Buchwissenschaft
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Lehrveranstaltungen Sommersemester 2014

Dr. Johanna Büchel
Redaktion und Lektorat für Masterstudierende

14-tägig, Di 18 - 20 Uhr


Dr. Sandra Ebert  / Monika Scheddin
Projektmanagement

Blockseminar

Professionelles Projektmanagement ist heute in der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Unabhängig davon in welcher Abteilung Sie später arbeiten werden, wird von Ihnen erwartet, dass Sie in der Lage sind, projektbezogene Aufgaben selbstständig zu erledigen. Langfristiges Ziel Ihres Arbeitgebers wird es im Regelfall sein, dass Sie auch für größere Projekte Verantwortung übernehmen und diese erfolgreich und professionell managen.
Dies erfordert neben praktischer Erfahrung auch ein fundiertes Fachwissen. Ziel dieses Kurses ist es deshalb, Ihnen das nötige Theoriewissen zu vermitteln und Ihnen die Möglichkeit zu geben, auch erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Denn Theorie und Praxis gehen Hand in Hand, wenn Sie im Rahmen dieses Kurses den „Netzwerktag 2014“ organisieren werden.


Britta Egetemeier
Aktuelle Problemstellungen des Sachbuchmarkts

14-tägig, Mi 18 - 20 Uhr

Der Wettlauf um die besten Autoren und Themen Sachbuchautoren sind meistens Experten auf einem bestimmten Gebiet oder bekannte Persönlichkeiten, die eine außergewöhnliche Erfahrung aufschreiben oder ihr Leben, eine Reise, ein Schicksal. Das alles setzt, anders als in der Literatur, nicht zwingend das Buch als Medium voraus. Was eignet sich überhaupt als Stoff für ein Sachbuch, wann ist eine Veröffentlichung als Blog, Film, Leitartikel besser? Wie findet, entwickelt und vermarktet man erfolgreiche Sachbücher? In diesem sehr praxisbezogenen Kurs lernen Sie die vielfältigen Herausforderungen im Sachbuchlektorat kennen: Wir begutachten und entscheiden über Exposés anhand inhaltlicher, programmatischer und ökonomischer Kriterien, analysieren Programmprofile und Trendthemen, entwickeln Buchkonzepte und entwerfen dafür Ausstattung, Cover und Vermarktungsstrategien. Voraussetzung: Viel lesen, recherchieren und texten wollen.


Clara Fernández López
Internationales Geschäft im Fachverlag: Kooperationen und Lizenzen

14-tägig, Mi 16 - 18 Uhr

Das Seminar vermittelt die Grundlagen für die Planung oder Erweiterung des Verlagsgeschäfts auf internationalen Märkten. Erarbeitet werden die Methode für die Analyse der Potentiale - unter Berücksichtigung der Faktoren zielgerichtete Planung der Programmstrategie, Unternehmensziel, Vertriebswege und Kosten - sowie die Wege zur Umsetzung der Positionierung im internationalen Verlagsgeschäft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Analyse von praktischen Beispielen sowie der Erarbeitung spezifischer Vorschläge für eigene Geschäftsmodelle.
Bearbeitet werden die Themen

  • Strategische tools zur Analyse des verlagsspezifischen Potentials im internationalen Geschäft
  • Entwurf der Programmstrategie: die wichtigsten Anforderungen
  • Zielformulierung im Unternehmen
  • Formen der Kooperation: marktspezifisch, technisch, rechtlich
  • Wettbewerber als Partner: Identifizierung von Kooperations- und Vertriebspartnern in internationalen Märkten
  • Lizenzmodelle zur internationalen Vermarktung
  • E-Publishing und Open Access als Plattform für internationale Märkte
  • Spezifika und Strukturen der strategisch wichtigsten Märkte

Bernhard Fetsch
Marketing und Vertrieb II

Blockseminar

Dieses Seminar wird sich mit einer der aktuellsten Entwicklungen für Marketing und Vertrieb von Publikumsverlagen auseinandersetzen, dem Thema “Social Media”. Worum handelt es sich dabei eigentlich? Was sind die wichtigsten Aspekte und wie können diese genutzt werden - für neue Produktideen ebenso wie für klassische Printprodukte? Was können wir etwa von Anbietern außerhalb der Medienbranche lernen? Durch einen kurzen Rückblick auf die klassischen Marketingaspekte aus dem Seminar “Marketing & Vertrieb 1” im WiSe 2013/14 wird in Teil 2 mit dem sogenannten “Social Media Marketing” gezielt die digitale Entwicklung erarbeitet. Vorkenntnisse im Bereich Social Media sind nicht notwendig. Zur einführenden Lektüre erhalten alle angemeldeten KommilitonInnen vor dem Seminar eine Link- und Lektüre-Liste.


