Buchwissenschaft
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Lehrveranstaltungen Wintersemester 2016 / 2017

Achtung: Anmeldung für alle buchwissenschaftlichen Veranstaltungen ausschließlich über LSF!

Hier sind auch sämtliche Räume und Einzeltermine zu den Veranstaltungen angegeben.
Belegungsfristen beachten!!

Regina Denk
E-Publishing

14-tägig, Di 18 - 20 Uhr

Die Digitale Entwicklung verwandelt die lange geordnete Verlagswelt in einen Dschungel der Möglichkeiten: viele Chancen, viele Gefahren, vor allem viel unbekanntes Terrain. Gewohnte Strukturen und Kundenbedürfnisse verändern sich meist schneller als die dahinterliegenden Prozesse angepasst werden können, neue Produkte und Player drängen in den Markt und bringen ihre eigene Dynamik mit sich. Dieses Seminar beschäftigt sich mit der sich verändernden Welt des nicht-mehr-nur-gedruckten Wortes. Welche Möglichkeiten bieten sich für Verlage und Autoren, Inhalte zu verbreiten und zu monetarisieren? Wie lassen sich erfolgreiche Produkte gestalten, was müssen sie können und worin bestehen die Unterschiede zum Print? Ein Blick auf innovative Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten, Produktformen und –strategien im Bereich des digitalen Verlegens


Bernhard Fetsch
Methodische Grundlagen des Verlagsmanagements

Blockseminar

Was bedeutet Verlagsmanagement angesichts der Umbrüche der letzten Jahre, teils auch nur Monate? Wie „managet“ man einen Verlag? Was bedeutet hier Führung und Unternehmertum? Was sind die Teilbereiche des Verlagswesens? Welche Sparten -auch jenseits des Buchbereiches- sollte man dabei vor Augen haben? Und welchen Einfluss hat speziell die Digitalisierung auf Geschäftsmodelle, Inhalte und Produktform? Im Praxisblock werden use cases zur Bearbeitung stehen, anhand derer die erworbenen Kenntnisse aus Marketing & Vertrieb, zur Digitalisierung, über Wertschöpfungsstrukturen sowie die methodischen Grundlagen der gängigsten Analysemodelle angewandt und vertieft werden.


Dr. Johannes Frimmel
Oberseminar für MA-Studierende (MA Verlagspraxis, MA Buch- und Medienforschung) 

14-tägig, Mi 16 - 18 Uhr

Das Oberseminar wendet sich an Abschlusskandidat/innen des MA Verlagspraxis und Buch- und Medienforschung, die ihre Masterarbeit verfassen wollen. Im Seminar werden die Themen der MA-Arbeiten präsentiert und zur Diskussion gestellt. Begleitend wird mit allen Studierenden ein wissenschaftliches Exposé der MA-Arbeit entwickelt und intensiv besprochen.


Dr. Johannes Frimmel
Grundkurs Buchwissenschaft 

Do 12 - 14 Uhr

Im Grundkurs findet eine Einführung in die verschiedenen Themenbereiche und methodische Aspekte der Buchwissenschaft statt. Zugleich werden grundlegende Kompetenzen wie wissenschaftliche Recherche und wissenschaftliches Arbeiten vermittelt.


Dr. Johannes Frimmel
Der Buchmarkt nach 1945  

Di 16 - 18 Uhr

Christian Adam hat in seinem neuen Buch festgestellt, dass es sich bei der Stunde Null nach Kriegsende in der Bundesrepublik weitgehend um einen Mythos handelt. Sowohl bei den literarischen Tendenzen als auch seitens der Verlage und Institutionen auf dem Buchmarkt finden sich zahlreiche Kontinuitäten zur NS-Zeit. In dem Hauptseminar wird die Entwicklung des Buchmarkts in den 1940er und 1950erJahren im Überblick dargestellt. Außerdem werden einige repräsentative Verleger und Bestsellerautoren dieser Zeit vorgestellt.


