Buchwissenschaft
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Netzwerkabend 2014

Beste buchwissenschaftliche Abschlussarbeit an der LMU
Andreas Ländle erhält den Hugendubel-Preis 2014

München, 4. Juni 2014. Bei dem Netzwerkabend der Studiengänge Buchwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München wurde am 3. Juni der Hugendubel-Preis für die beste buchwissenschaftliche Abschlussarbeit des vergangenen Jahres verliehen. Thomas Nitz, Mitglied der Hugendubel-Geschäftsführung, überreichte die Auszeichnung an Andreas Ländle, der im April 2013 den Diplomstudiengang Buchwissenschaft abgeschlossen hat.

 

001Preisträger Andreas Ländle (Mitte) und die beiden Zweitplatzierten Martina Krammer (links) und Eva Schiedek-Jacht (rechts) (c) Luisa Straub

Bereits zum sechsten Mal kamen am Dienstagabend Studierende der Buchwissenschaft der LMU und Vertreter der Buchbranche zusammen, um sich in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Der diesjährige Netzwerkabend entstand im Rahmen eines Seminars des Masterstudiengangs Verlagspraxis unter der Leitung von Monika Scheddin und Dr. Sandra Ebert und stand unter dem Motto “Das Glück hat viele Seiten”. Durch den Abend führte der erprobte 5-Sterne-Moderator Jan König und nach den Grußworten der Studiengangsleiterin, Prof. Christine Haug und des Dekans Prof. Dr. Mehltretter gingen die geladenen Redner auf die Suche nach dem Glück in der Buchbranche.
Karla Paul, Buchbloggerin und Social Media Managerin bei Lovelybooks.de, erklärte Sinn und Nutzen von Social Media Portalen für Verlage und Autoren. Im Anschluss erläuterte Sabine Hafner vom eBook Verlag hey! publishing, welche Eigenschaften des eBooks den Leser glücklich machen. Nach einer kurzen Erfrischungspause amüsierte Autor Titus Müller mit einer außergewöhnlich freien Lesung aus seinem Buch “Das Glück hat tausend Farben”. Seinen Höhepunkt fand der Abend auch dieses Jahr mit der Verleihung des Hugendubel-Preises, der die beste Abschlussarbeit ehrt. Thomas Nitz, Mitglied der Hugendubel-Geschäftsführung, überreichte die Auszeichnung an Andreas Ländle, der im April 2013 den Diplomstudiengang Buchwissenschaft abgeschlossen hat.

 

004von links Martina Krammer, Prof. Christine Haug, Andreas Ländle, Thomas Nitz, Eva Schiedek-Jacht (c) Maria Höck

Mit dem Preis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, würdigt das Münchner Buchhandelsunternehmen Hugendubel seit 2008 einmal im Jahr die beste buchwissenschaftliche Abschlussarbeit an der LMU. Die Untersuchung des diesjährigen Preisträgers Andreas Ländle trägt den Titel Die Sprache des Covers. Genretypische Buchumschlaggestaltung aus semiotischer Perspektive. Hier weist der Autor, der heute im Bereich Projektmanagement eBook & Digitale Entwicklung bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur arbeitet, nach, dass der Buchumschlag, der ursprünglich ausschließlich eine Schutzfunktion hatte, längst ein zentrales Instrument der Buchbewerbung geworden ist. Im Fokus seiner auf dem Paratextualitätskonzept von Gérard Genette basierenden Untersuchung steht die Frage, ob und inwiefern der Umschlag Rückschlüsse auf den Buchinhalt erlaubt, wie äußere und innere Buchgestaltung zueinander stehen, und inwiefern Verlage die Covergestaltung in ihre Marketingkonzepte integrieren. Als konkretes Fallbeispiel, an dem die leitende Fragestellung veranschaulicht wird, dient dem Verfasser der im S. Fischer Verlag erschienene Unterhaltungsroman von
Cecilia Ahern P.S. Ich liebe Dich (2004), der über Jahre als Coverdispositiv für verwandte bzw. am Markt konkurrierende Werke wirkte und damit ein Analysekorpus (Genre "romantischer Liebesroman“) schuf. Der Buchumschlag, ein konstitutiver Bestandteil im Kommunikationsprozess zwischen Autor, Verlag und Leser, ermöglicht die Kommunikation über einen Text, ohne diesen umschreiben zu müssen - so das Fazit der prämierten Diplomarbeit von Andreas Ländle.

Weitere 2.000 Euro Preisgeld kommen den Studiengängen Buchwissenschaft an der LMU zugute. Mit dem Geld werden neue Lehraufträge, Unterrichtsmaterialien, studentische Projekte und wissenschaftliche Veranstaltungen finanziert.
Einen Hugendubel-Gutschein erhielten außerdem die Verfasserinnen von zwei anderen nominierten Arbeiten, die ebenfalls genuin praxisbezogene, aktuelle und empirisch grundierte Fragestellungen der Buchbranche aufgegriffen haben: Eva Schiedek-Jacht für ihre Diplomarbeit zum Thema Der Hörbuchmarkt im Medienwandel: Hörbuch-Downloadportale als innovative Geschäftsmodelle im Kontext der Digitalisierung und Martina Krammer, die sich in ihrer Abschlussarbeit mit dem Thema Virtuelle Leserunden – ein sinnvolles Marketinginstrument für Verlage? beschäftige.

Ab dem kommenden Jahr werden bei der Vergabe des Hugendubel-Preises die Abschlussarbeiten berücksichtigt, die von Studierenden der neuen buchwissenschaftlichen Masterstudiengänge vorgelegt werden. Der Masterstudiengang "Buchwissenschaft: Verlagspraxis" und der Masterstudiengang "Buchwissenschaft: Buch- und Medienforschung" werden an der LMU seit dem Wintersemester 2012/13 angeboten.

Die Veranstalter des Netzwerkabends danken insbesondere den Sponsoren dieses Abends: Hugendubel, den
Bücherfrauen und dem BuWi.Phil e.V., ohne die dieser Abend nicht möglich gewesen wäre.

Wer Interesse an Andreas Ländles preisgekrönter Abschlussarbeit hat, wendet sich bitte an
presse.netzwerkabend@gmail.com .
Interessenten am Netzwerkabend sind gerne auf der Website
(http://netzwerkabend.wordpress.com/ ) Facebook
(https://www.facebook.com/netzwerkabend?fref=ts ) und
Twitter(https://twitter.com/Netzwerkabend ) willkommen.