Dr. Johannes Frimmel
Aktuelle Forschungsfragen

Do 14 - 16 Uhr

Das Forschungsseminar richtet sich an BA-Buchwissenschaftler, die ihre Abschlussarbeit vorbereiten. In diesem Seminar werden Forschungsthemen, Methodik und Aufbau der Arbeiten erörtert, wobei die Teilnehmer die wissenschaftlichen Exposés für angemeldete Abschlussthemen zur Diskussion stellen. Zusätzlich werden ausgewählte relevante wissenschaftliche Neuerscheinungen vorgestellt.


Dr. Johannes Frimmel
Lektürekurs 2

Mi 16 - 18 Uhr

Im Lektürekurs werden Grundlagenwerke und Neuerscheinungen aus dem Themenfeld der Buch- und Medienforschung vorgestellt und kritisch diskutiert. Ziel des Kurses ist es, zentrale Forschungsansätze unseres Fachs kennenzulernen und die Fähigkeit zu verbessern, mit wissenschaftlicher Literatur umzugehen. Der Lektürekurs wird mit einer Klausur abgeschlossen.


Dr. Johannes Frimmel
Materialität des Buches: Das Buch als Objekt der Kulturgeschichte

Do 12 - 14 Uhr

In dem Seminar werden die materiellen Aspekte der Buchkultur in ihrem historischen Wandel und ihrer kulturgeschichtlichen Bedeutung vorgestellt und die Wandlungen diskutiert, die sich durch die Digitalisierung ergeben. Im Fokus stehen in der Definition von Gérard Genette die Peritexte (Umschlag, Format, Reihen, Illustration, Titelblatt, Papier, Waschzettel, Satz und Typografie) sowie der verlegerische Epitext.


Robert Gigler
Herstellung

 Do 10 - 12 Uhr

HERSTELLUNG – reloaded und unchained
Printproduktion von der Idee zum fertigen Produkt.
Workflow im Spiegel der neuen Technologie.


Dr. Wilhelm Haefs
Moderne und Antimoderne im Nationalsozialismus

Do 14 - 16 Uhr


Britta Hansen
Redaktion und Lektorat für Masterstudierende

Blockseminar

Das Ziel ist immer: ein guter Roman. Nur, was ist das, ein guter Roman? Ganz gleich, ob Literatur oder Genre, Lektoren stehen seit jeher vor der Herausforderung, aus einem sogenannten Rohmanuskript einen guten Text zu machen. Wer aber bestimmt die Regeln dafür, und wer entscheidet, ob und wie diese Regeln umgesetzt werden? Wie viel Einfluss auf den Text hat der Lektor und wie sieht seine Arbeit im Alltag aus? Diesen Fragen wird das Seminar nachgehen und dabei auch folgende Aspekte der Lektoratsarbeit beantworten:

  • Gibt es Unterschiede zwischen Übersetzungsredaktionen und dem Lektorat von deutschen Texten
  • Welche Funktion hat ein Exposé, und wer verfasst es?
  • Was ist ein Plotlektorat?
  • Nach welchen Kriterien wird ein Manuskript beurteilt?
  • Unterhaltungsroman oder literarischer Text - was gilt es zu beachten?
  • Welchen Regeln folgen die Genre-Texte?
  • Was ist ein Feinlektorat, und wer liest Korrektur?

Zahlreiche Übungen, Praxisarbeiten und anschauliche Beispiele sind begleitende Bestandteile des Seminars, dessen Ziel es ist, verbindliche Kriterien der Arbeit am Manuskript zu entwickeln und einzuüben.