Dr. Johannes Frimmel
Buchwissenschaft und Kulturtransfer

Do 16 - 18 Uhr

Die Kulturtransferforschung beschäftigt sich mit der Übertragung von Kulturgütern von der Ausgangskultur in eine Zielkultur. Der Fokus liegt herbei auf den Vermittlung und den Adaptationsprozessen in der Zielkultur. Verlagen und dem Buchhandel kommt hierbei eine zentrale Bedeutung zu. In dem Seminar werden Theorie und Methodik der Kulturtransferforschung vorgestellt und die Rolle von Verlage und Buchhandel im Kulturtransfer an historischen und aktuellen Beispielen untersucht.


PD Dr. Wilhelm Haefs

Grundzüge der Buchhandelsgeschichte I

Mo 12 - 14 Uhr

Die Vorlesung führt in die Geschichte des Buchhandels und des Verlagswesens im deutschsprachigen Raum von seinen Anfängen (hier vom Übergang von der Handschriftenkultur zum Buchdruck im 15. Jh.) bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs mit seinen Folgen ein.
Es gilt die wichtigen Entwicklungsphasen, Innovationen und Zäsuren im Buch- und Verlagswesen darzustellen, die Herausbildung von buchhändlerischen Handelsmodellen und Geschäftsusancen nachzuzeichnen und am Beispiel von einzelnen Verlagsfirmen zu illustrieren. Einen großen Stellenwert nehmen die Ausgangsbedingungen für die allmähliche Entstehung des Urheberrechtsgedankens im ausgehenden 18. Jahrhundert, für die Zensur und ihre fortschreitende Institutionalisierung und Bürokratisierung sowie der wirkungsmächtige Modernisierungs- und Professionalisierungsprozess ein, den die Verlagsbranche im 19. und 20. Jh. durchlaufen hat (bspw. Gründung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Entstehung von Bahnhofs-, Reise- und Warenhausbuchhandel). Auf die Analyse des neuen Typus des ‘Kulturverlegers’ im Kaiserreich, der Entwicklung der Buchgestaltung und Buchwerbung (mit Fokus auf dem Buchumschlag) und der Skizzierung des Buchmarkts der Weimarer Republik folgt ein Blick auf die Entwicklung der Verlagsbranche vor dem Hintergrund der intensiven wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Debatten und der rechtlichen Rahmenbedingungen in der Weimarer Republik sowie auf die Auswirkungen der Bücherverbrennungen im Mai 1933 und der nationalsozialistischen Diktatur auf das Buch- und Verlagswesen. Abschließend sollen die Nachkriegsjahre (Wiederaufbau des Buchhandels, Gründung der “Rowohlts Rotations Romane” und die ersten Taschenbuchreihen, literarischen Institutionen, die Anfänge der Gruppe 47 etc.) wenigstens skizziert werden.


PD Dr. Wilhelm Haefs

Literarisch-künstlerische Avantgarde und NeoAvantgarde in München

Do 16 - 19 Uhr

Das Seminar begibt sich auf 'Spurensuche' in München: Auf die Suche nach Zeugnissen jener künstlerischen und literarischen Aufbruchsbewegung, die als Avantgarde bezeichnet wird, darüber hinaus aber auch nach den NeoAvantgarden seit den 1950er Jahren. Im Mittelpunkt steht zum einen der Münchner Galerist Hans Goltz, der auch eine Buchhandlung und einen Verlag betrieb und - parallel zu den Bemühungen der Berliner Expressionisten Herwarth Walden mit Galerie, Zeitschrift und dem Verlag "Der Sturm" und Franz Pfemfert mit Verlag und Zeitschrift "Die Aktion" - in München noch vor der bekannteren Galerie Thannhauser von 1912 bis Anfang der 1920er Jahre die literarisch-künstlerische Avantgarde mit Aussstellungen (u.a. zum 'Blauen Reiter'), Ausstellungskatalogen, Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen repräsentierte.- Zum anderen wird, für die Zeit nach 1945, der Blick vor allem auf die neoavantgardistische und experimentelle Künstler-Gruppe "Spur" und auf ihre Medien gerichtet. Erwartet wird die Bereitschaft, sich mit dem Thema forschungsorientiert zu beschäftigen.


