografie

14-tägig, Mo 12 - 14 Uhr

Medien vermitteln ihre Botschaften vor allem durch Bilder, durch Schrift und auch durch Töne. Die Anforderungen an die Mediengestaltung sind dabei nicht nur dem wandelnden Zeitgeist unterworfen, auch der technische Wandel stellt permanent neue Herausforderungen.

Die Fragen an die Typografie und speziell an die Lesetypografie sind, trotz des technischen Wandels, seit dem 15 Jh. nahezu die gleichen geblieben. Es haben sich im Laufe von Jahrhunderten Gesetzmäßigkeiten der Lesbarkeit und Leseführung gebildet, gegen die man nicht ungestraft verstoßen darf und die wir in dem Kurs durch Typografie-Sensibilisierung kennenlernen wollen.


Claudia Weber / Alina Niggemann
Digital Publishing

14-tägig, Mi 18 - 20 Uhr

Der digitale Wandel verändert die Struktur der Leser und lässt in vielen Verlagen neue Prozesse entstehen. Doch was sind die besonderen Herausforderungen eines reinen Digital-Verlags? Wie sieht das digitale Nutzerverhalten aus und wohin wird es sich verlagern? Welcher Unterschied besteht zwischen einem Digital-Verlag und den so in Mode gekommenen Self-Publishern? Die Übung beschäftigt sich mit diesen und weiteren Fragen rund um den digitalen Vertrieb, den besonderen Marketingstrategien und der Distribution digitaler Bücher in einer Zeit, in der es zunehmend schwerer wird, Leser weiterhin für das Lesen zu begeistern.