Prof. Dr. Christine Haug / Prof. Dr. Klaus G. Saur
Traumberuf Wissenschaftsverleger? Verlagsgeschichte und Verlagsgeschichten, historische Fakten und Prognosen

DO, 10.04.2014 Der Suhrkamp Verlag

DO, 15.05.2014 Exil im Dritten Reich: Verleger und Antiquare

DO, 03.07.2014 C.H. Beck Verlag

DO, 10.07.2014 Der wissenschaftliche Verlag von der Vordruckzeit bis zur Gegenwart

Klaus G. Saur (geb. 1941) in Pullach, absolvierte von 1960 bis 1963 eine Ausbildung im Buch- und Verlagshandel und trat anschließend als Prokurist in das väterliche Unternehmen ein, das sich auf technisch-wirtschaftliche Nachschlagewerk spezialisiert hatte. Ein Schwerpunkt der verlegerischen Tätigkeit von Klaus G. Saur lag auf der Herausgabe von Fachpublikationen, Dokumentationen, Bibliographien und Nachschlagewerken. Von 2005 bis 2009 war er geschäftsführender Gesellschafter des De Gruyter Verlags.
Als Vorsitzender der Historischen Kommission des Börsenvereins des deutschen Buchhandels versteht sich K.G. Saur aber auch als Buchhistoriker und verfügt über herausragende Kenntnisse über die wissenschaftliche Verlagslandschaft in Deutschland.

 


Prof. Dr. Christine Haug
Populärkultur in der Nachkriegszeit – Populäre Medien in den 1950er Jahren in der BRD

Di 8 - 10 Uhr

In der Nachkriegszeit entfaltete sich in den Besatzungszonen und in der jungen Bundesrepublik eine facettenreiche Populärkultur. Der Verlag Ernst Rowohlt gründete seine Rowohlt-Rotationsromane, um die starke Nachfrage nach Lesestoff zu befriedigen; in der Provinz entstanden spezielle Leihbuchroman-Verlage, die dezidiert Unterhaltungsliteratur für kommerzielle Leihbüchereien herstellten. Schriftsteller wie bspw. Hans Konsalik waren in den unmittelbaren Nachkriegsjahren zunächst für diese Verlage tätig, bevor ihnen der Durchbruch auf dem Buchmarkt gelang. Neben Buch- und Pressemedien spielte aber auch der Film eine zentrale Rolle, denkt man nur an die Luis Trenker-Filme der 1950/1960er Jahre. Im Seminar gilt es das Ensemble populärer Medien als ein Segment des Buchmarkts herauszuarbeiten, im Fokus stehen dabei buchwissenschaftliche Fragestellungen, also Fragen nach der Herstellung, Distribution und Rezeption von populären Medien.
Politische und wirtschaftliche Kenntnisse zur Entstehung und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland werden vorausgesetzt.


Prof. Dr. Christine Haug
Oberseminar für MA-Studierende (MA Verlagspraxis, MA Buch- und Medienforschung)

Mi 10 - 12 Uhr

Das Oberseminar richtet sich an Studierende beider MA-Studiengänge Buchwissenschaft (Buch- und Medienforschung und Verlagspraxis) im fortgeschrittenen Semester, die unmittelbar vor der Anmeldung zu ihrer MA-Arbeit stehen. Im Seminar werden mögliche wissenschaftliche Fragestellungen für eine MA-Arbeit ebenso entwickelt und diskutiert wie Forschungsansätze, Forschungsmethoden und Theorien. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit, ihre Themen in der Gruppe zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.
Anmerkung: Eine Prüfung im Oberseminar ist erst in dem Semester zu erbringen, in dem auch die Masterarbeit verfasst wird (i.d.R. im vierten Semester).


Dr. Harald Henzler
Digitale Produkte entwickeln – Lösungen für Medienunternehmen im digitalen Zeitalter

Blockseminar

In dem vom Börsenverein unter der Initiative protoTYPE geförderten Seminar geht es um die Entwicklung innovativer Ideen für die Medienbranche. Die Teilnehmer werden in dem Blockseminar Ideen schärfen, überprüfen und dabei eine Methode erlernen, wie man digitale Produkte entwickelt.


Dr. Tobias Heyl
Redaktion und Lektorat

14-tägig, Mo 18 s.t. - 20 Uhr

Das Seminar soll Ihnen einen möglichst realistischen Einblick in die Arbeit des Sachbuchlektorats vermitteln. Dafür werden wir uns zunächst einen Überblick über die aktuelle Sachbuchproduktion und ihre Rolle im Buchhandel verschaffen, die sich durch alle möglichen Formen des elektronischen Publizierens schon verändert hat und in Zukunft sicher weiter verändern wird. Vor diesem Hintergrund geht es dann um die ganz konkrete Alltagsarbeit im Lektorat: um die Akquise von Manuskripten, die Zusammenarbeit mit Autoren und Übersetzern sowie mit den Kollegen in Herstellung, Vertrieb, Werbung und Presse. Damit wir etwas zu diskutieren haben, sollten sie sich schon vor Beginn des Semesters in der Presse, im Internet und in Buchhandlungen über die aktuelle Sachbuchszene informieren.