Prof. Dr. Christine Haug
Lektürekurs zu buchwissenschaftlichen Quelltexten

Do 10 - 12 Uhr

Im Lektürekurs gilt unsere Aufmerksamkeit dem Bändchen von Carlos Spoerhase Linie, Fläche, Raum. Die drei Dimensionen des Buches in der Diskussion der Gegenwart und der Moderne (Göttingen 2016). Die Kenntnis dieses Textes ist Voraussetzung für die Teilnahme am Lektürekurs! Im Seminar werden wir weitere Beiträge zum Thema Materialität des Buches lesen und die Voraussetzungen dafür schaffen, über buchästhetische Fragen u.a. auch im gegenwärtigen Buchmarkt zu diskutieren und vielleicht Erklärungen zu finden, warum das gedruckte Buch - entgegen aller Prognosen - auch zukünftig eine hohe Wertigkeit besitzt.


Prof. Dr. Christine Haug
Oberseminar für MA-Studierende (MA Verlagspraxis, MA Buch- und Medienforschung)

Di 14 - 16 Uhr

Das Kolloquium für MA-Kandidat/innen bietet in zweiwöchigem Rhythmus die Möglichkeit, die MA-Projekte vorzustellen und zu diskutieren, gemeinsam über die zielführende Formulierung wissenschaftlicher Fragestellungen und Methoden zu sprechen. Im Seminar wird die Anfertigung eines wissenschaftlichen Exposés begleitet, das individuell korrigiert und besprochen wird. Darüber hinaus gilt es ein kleines Gutachten für eine Forschungsstudie ihrer Wahl anzufertigen, das ebenfalls (so sieht es die MA-Prüfungsordnung vor) Teil der MA-Bewertung sein wird.
Das Oberseminar wendet sich an Abschlusskandidat/innen der buchwissenschaftlichen MA-Studiengänge, die sich zeitnah zu ihrer Masterarbeit anmelden wollen bzw. angemeldet sind. Im Seminar werden die Themen der MA-Arbeiten präsentiert und zur Diskussion gestellt. Begleitend wird ein wissenschaftliches Exposé der MA-Arbeit entwickelt, das intensiv besprochen wird und das anschließend als Einleitungskapitel in die MA-Arbeit übernommen werden kann.


Prof. Dr. Christine Haug
„Distribution von verbotenen Büchern im Europa um 1800” - Produktion und Vertrieb von verbotenen Lesestoffen im transnationalen Vergleich

Di 12 - 14 Uhr

Das Seminar wird sich mit einem Aspekt der transnationalen Buchhandelsgeschichte beschäftigen, die unterschiedlichen Rahmenbedingungen für die Entfaltung des literarischen Lebens in einzelnen europäischen Ländern nachzeichnen, dabei einen Fokus auf die differenten Zensurapparate richten und deren Wirkkraft vergleichen. Preußen galt als einer der wichtigsten Absatzmärkte im deutschsprachigen Raum um 1800, so dass ein von der preußischen Zensur ausgesprochenes Distributionsverbot für auswärtige Verleger einen massiven wirtschaftlichen Einbruch bedeuten konnte. Im Seminar gilt es gemeinsam Schlüsseltexte zu lesen und zu diskutieren, einerseits einzuüben, wie man zielführende wissenschaftliche Fragestellungen zu einem Thema entwickelt, andererseits sich im schriftlichen Ausdruck zu üben - Kompetenzen, die für die Masterarbeit unverzichtbar sein werden.


Irene Held
Verkaufen im Sortiment 

14-tägig, Di 18-20 Uhr

Der Kurs gibt eine Einführung in den Sortimentsbuchhandel mit dem Schwerpunkt Verkauf. Es werden alle Formen und Modelle und deren Anforderungen erläutern, Warenwirtschaftssysteme und Barsortimente werden auch berücksichtigt.


Fabian Kern
Chancen und Herausforderungen im Online-Vertrieb von Büchern, eBooks und anderen Verlagsprodukten

Blockseminar

Online-Handel und eCommerce haben seit dem Durchbruch des Internet die Wirtschaft so sehr verändert, dass kaum eine Rahmenbedingung des ökonomischen Handelns unberührt geblieben ist. Auch der Buchhandel ist, wenn auch mit gewissem Zeitverzug gegenüber anderen Branchen, von diesen tiefgreifenden Umwälzungen betroffen – denn neben einem neuen Vertriebsweg entwickeln sich auch zahlreiche neue Konkurrenten, die das Geschäftsmodell der Branche grundlegend verändern. Stellt die Online-Welt den traditionellen Buchhandel in Frage? Oder stehen wir vor einer Transformation, die am Ende mehr Chancen als Gefahren bietet? Im Seminar wollen wir diesen Fragen anhand eines aktuellen Blicks in den Markt diskutieren, unter anderem mit folgenden Aspekten:
- Rahmenbedingungen des Online-Buchhandels: neue Konkurrenten, neue Chancen
- eBooks als zentraler Faktor: Digitales Lesen vs. Online-Verkauf von Print-Titeln
- Internationale Player und deutsche Plattformen: Who is who in der Online-Welt
- Vermarktung im Web: neue Channels, neue Herausforderungen
- Discoverability: Sichtbarkeit und Reichweite als die neue Währung


Stephan Kilian
Mediennutzungs- und Leserforschung

14-tägig, Mi 18 - 20 Uhr

Abgestimmt auf das Modul P6 (Theorien und Methoden der empirischen Sozialforschung) werden hier konkrete Studien zur Offline- und Onlinemediennutzung durchgesehen und auf die praktische Verwertbarkeit geprüft. Dabei werden die Unterschiede zwischen beruflicher Lektüre (in Fachmedien) und privaten Lesegewohnheiten genauso betrachtet wie die Herausforderung bei der Umsetzung der Erkenntnisse in konkrete Verlagsprodukte und -angebote. 


Dr. Wolfgang Lent / Dr. Konstantin Wegner
Urheber- und Medienrecht für Verlage

14-tägig, Do 18 - 20 Uhr

Welche Rechte hat ein Autor? Was steht in einem Verlagsvertrag? Welche Bildrechte sind beim Abdruck von Fotos beachten? Diese und andere Fragen spielen in der Verlags- und Medienpraxis eine große Rolle. Die Lehrveranstaltung bietet anhand von Übungsfällen und Beispielen eine Einführung in die entsprechenden Rechtsgrundlagen. Sie gibt Hilfestellungen für die spätere Verlagsarbeit, vermittelt aber auch rechtliches Basiswissen für freie Tätigkeiten in der Verlags- und Medienbranche. Die Lehrveranstaltung gliedert sich in zwei Teile:
Teil A: Urheberrecht
• Geschützte Werke, Leistungsschutzrechte, Schutzdauer
• Urheberschaft, Urheberpersönlichkeitsrechte und wirtschaftliche Verwertungsrechte
• Schranken des Urheberrechts
• Typische Verträge (z.B. Verlagsvertrag, Übersetzervertrag, Lizenzvertrag)
Teil B: Presserecht und Persönlichkeitsrecht
• Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit, Pressefreiheit
• Fallgruppen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts (z.B. Recht am eigenen Bild, Schutz der Intim- und Privatsphäre)


Julian Manzel
Wie Technologie Nutzerverhalten und Medienkonsum verändert

14-tägig, Do 18 - 20 Uhr

Smartphones und Tablets werden immer stärker zu den zentralen Geräten jeglicher Mediennutzung. Die verschiedenen Mediengattungen rücken dichter aneinander. Der Wechsel zu einem anderen Medium ist nur noch einen Klick entfernt. Der Kampf zwischen den Mediengattungen um das Zeitbudget der Nutzer wird zunehmend stärker. Welchen Einfluss hat dies auf die Buchbranche und das Lesen allgemein. Was bedeutet der Aufstieg von Social Media in diesem Kontext. Welche Herausforderungen ergeben sich für die Buchbranche?
Ziel des Seminars ist es, den Blick über den Tellerrand zu wagen und ein Gefühl für die Veränderung der Mediennutzung insgesamt zu entwickeln. Welche Trends gibt es in anderen Mediengattungen? Was davon lässt sich auf den Buchmarkt übertragen? Was nicht? Wie stark ist der Wettbewerb zwischen den Mediengattungen, wenn es um die gleiche Geschichte geht? Im Seminar werden wir diese und weitere Fragestellungen diskutieren, aktuelle Fallbeispiele betrachten und mögliche Auswirkungen auf die Buchbranche analysieren.