Georg Alexander Kessler
Ratgeberpolitik im deutschsprachigen und europäischen Vergleich

Ratgeber zählen zu den wichtigsten Literaturgattungen der Buchindustrie. Das Seminar beleuchtet nicht nur ihre wirtschaftliche Bedeutung für den Sortimentsmarkt und die private Buchnachfrage, sonder vermittelt auch einen Überblick über die nationale und europäische Ratgeberlandschaft. Dabei werden gattungsspezifische Unterschiede zum Sachbuch ebenso thematisiert wie die Rolle von Marken oder entscheidende programmpolitische Einflußfaktoren wie der Medienwandel. Vorgesehen ist darüber hinaus ein Besuchstermin beim Marktführer Gräfe und Unzer Verlag einschließlich eines Vortrages über das Lizenzgeschäft mit Ratgebern.


Stephan Kilian
Produktmanagement im Fachverlag

14-tägig, Mi 18 - 20 Uhr

Betrachtet werden die Erfolgsfaktoren für das Produktmanagement von Fachmedien und die veränderten Anforderungen an den einzelnen Mitarbeiter. Wo früher strikt getrennt werden konnte, im Sinne der Wertschöpfungskette, zwischen Aufgaben des Lektorats, der Werbung und der Herstellung, müssen heute die Workflows koordiniert ineinander fließen und die Aufgaben in Teams gelöst werden.

  • Neuprodukte: Welche Möglichkeiten in der Marktforschung haben Fachverlage? Wie sehen erfolgreiche Produkte aus?
  • Wie optimiert man Produkte in Bezug auf Lese- und Nutzungsgewohnheiten? Welche Medienform macht wann Sinn?
  • Herstellung und Technik: Wie gestaltet man Produkte mehrmedial und benutzerfreundlich?
  • Vertrieb: Welche Absatzwege benötigen welche Aufbereitung des Content?
  • Marketing: Wie macht man die Produkte bekannt?
  • Wie verändern sich die fachlichen Anforderungen vom Lektor/Buchwerber/Buchhersteller zum Produktmanager? Welche Berufsfelder eignen sich für Buchwissenschaftler?

Klaus Kluge
Autorenmarketing in sich ändernden Märkten.

Blockseminar

Die Buchhandelslandschaft unterliegt einem rapiden Wandel. Online-Anbieter drohen den klassischen Sortimentsbuchhandel zu verdrängen, digitale Medien verzeichnen rasante Umsatzzuwächse zu Lasten der Printausgabe. Selfpublishing trifft auf klassisches Autorenmarketing; insb. die Publikumsverlage müssen ihre Rolle im Mediengeschäft neu definieren. Bzw ihre Leistungen nachprüfbar unter Beweis stellen.Bastei Lübbe zählt zu den innovativen Medienhäusern, die sich frühzeitig den Herausforderungen des digitalen Wandels gestellt haben. Am Beispiel einzelner Autoren wird gezeigt, was klassisches Verlagsmarketing zu leisten vermag - und wo neue Wege gegangen werden sollten.


Silke Kords
Programmplanung im Verlag und Sortiment

Blockseminar

Programmarbeit in Verlagen setzt heute andere Denkweisen voraus als noch vor fünf Jahren. Die Branche verändert sich und Grundwerte des Büchermachens werden in Frage gestellt. So tauchen Begriffe wie z.Bsp. Disruption, Change Management und Big Data auf, die neue Prozesse und Werte in der Buchbranche beschreiben. Die Veränderungen auf Seiten des Handels sind ebenfalls enorm. Amazon wächst zum größten Buchhändler und … vielleicht auch bald Verlag?
Auch ein neuer Blick auf Buchinhalte entwickelt sich. Man spricht heute eher von „content“ und vom Leser schlicht als Konsument, dessen Bedürfnisse mehr in den Vordergrund rücken. So werden Verlage immer mehr zu Unternehmen, die sich neu positionieren müssen, da ihre “gate-keeper-Funktion” sich überlebt hat.