Dr. Andreas Meyer / Tom Erben
Marke und Marketing in Zeiten der Digitalisierung

Blockseminar

Die Buchindustrie befindet sich in einem Umstrukturierungsprozess, der nicht nur die bisherigen Wertschöpfungs-Modelle, sondern die Identität der Branche als solche in Frage stellt. Treiber dieses Prozesses sind – in der öffentlichen Diskussion gerne vergessen – die Leser und ihre stark veränderten Bedürfnisse und technischen Möglichkeiten. Das Seminar bezieht sich auf aktuelle Fragen des Marketingmix und der Markenführung:

  • Wie sehen die zentralen Elemente des „digitalen Marketingmix“ aus?
  • Veränderung des Absatzmarketing: „Point of Sales goes digital“ - werden Verlage zu Händlern, und wenn ja, was bedeutet das?
  • Veränderung der Marketingkommunikation: wie lassen sich welche Zielgruppen in Zukunft optimal ansprechen?
  • Welche Bedeutung hat das Thema „Marke“ zukünftig im Buchmarkt - zunehmend ohne physisch-haptische Produkte?
  • Welche neuen Chancen bietet “digitale Markenführung“ – und wie kann dennoch eine Einbindung des Sortimentsbuchhandels aussehen?

Methodik: Praktische Übungen und Analysen anhand konkreter Beispiele und Case Studies bestimmen die Arbeit im Seminar.


Laura Mokrohs
Paul Renner

Di 12 - 14 Uhr

Ausgehend von der Frage nach der Rolle des Buches in der Medien- und Kommunikationsgeschichte und dem medialen Charakter des Buches, soll der Teilbereich der Typografie in den Blick genommen werden.
Beispielhaft wird hier die Buchgestaltung im München der 1920er Jahre untersucht. Eine zentrale Person ist hier der Typograf Paul Renner (1878 – 1956), der 1911 gemeinsam mit Emil Preetorius in München die Schule für Buchgewerbe gründete, theoretische Werke zur Typografie veröffentlichte („Typografie als Kunst“, 1922), ab 1927 in München die Leitung der „Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker“ übernahm und 1928 die Schrifttype „Futura“ auf den Markt brachte. Natürlich werden auch die historische und soziale Rahmenbedingungen beleuchtet, das literarische Leben im München der 20er Jahre oder der Wandel im kulturellen Leben nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Renner wurde als Anhänger der künstlerischen Moderne von konservativer Seite zunehmend mit dem Vorwurf des „Kulturbolschewismus“ angegriffen


Laura Mokrohs / Stefan Salamonsberger
Fragen, diskutieren, kritisieren

Mi 14 - 16 Uhr

Das Kolloquium begleitet BA-Buchwissenschaftler, die ihre Abschlussarbeit vorbereiten. In diesem Seminar werden Forschungsthemen, Methodik und Aufbau von wissenschaftlichen Arbeiten erörtert und den Teilnehmern wird die Gelegenheit gegeben, Teile ihrer Bachelorarbeit zur Diskussion zu stellen. Bestandteil des Kolloquiums ist zudem eine kritische Re­fle­xi­on der Herangehensweise beim Verfassen der eigenen BA-Arbeit.


Stefan Salamonsberger
Die Vermessung der Lust – Was wir schon immer über pornographische Bücher und ihre Käufer wissen wollten...

14-tägig, Mi 12 - 14 Uhr

Nicht erst seit Shades of Grey boomt der Markt mit erotisch-pornographischen Büchern. Die Romane decken unterschiedliche Neigungen, Wünsche und Vorlieben der Leser ab. Besonders das ebook Segment wächst in diesem Bereich, da das digitale Format auf einem Reader eine neutrale Verpackung bietet. Denn wer will schon beim Lesen von einem erotischen oder pornographischen Roman beobachtet oder erwischt werden?
In diesem Projekt vergibt der (fiktive) Verlag Perfect Passion einen Auftrag an das Marktforschungsunternehmen BuWi-Trend, um für ihn eine Studie über Käufer, Leser und angedachte Produkte auf dem erotisch-pornographischen Buchmarkt durchzuführen. Die Teilnehmer agieren dabei als Marktforscher und erstellen Schritt für Schritt mit Hilfe verschiedener Methoden und Tools einen Bericht, der Perfect Passion einen Einblick in den Markt verschaffen soll.
Das Projekt begleitet und ergänzt das Seminar „Methoden der empirischen Sozialforschung“.


Stefan Salamonsberger
Buch(stark) in Leipzig

Mo 16 - 18 Uhr

Konzipieren, organisieren und repräsentieren: das Messeteam der Buchwissenschaft, die Munich Bookster, planen wieder einen starken Studiengangsauftritt auf der Buchmesse in Leipzig. Der Kurs ist für BA- als auch für MA-Studenten geeignet, die ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit, Kreativität und Teamfähigkeit mitbringen.
Zu den Aufgaben zählen: Buchung von Reise und Unterkunft, Konzeption von Veranstaltungen und kreativen Events, Akquise von finanziellen Mitteln, Erarbeiten von Werbe- und Infomaterial und schließlich die Standbetreuung auf der Leipziger Messe vom 23. bis 26. März 2017.
Darüber hinaus sollen Blog (munichbookster.wordpress.com), Facebook, Twitter und Instagram öffentlichkeitswirksam über das Team berichten. Melden Sie sich für diesen Kurs also bitte nur dann an, wenn Sie Spaß an der Konzeptentwicklung, Standbetreuung und vor allem Zeit für einen Messebesuch haben. Außer den geplanten Sitzungen im Semester können weitere Treffen im Vorfeld der Messe nötig sein.


Stefan Salamonsberger
Planen, Befragen, Auswerten: Methoden der empirischen Sozialforschung

Mo 14 - 16 Uhr

Ergebnisse von empirischen Befragungen und Studien bestimmen, welche Waren und Dienstleitungen angeboten werden, sie beeinflussen mit dem dargebotenen Meinungsbild Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Im Buchmarkt geben sie Auskunft über Trends, Tendenzen, Käufer, Leser und dem ökonomischen Nutzwert eines Marktteilnehmers und sie somit Grundlage für strategische Entscheidungen.
Grundlegende Kenntnisse der Methoden der empirischen Sozialforschung werden daher nicht nur benötigt, um eigene (empirische) Untersuchungen erfolgreich durchführen zu können. Sie sind auch erforderlich, um die Ergebnisse anderer empirischer Forschung rezipieren, interpretieren und kritisch betrachten zu können.
Inwieweit können wir Forschungsergebnissen in den Medien oder in wissenschaftlichen Studien glauben? Welches Forschungsdesign ist für den Untersuchungsgegenstand angemessen? Wie werden Daten erhoben und ausgewertet? Welche Gütekriterien gilt es zu beachten?
Das Seminar vermittelt einen allgemeinen Überblick über gängige Methoden empirischer Sozialforschung und ihren theoretischen Hintergrund. Der Fokus liegt dabei auf dem Spektrum buchwissenschaftlicher Fragestellungen und Forschungsfelder. Die Studierende sollen in der Lage sein, empirische Untersuchungen nachzuvollziehen und kritisch zu hinterfragen sowie eigenen Forschungsfragen nachzugehen und theoretische Annahmen zu überprüfen.

 


Dr. Jürgen Schechler
BWL in der Verlagspraxis

14-tägig, Mi 8 - 10 Uhr und Mi 10 - 12 Uhr

Das Seminar wendet sich an fortgeschrittene Studenten mit großem Interesse an Fragen der Betriebswirtschaft. In der Kürze der Zeit können aus den BWL-Funktionsbereichen nur spezifische Ausschnitte der gesamten Betriebswirtschaftslehre behandelt werden (u.a. Führung, Planung, Controlling, Marketing). Auf die reale Verlagswelt zugeschnittene Konzepte, Modelle und Systematiken werden besprochen und anschließend im Hinblick auf folgende Fragen diskutiert:
- Welche betriebswirtschaftlichen Konzepte werden in der Verlagspraxis wie (pragmatisch) angewendet?
- Wie sehen Abläufe und Verantwortungsbereiche aus?
- Können damit zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden? 