Dr. Wolfgang Lent / Dr. Konstantin Wegner
Urheber-, Verlags- und Medienrecht für Buchwissenschaftler

14-tägig, Do 18 - 20 Uhr

Welche Rechte hat ein Autor? Was steht in einem Verlagsvertrag? Welche Bildrechte sind beim Abdruck von Fotos beachten? Diese und andere Fragen spielen in der Verlags- und Medienpraxis eine große Rolle. Die Lehrveranstaltung bietet anhand von Übungsfällen und Beispielen eine Einführung in die entsprechenden Rechtsgrundlagen. Sie gibt Hilfestellungen für die spätere Verlagsarbeit, vermittelt aber auch rechtliches Basiswissen für freie Tätigkeiten in der Verlags- und Medienbranche. Die Lehrveranstaltung gliedert sich in zwei Teile:
Teil A: Urheberrecht

  • Geschützte Werke, Leistungsschutzrechte, Schutzdauer
  • Urheberschaft, Urheberpersönlichkeitsrechte und wirtschaftliche Verwertungsrechte
  • Schranken des Urheberrechts
  • Typische Verträge (z.B. Verlagsvertrag, Übersetzervertrag, Lizenzvertrag)

Teil B: Presserecht und Persönlichkeitsrecht

  • Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit, Pressefreiheit
  • Fallgruppen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts (z.B. Recht am eigenen Bild, Schutz der Intim- und Privatsphäre)

Johannes Monse / Tom van Endert
Digitalisierungstechniken und ihr Einsatz

Blockseminar

Wenige Branchen haben unter der digitalen Revolution ihr Geschäft so elementar neu erlernen müssen, wie dies für die Unternehmen in der Medienlandschaft gilt.Bei einem Blick auf das Verlagswesen wird dies überdeutlich. Von den digitalen Möglichkeiten in der Buchherstellung über die digitale Produktion zur digitalen Auslieferung, Abrechnung und sogar zielgruppenspezifischen Titelbewerbung – kaum ein Stein des Verlagswesens scheint mehr auf dem anderen zu stehen, ehemals unumstößliche Gesetze stehen zur Diskussion, wenn sie nicht abgeschafft wurden. Das Blockseminar gibt einen Überblick über diese dramatische Umwälzung und wirft einen Blick nach vorn. Dabei wird versucht, alle Stakeholder und deren sich wandelnde Verortung einzubeziehen


Thomas Narr
Technische Aspekte der Print- und digitalen Medienproduktion

14-tägig, Do 18 - 20 Uhr

Die technische Entwicklung in der Print- und digitalen Medienproduktion unterliegt einem stetigen und raschen Wandel. Ziel der Veranstaltung ist den Herstellungsprozeß in seiner gesamten Breite zu beschreiben und neben innovativen Techniken auch kostenrelevante Aspekte zu erörtern.


Katharina Osterauer
Messekurs

14-tägig, Do 16 - 18 Uhr

Der Auftritt auf den Buchmessen in Frankfurt/M. und Leipzig ist längst ein fester und überaus wichtiger Bestandteil der Buchwissenschaft. Auf den Messen treten Sie nicht nur in Kontakt zur Branche, sondern auch zu den buch- und medienwissenschaftlichen Studiengängen anderer Universitäten.

In diesem Kurs wird dieser Auftritt in allen Facetten organisiert und vorbereitet. Dies bedeutet, dass von den Teilnehmern dieses Kurses auch und vor allem erwartet wird, auf der Frankfurter Messe vom 08. bis 12. Oktober 2014 für die Standbetreuung zur Verfügung zu stehen, um dort unseren Studiengang zu vertreten. In diesem Kurs werden u.a. Ideen für Veranstaltungen gesammelt und entwickelt, Geldmittel organisiert und Werbe- und Infomaterial erarbeitet. Die Art und Weise des Messeauftritts hängt somit wesentlich von Ihrem Engagement und Ihrer Kreativität ab. Melden Sie sich für diesen Kurs also bitte nur dann an, wenn Sie Spaß an der Konzeptentwicklung, Standbetreuung und vor allem Zeit für einen Messebesuch haben. Außer den geplanten Sitzungen im Semester können weitere Treffen im Vorfeld der Messe nötig sein. Der Kurs ist sowohl für BA- als auch für MA-Studenten gedacht. Bitte bedenken Sie, dass die aktive Teilnahme an diesem Kurs für diejenigen Studenten, die mit unserem Messeteam den Studiengang Buchwissenschaften der LMU auf der Frankfurter Messe vertreten wollen, obligatorisch ist.