Theresa Schenkel
Content-Vermarktung in der Verlagswirtschaft

Blockseminar

Im Rahmen des Blockseminars "Content-Vermarktung in der Verlagswirtschaft" werden die besonderen Anforderungen an der Marketing der Buchbranche erarbeitet, Methoden zur Produktpositionierung wie
Zielgruppenbeschreibungen sowie ein Maßnahmenkatalog zur Produktvermarktung vorgestellt und anhand von separat dafür vorbereiteten Beispielen aus der Praxis eingeübt.

Das Seminar wird anhand dreier Schwerpunkte strukturiert:

  • Theorieteil zu Zielgruppenbeschreibungen, Marketingstrategie und Anforderungen an das Marketing innerhalb der Buchbranche
  • Nachvollziehen des Gelernten durch Betrachtung von Best-Practice-Beispielen
  • Eigenes Anwenden des Gelernten anhand von Buchprojekten, deren Vermarktung exemplarisch in Arbeitsgruppen erarbeitet wird.

Katharina Scholz
Marketing für Buchverlage. Theorie und Umsetzung aus Sicht von Publikumsverlagen

Blockseminar

Was meinen die deutschen Publikumsverlage, wenn sie von Marketing und Vertrieb sprechen? Dieses Seminar vermittelt in einer abwechslungsreichen Mischung die theoretischen Grundlagen und zeigt, wie diese heute in der Praxis umgesetzt werden. Lernziel: Vermittlung der Grundlagenkenntnisse zu Produktgestaltung, Preisfindung, Kommunikation und Distribution. Ausgehend von zeitgemäßen Ansätzen der Zielgruppenbeschreibung wird die Analyse des Kundenverhaltens und der Marktentwicklung erarbeitet. Schwerpunkt des Seminars wird auch sein, die Abläufe und Prozesse in einem Publikumsverlag kennenzulernen und zu verstehen. Was braucht ein Verlag, um auch in Zukunft erfolgreich zu bestehen?


Rossi Schreiber
Aspekte der Buchbranche

14-tägig, Mi 12 - 14 Uhr

Gastredner aus der Praxis stellen ihre speziellen Ansätze und Tätigkeitsfelder vor und beantworten Fragen. Wir hören z.B. einen der weltweit wichtigsten Literaturagenten, einen Experten für Modernes Antiquariat (verantwortlich für Restauflagen aus über 40 Verlagen), einen Nischenverleger, eine Social Media-Managerin, den Betreiber eines großen Online-Portals in der Verlagswelt und andere. Ziel der Veranstaltung ist es, interessante Bereiche der Branche in konkreten Fallbeispielen vorzustellen. Für den letzten Termin im Januar dürfen inhaltliche Wünsche geäußert werden.


Sabine Schulz
Programmplanung Fachbuch- vs. Ratgeberverlag

Blockseminar

Sie lernen wichtige Werkzeuge für die Programmanalyse und -planung in Verlagen und erarbeiten die Parallelen und Unterschiede in der Programmplanung zwischen Fachbuch- und Ratgeberverlagen. Wie im richtigen Lektorat konzipieren Sie eine neue Reihe oder einen Einzeltitel unter Beachtung der entsprechenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Praktische Übungen sollen zuhause und im Seminar inkl. kleiner Präsentationen gemacht werden.


Alexander Strathern
Verlagsmanagement in der Praxis

14-tägig, Di 18 - 20 Uhr

Mit der “edition LuMax” konnten Studierende der beiden M.A.-Studiengänge im WS 2013/14 erfolgreich den ersten studentischen Verlag an der LMU ins Leben rufen, der Verlag wurde seitdem kontinuierlich in den Wintersemestern fortgesetzt. Auf Basis der erarbeiteten Grundlagen soll in diesem Kurs das Projekt fortgeführt und ausgebaut werden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Gemeinsam erarbeiten wir u.a. die Verlagsstrategie, einigen uns auf Programmschwerpunkte, diskutieren über Autorenakquise, kalkulieren Projekte und deren Kosten und versuchen, das Verlagsprojekt über Pressearbeit und Marketing auch in der Öffentlichkeit entsprechend gut zu platzieren. Ziel des Seminars ist es, die - auch in anderen Übungen erlernten - vorhandenen Kenntnisse der Studierenden einzubringen und die “edition LuMax” als wissenschaftlichen Verlag von Studierenden für Studierende zu etablieren und weitere Arbeiten im Verlauf des Semesters zu veröffentlichen.


Patrick Tümmers
Anforderungen an die Lesetypografie

14-tägig, Mo 10 - 12 Uhr

Medien vermitteln ihre Botschaften vor allem durch Bilder, durch Schrift und auch durch Töne. Die Anforderungen an die Mediengestaltung sind dabei nicht nur dem wandelnden Zeitgeist unterworfen, auch der technische Wandel stellt permanent neue Herausforderungen.
Die Fragen an die Typografie und speziell an die Lesetypografie sind, trotz des technischen Wandels, seit dem 15 Jh. nahezu die gleichen geblieben. Es haben sich im Laufe von Jahrhunderten Gesetzmäßigkeiten der Lesbarkeit und Leseführung gebildet, gegen die man nicht ungestraft verstoßen darf und die wir in dem Kurs durch Typografie-Sensibilisierung kennenlernen wollen.


Andrea Wolf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Kinder- und Jugendbücher: Themen und Autoren in einer speziellen Warengruppe “verkaufen”

14-tägig, Mi 18 - 20 Uhr

Rund zwei Drittel der Inhalte in Tageszeitungen sind determiniert durch die Kommunikation von Unternehmen und Organisationen. Trotzdem ist das Ringen um die begehrten Quadratzentimeter auf den Zeitungs- und Zeitschriftenseiten groß - besonders wenn es um Rezensionen von Kinder- und Jugendbüchern geht.
Wie müssen Themen aufbereitet sein, damit sie bei den Journalisten ankommen? Sind die Kinder und Jugendlichen die Zielgruppe der Unternehmenskommunikation? Oder werden - an den eigentlichen Lesern vorbei - eher Eltern, Großeltern, Lehrer und andere Multiplikatoren angesprochen? Welche Medien - neben der Tagespresse - sind besonders für diese Warengruppe relevant?
Presseabteilungen sind Kommunikationsschnittstellen: extern und intern. Die Beziehung zu den Journalisten wird als intereffikativ bezeichnet. Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Journalisten und Presseabteilung generell in Buchverlagen aus? Gibt es Besonderheiten, wenn es um junge Leser/innen geht? Diese Übung bietet einen Überblick über die Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit rund um Bücher, schwerpunktmäßig im Bereich Kinder- und Jugendbuch.
Außerdem wird eine “Landkarte” der deutschen Medienlandschaft erstellt. Wer schreibt, liest, guckt, dreht, scrollt, hört oder blogt eigentlich was? Und für wen? Nur mit dem Wissen über die Abläufe in Redaktionen kann die Presseabteilung professionell Inhalte liefern und potentielle Berichterstattung “vorhersagen”. Schon früh im Produktionsprozess ist die Einschätzung der Medienresonanz für andere Abteilungen in Verlagen relevant. Eine enge Zusammenarbeit - schon bei der Produktentwicklung - ist ideal. Wie kann das optimal funktionieren? Und wie sieht der Arbeitsalltag aus?


Eberhard Wolf
Von der Idee zum Cover.

Blockseminar

In diesem Seminar wird anhand einer fiktiven Titelproduktion das grundsätzliche Zusammenspiel der Kreativprogramme Photoshop, Illustrator, InDesign, Bridge und Acrobat erklärt. Thematisiert werden Datenformate, Vektorisierung von Vorlagen, Bildbearbeitung und der grundsätzliche Umgang mit Indesign bis hin zur Erstellung einer Druckvorlage.
Danach können die Teilnehmer das Gelernte im Rahmen einer Titelbildgestaltung einüben. Grundkenntnisse des Apple-Betriebssystems sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Gerne können eigene Bilder oder Projekte mitgebracht werden.