Katharina Osterauer
Wissenschaftliches Schreiben und Argumentieren

Mi 14 - 16 Uhr

Der Kurs ist ein Zusatzangebot für alle Studenten der Buchwissenschaft. Sowohl MA-Studenten als auch BA-Studenten haben hier die Möglichkeit grundlegende Kompetenzen im wissenschaftlichen Schreiben und Argumentieren zu erwerben und zu vertiefen. Für das Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten - egal ob Hausarbeiten, Thesenpapiere oder Abschlussarbeiten (Bachelor und Master) gibt es allgemeine Regeln. Das Seminar soll anhand konkreter Textbeispiele und praktischer Übungen mit den verschiedenen Anforderungen wissenschaftlichen Schreibens vertraut machen: Kritischer und korrekter Umgang mit Quellen- und Forschungsliteratur, wissenschaftliche Sprache, Verknüpfung von Thema und Theorieansätzen oder theoretischen Argumenten, Verfolgen von klaren Argumentationslinien etc. Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, praktische Übungen aktiv mitzugestalten und eigene Texte zu erstellen.


Katharina Osterauer
Die Buchkunstbewegung

Mi 10 - 12 Uhr

Am Ende des 19. Jahrhunderts lässt sich auf dem deutschen Buch- und Pressemarkt eine geistige und künstlerische Entwicklung erkennen, die mit dem Begriff „Buchkunstbewegung“ umschrieben wird. Auf die fortschreitende Industrialisierung der Buchproduktion und die kapitalistischen Tendenzen in der Branche, welche das Buch zunehmend zum einfachen Massenartikel erklären, reagieren verschiedene Verleger, Künstler und Buchdrucker mit Buchpublikationen, denen eine völlig andere „Idee“ vom Buch zugrunde liegt. Die Schlagworte von der „Einheit des Buches“ und dem „schönen Buch“, in welchem Text und Schrift, Illustration und künstlerische Gestaltung, Druck und Papier sowie Bucheinband ein harmonisches, qualitativ hochwertiges und ästhetisches Gesamtkonzept nachweisen, sind Ausdruck dieser Bewegung.
Das Seminar thematisiert die jungen Verlage, die im Zuge dieser Bewegung in Deutschland entstanden sind. Dazu zählen unter anderem der Insel-Verlag, der Albert Langen Verlag, der Kurt Wolff Verlag, der Verlag Hans v. Weber und der Eugen Diederichs Verlag. Ebenso wird ein Blick auf verschiedene neuen Druckanstalten und Privatpressen der Jahrhundertwende, wie etwa die Cranach-Presse und die Rupprecht-Presse, auf die einflussreichen künstlerischen Buchgestalter und Typographen, auf verschiedene Zeitschriftengründungen wie u.a. „ Die Insel“, „Jugend“, „Hyperion“, „Der Zwiebelfisch“, Simplicissimus“ und auch auf die entstehenden bibliophilen Gesellschaften gerichtet. Prominente Buchproduktionen wie z.B. die bekannte Reihe der Insel-Bücherei sind Gegenstand der Untersuchung. Das Seminar will eine Gesamtschau über die Buchkunstbewegung, ihre Konzepte, Akteure und verlegerischen Produkte von ihren Anfängen bis zu den 30er Jahren bieten. Da München als eines der Zentren dieser Bewegung gilt, wird den Verlagen, Künstlern, Druckereien, Zeitschriften und Akteuren, die in der bayerischen Hauptstadt angesiedelt waren, besondere Aufmerksamkeit zu Teil.


Dr. Slávka Rude-Porubská
Literaturvermittlung im Wandel - Von der Dichterlesung zum Literaturevent

Di 16 - 18 Uhr 

Unter „Literaturvermittlung“ wird in dem Kurs die Arbeit diverser Institutionen (Literaturhäuser, -zentren und –büros, Museen, Ausstellungsmacher, Bibliotheken, Archive sowie spezialisierter Agenturen) verstanden, deren Ziel die öffentliche Präsentation und Zugänglichmachung von Literatur ist, kurz: das literarische Veranstaltungswesen. Dieses scheint in den letzten Jahren sowohl einen Boom an Literaturausstellungen als auch an Literaturfestivals zu erleben; in beiden Fällen geht mit der Feststellung der Konjunktur auch die Kritik an der “Eventisierung” des Literaturbetriebs einher.
Im Zentrum der zeitgenössischen Literaturvermittung steht die Autorenlesung, die laut Sonja Vandenrath mitttlerweile als eine „autonome und nach eigenen Regeln und Ritualen funktionierende Kulturpraxis“ funktioniert, die „zum Synonym für ein öffentliches literarisches Leben“ wurde. Rund um die Ursprungsform der hochkulturellen Wasserglaslesung hat sich ein Netz an begleitenden Veranstaltungen – wie Podiums-, Kritiker- oder Werkstattgespräche, Residenzaufenthalte und Poetikdozenturen – etabliert. Die literarische Sub- oder Offkultur hat wiederum mit Lesebühnen, Poetry-Slams und Spoken-Word-Veranstaltungen eigene Lesungsformen hervorgebracht. Eine Verdichtung mehrerer Lesungen und deren Umrahmung durch Musikauftritte, Filmvorstellungen und Vorträge führte zur Entstehung von Literaturfestivals, in denen die von der Kultursoziologie diagnostizierte Erlebnisgesellschaft die geeignete Form gefunden zu haben scheint, um die Literatur als soziales Erlebnis zu zelebrieren. Auch den modernen Literaturausstellungen ist es eigen, dass sie einen (neuen) Umgang mit der Literatur jenseits des Trägermeidums “Buch” suchen und für die Begegnung mit dem Text sowie seinem Autor Formate jenseits der stillen und einsamen Lektüre erproben.
Im Kurs werden wir uns einerseits den Fragen nach der visuell-räumlichen Präsentation von Literatur innerhalb von Literaturausstellungen widmen. Außerdem werden wir uns mit den (historischen wie auch gegenwärtigen) Positionen der Autoren zum literarischen Veranstaltungsbetrieb beschäftigen. Außerdem werden wir die feuilletonistischen Debatten sowie die bisherigen literatur- und buchwissenschaftlichen Forschungsbeiträge zur Lesung aufgreifen, um ausgewählte aktuelle Literaturveranstaltungen kritisch reflektieren zu können. Dabei werden wir den Fragen nach der Autonomie der Literaturveranstalter, nach den Zusammenhängen zwischen inhaltlicher Veranstaltungsarbeit und finanziellen Strukturen von Lesungen und Literaturfestivals sowie nach der Fremd- und Selbstinszenierungstrategien der Autoren nachgehen.


Dr. Slávka Rude-Porubská
Methodische Grundlagen der Buchwissenschaft

Di 12 - 14 Uhr

Der “Methodenkurs” führt in die theoretischen und methodischen Grundlagen der Buchwissenschaft ein und ist für Studierende des Bachelorstudiengangs Buchwissenschaft im 2. Fachsemester verpflichtend.

Die Buchwissenschaft untersucht ihren Gegenstand in seinen wirtschaftlichen, kulturellen/historischen und auch technischen Aspekten. Die sich daraus ergebende Transdisziplinarität des Fachs erfordert den professionellen Umgang mit der Zeichentheorie ebenso wie der Kultursoziologie, der Systemtheorie oder mit der Unternehmensgeschichte. Anhand von ausgewählten Texten werden theoretische Modelle erarbeitet und ihre Anwendbarkeit für buchwissenschaftliche Fragestellungen diskutiert.


Rossi Schreiber
Spezialmärkte der Buch- und Medienbranche: Pressegrosso und Bahnhofsbuchhandel

14-tägig, Mi 14 - 16 Uhr

Bahnhofsbuchhandel und Pressevertrieb gehören zu den wirkmächtigen buchhändlerischen Nebenmärkte (im Übrigen seit dem 19. Jahrhundert) im Buchmarkt und stehen vor gänzlich anderen unternehmensorganisatorischen Herausforderungen und Marktstrukturen als herkömmliche Verlage. Erstmals ist es gelungen, namhafte Vertreter des Spezialmarkts Pressegrosso im Rahmen dieser Übung nach München einzuladen, die aus der Sicht des Praktikers über die Organisations- und Vertriebsstrukturen dieses bedeutenden Wirtschaftszweiges berichten, wichtige Einblicke in ihr Geschäft ermöglichen. Hier fallen weitreichende Entscheidungen für die gesamte Buchbranche. Zudem ist eine gute Zusammenarbeit mit dem Vertrieb entscheidend für den Markterfolg einer neuen Zeitschrift oder Zeitung.
In der Übung referieren maßgebliche Praktiker über ihre Tätigkeitsfelder, zum Beispiel:

  • Monopolstrukturen im Pressevertrieb und ihre staatspolitische Verankerung und Verantwortung
  • Vertriebspolitik der Pressegrossisten: Probleme und Herausforderungen
  • Beispiel Markteinführung einer Literaturzeitschrift: Welche Rolle spielen die Nationalvertriebe?
  • Pressevertrieb am Beispiel Asterix, Disney u.a.
  • Meinungsfreiheit und Selbstzensur/ rechtliche Voraussetzungen
  • historische Entwicklung und aktuelle Trends

Guido Schröer
Spezialbuchmärkte im internationalen Vergleich: Konfessioneller Buchhandel

Blockseminar

Im Gesamtbuchmarkt finden sich Spezialbuchmärkte als Nischen, die spezielle Zielgruppen ansprechen bzw. auf diese ausgerichtet sind. Auch werden bestimmte solcher Nischen manchmal in Zeiten entdeckt, in denen sich Menschen sich besonderen Lebenssituationen wie Heirat, Geburt, Trauer und Tod wiederfinden.
Eine solche Nische ist der konfessionelle Buchhandel.
Im Seminar geht es darum, den konfessionellen Buchhandel in seiner eigenen Vielfältigkeit und mit seinem Potenzial kennen zu lernen.
Zudem wird exemplarisch am konfessionellen Buchmarkt eine Zielgruppenanalyse erarbeitet.
Ein kritischer Blick soll auch auf die gängige Einteilung der „religiösen“ Titel im konfessionellen Buchmarkt in die vorgegebenen Warengruppen gerichtet werden.
Nach der Einführungsveranstaltung am 07.05.2014 wird der Hauptteil des Seminars als Blockveranstaltung am 04./05. Juli 2014 durchgeführt. In der Einführungsveranstaltung können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vorgeschlagenen Themen Einzelprojekte wählen, die sie bei der Blockveranstaltung dann präsentieren und zur Diskussion stellen.
Gruppenarbeit bei den Einzelprojekten ist möglich.


Patrick Tümmers
Grafikdesign

14-tägig, Do 18 - 20 Uhr


Dr. Daniela Völker
"Bücher kommunizieren" – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Ratgeber-/Sachbuchverlag

Di 18 - 20 Uhr

Die Buchbranche befindet sich im Wandel. In Zeiten der Überproduktion, Konzentration, Kosteneinsparung und wirtschaftlicher Stagnation heißt es für das einzelne Buch: Auffallen um jeden Preis. Die individuelle Präsentation eines Buches (z. B. in der Verlagsvorschau, auf Social-Media-Plattformen oder in Form von bestimmten Veranstaltungen) und gezielte Marketing- und Pressestrategien werden für den einzelnen Buchtitel wichtiger denn je und sollen dem Buch und seinem Autor/seiner Autorin zu einem einzigartigen Auftritt verhelfen, um aus der Masse der Bücher herauszustechen. Gerade die Pressearbeit in den Verlagen nimmt so eine exponierte Rolle für die Vermittlung von Literatur ein.
Im Seminar geht es um folgende Fragen: Was ist Pressearbeit? Wie sieht der Arbeitsalltag in einer Presseabteilung aus? Was sind PR-Werkzeuge? Wie verändert sich die Pressearbeit im Buchverlag in einer Zeit des Wandels auf dem Buch- und Medienmarkt? Wie passt sie sich konkret aktuellen Entwicklungen an? Was kann Pressearbeit in Zeiten der Überproduktion von Büchern in den Verlagen leisten? Welche Rolle spielen die neue(re)n Medien? Welche Medien, konkret Sendungen, Talkshows, Zeitungen, Zeitschriften, Web-Sites, Blogs sind aktuell für Bücher relevant und warum (von „spiegel online“ bis „Bäckerblume“)? Wer liest eigentlich noch Zeitung? Wie baut man Kontakte auf und pflegt sie? Wie informiert man? Wie schreibt man Pressetexte? Welche Textarten sind für die Pressearbeit von Bedeutung? Welche Themen/Bücher sind bzw. können presserelevant sein? Wie lassen sich Synergien aus der Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen wie Werbung und Vertrieb gewinnen? (Wie) lässt sich Pressearbeit planen? Ist Pressearbeit das Richtige für mich?
Leistung: Aktive mündliche und schriftliche Mitarbeit, u. a. Verfassen von Pressetexten, Erstellen eines Presseplans, Übungen zu Gesprächen mit Journalisten; Prüfungsform: Klausur in der letzten Sitzung.